Pro Bahn kritisiert Abschaffung von Rabatten bei Mehrfahrtenkarten scharf
Von: Bastian Bommer, Pro Bahn Schweiz
Mit dem Wegfall des bisherigen Rabatts von 10 Prozent verteuern sich Mehrfahrtenkarten je nach Strecke effektiv um bis zu 13,5 Prozent. Für Pro Bahn ist diese Entwicklung nicht akzeptabel.
Gelegenheitskundinnen und Familien besonders betroffen
Die Massnahme trifft gezielt jene Kundinnen und Kunden, die den öffentlichen Verkehr regelmässig, aber nicht täglich nutzen – also genau jene Gruppe, die für die weitere Verlagerung auf den öV zentral ist.
Besonders problematisch ist die Wirkung auf Familien: Kinder, die in der Freizeit für ihre Hobbys alleine unterwegs sind, werden durch diese Preiserhöhungen überproportional belastet. Pro Bahn Schweiz spricht hier von einer klaren Fehlentwicklung.
Falsches Signal für die Verkehrspolitik
Die Abschaffung von Rabatten steht im Widerspruch zu den politischen Zielsetzungen, den Anteil des öffentlichen Verkehrs zu erhöhen und mehr Menschen zum Umstieg zu bewegen. Gerade flexible und niederschwellige Angebote müssten gestärkt und nicht verteuert werden.
Pro Bahn fordert faire und verständliche Tarife
Pro Bahn Schweiz fordert die Tarifverbünde und die Branche auf, die Abschaffung des Rabatts bei Mehrfahrtenkarten zu überdenken. Statt punktueller Verteuerungen braucht es eine konsequente Vereinfachung der Tarifstruktur sowie faire und transparente Preise für alle Kundengruppen.
Nur so kann der öffentliche Verkehr attraktiv bleiben und seine zentrale Rolle in der Mobilitäts- und Klimapolitik erfüllen.