Programm Gesamtmobilität (PGM) 2027-2030 des Kantons Luzern – Stellungnahme PB ZS
Pro Bahn Zentralschweiz begrüsst die Vorlage grundsätzlich, da sie erstmals eine verkehrsmittelübergreifende Planung im Kanton Luzern etabliert. Positiv werten wir den Fokus auf das 4V-Prinzip (Vermeiden, Verlagern, Vernetzen, Verträglich abwickeln) und das Ziel, den Modalsplit zugunsten flächeneffizienter Verkehrsmittel zu verschieben.
Allerdings gibt es einige Punkte, die wir kritisieren:
- Es ist vorgesehen, den Anteil der zweckgebundenen Mittel für den ÖV von 35% auf 10% zu senken und stattdessen den Strassenanteil auf 90% zu erhöhen. Auch wenn dies durch allgemeine Staatsmittel kompensiert werden soll, besteht das Risiko, dass der ÖV bei künftigen Sparpaketen verletzlicher ist.
- Mit den aktuell eingesetzten Mitteln ist ein wesentlicher Teil der geplanten Angebotsmassnahmen bis 2030 nicht sichergestellt.
- Luzern liegt bei der Bus-Pünktlichkeit im schweizweiten Vergleich an zweitletzter Stelle. Viele Busbeschleunigungsmassnahmen sollen erst spät (nach 2030) realisiert werden.
- Es besteht die Sorge, dass personelle und finanzielle Ressourcen in Grossprojekte wie Umfahrungen fliessen, anstatt die „zielkonformeren“ Beschleunigungsmassnahmen für den ÖV voranzutreiben.
- Pro Bahn fordert zudem, dass während grossen Bauphasen (Bypass, Durchgangsbahnhof) die Pünktlichkeit und das Angebot ohne massive Verschlechterungen für die Fahrgäste aufrechterhalten werden.
- Die detaillierte Stellungnahme hier.