Pro Bahn lehnt Tariferhöhungen im öV ab

Pro Bahn Schweiz steht Tariferhöhungen im öffentlichen Verkehr klar ablehnend gegenüber. Wer auf den öV umsteigt, soll nicht mit einem schlechteren oder teureren Angebot konfrontiert werden. Das gilt ebenso für treue Stammkundinnen und -kunden.

Zudem müssen die Kundinnen und Kunden von Effizienzgewinnen profitieren. Einsparungen durch den vermehrten Verkauf und die Nutzung digitaler Tickets sowie durch den Abbau von Serviceleistungen dürfen nicht einseitig bei den Transportunternehmen verbleiben, sondern sollen sich auch in stabilen oder tieferen Preisen niederschlagen.

Zudem steht die Preiserhöhung im Widerspruch zu den politischen Zielsetzungen der Schweiz: Der Anteil des öffentlichen Verkehrs am Gesamtverkehr (Modalsplit) soll steigen, um die Klimaziele – insbesondere im Rahmen des Pariser Abkommen – zu erreichen. Höhere Preise senden hier das falsche Signal.

Pro Bahn Schweiz wird weiterhin aktiv den Dialog mit der Branche suchen.
Im Zentrum stehen dabei folgende Ziele:

  • Erhöhung des öV-Modalsplits
  • Gewinnung neuer Kundinnen und Kunden

Als zentralen Lösungsansatz fordert Pro Bahn Schweiz eine grundlegende Tarifreform:

  • Abschaffung von Kundenfallen und des Tarifwirrwars sowie eine tiefe Einstiegshürde ins System öV.

Diese Reform bietet die Chance für eine klare, verständliche und faire Tarifstruktur sowie eine Neupositionierung des Einzelbilletts.

Die Finanzierung soll über zwei Pfeiler erfolgen:

  • Effizienzsteigerungen und strukturelle Vereinfachungen im öV-System durch eine vereinfachte Tarifstruktur sowie im nicht kundenrelevanten Bereich
  • zusätzliche Einnahmen durch steigende Nachfrage infolge attraktiverer Preise