Pro Bahn lehnt Abschaffung des Rabatts auf Mehrfahrtenkarten ab

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 schaffen mehrere grosse Tarifverbünde den bisherigen Rabatt auf Mehrfahrtenkarten ab. Für Gelegenheitsreisende bedeutet dies zusätzlich zu den allgemeinen Tariferhöhungen einen Preissprung von bis zu 20 Prozent. Pro Bahn Schweiz lehnt diese massive Verteuerung entschieden ab.

Mehrfahrtenkarten sind besonders bei Reisenden beliebt, die den öffentlichen Verkehr gelegentlich nutzen. Dazu gehören Kinder, Seniorinnen und Senioren sowie Personen, für die sich ein Abonnement oder Halbtax PLUS nicht lohnt. Gerade diese Kundengruppen werden durch die Abschaffung des Rabatts überdurchschnittlich stark belastet.

Je nach Tarifverbund verteuern sich die betroffenen Fahrten dadurch zusätzlich um rund 8 bis 20 Prozent. Diese Erhöhung kommt zu den auf Dezember 2026 angekündigten allgemeinen Tariferhöhungen hinzu. Pro Bahn Schweiz hält einen solchen Preissprung für nicht vertretbar. Er schwächt die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs und steht im Widerspruch zum Ziel, mehr Menschen zum Umstieg auf Bahn, Bus und Tram zu bewegen.

Als Grund für die Abschaffung wird angeführt, dass auch im nationalen Verkehr keine entsprechende Vergünstigung angeboten werde. Diese Begründung überzeugt Pro Bahn Schweiz nicht. Statt kundenfreundliche Angebote auf das tiefere Niveau des nationalen Verkehrs anzugleichen, sollte geprüft werden, wie Mehrfahrtenkarten auch künftig zu attraktiven Konditionen angeboten werden können.

Mehrfahrtenkarten vereinfachen den Zugang zum öffentlichen Verkehr und belohnen Reisende, die mehrere Fahrten im Voraus bezahlen. Mit der Abschaffung des Rabatts verlieren sie einen wesentlichen Teil ihres Nutzens. Gleichzeitig werden ausgerechnet jene Kundinnen und Kunden benachteiligt, die kein Abonnement besitzen und deshalb bereits heute für jede einzelne Fahrt vergleichsweise viel bezahlen.

Pro Bahn Schweiz fordert die betroffenen Tarifverbünde und die Alliance SwissPass auf, auf die Abschaffung des Rabatts zu verzichten und weiterhin vergünstigte Mehrfahrtenkarten anzubieten. Der öffentliche Verkehr muss auch für Gelegenheitsreisende, Familien mit Kindern und ältere Menschen bezahlbar und attraktiv bleiben.