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Schöne neue Welt

Der öffentliche Verkehr möchte den Zugang zu Bahn, Bus und Schiff erleichtern. Dazu gibt es in der öV-Branche zwei konkrete Projekte, über deren Umsetzung bisher noch nicht entschieden wurde. Pro Bahn Schweiz verfolgt diese Entwicklung intensiv. Wir stellen Ihnen dazu einige Fragen.

Easy Ride 2.0
Der Kunde erhält eine Karte 1. oder 2.Klasse. Mit dieser Karte kann er den öffentlichen Verkehr jederzeit und überall benützen. Er muss kein weiteres Ticket lösen, sondern kann ohne langes Warten in den Zug, Tram, Bus oder Schiff einsteigen und die Fahrt geniessen.
Der Kunde wird von Sensoren automatisch erfasst, wenn er sich in einem Fahrzeug des öffentlichen Verkehrs befindet. Monatlich erhält dann der Kunde eine Abrechnung über die Leistungen, die er in Anspruch nahm. Mit Easy Ride werden die automatische, berührungslose Identifikation des Kunden im Fahrzeug sowie die Abrechnung aufgrund des Konsumverhaltens des Kunden verwirklicht.
Vorteile von Easy Ride:
> Erleichterter Zugang zum öffentlichen Verkehr = GA-Komfort für alle.
> Kein Anstehen am Billettschalter, kein Stempeln einer Mehrfahrtenkarte.
> Technisch „state of the art“. Der Schweizerische öV wäre Vorreiter bei
    der automatischen Erfassung der Reisebewegungen
Nachteile:
> Es ist ersichtlich, welche Fahrten der Kunde gemacht hat, wann und wohin
    er reiste. Der Kunde wird also gläsern. Das öV-Unternehmen kennt jede
    Bewegung, die seine Kundin gemacht hat.
> Zudem könnte die automatische Preisberechnung zu Intransparenz führen,
    da voraussichtlich nach Attraktivität der Strecke und Tageszeit sowie nach
    der Qualität des Rollmaterials abgerechnet würde.
> Die Technik ist weltweit noch nirgends im Einsatz, es besteht ein gewisses
    Umsetzungsrisiko.
Kommentar : mehr

öV-Karte
Die Branche des öffentlichen Verkehrs plant, im Verlauf des Jahres  2015 die elektronische öV-Karte einzuführen. Sie besteht aus einem Chip, der in herkömmliche Plastikkarten eingebaut wird. Die Karte dient in erster Linie als elektronische Identifikation. Auf dem Chip sind lediglich die Personalien gespeichert. Welchen Fahrausweis ein Reisender hat, erkennt das Zugpersonal auf dem Lesegerät, sobald der Kunde seine Karte (mit integriertem) Chip an das Gerät des Zugbegleiters hält. Die Branche des öffentlichen Verkehrs plant in einem ersten Schritt die öV-Karte für Kundinnen und Kunden von General- und Halbtax-Abo einzuführen. Nutzung und Einsatz der Abonnemente verändern sich damit nicht. Die öV-Karte könnte auch an die bestehenden Mobile- und Online-Ticket-Lösungen angebunden werden. Die öV-Karte basiert auf bewährter RFID-Technologie, und weil sie nicht auf einem System mit GPS, WLAN oder Handy-Netz beruht, ist eine Ortung nicht möglich.
Die herkömmlichen Abonnemente würden ab 2015 schrittweise für jene Kundinnen und Kunden ersetzt, deren Abonnement ausläuft. Ziel ist es, Schritt für Schritt weitere Produkte zu integrieren, insbesondere Verbund-Abos sowie zusätzliche Angebote, die auf Bahnreisen nützlich sind (Velo- und Automiete, Gastro-Angebote der Speisewagen und Minibars und Freizeitangebote). Wichtig: Die Karte hat keinen Einfluss auf das Preisniveau der Billette und Abonnemente.
Vorteile der öV-Karte:
> Alle öV- und bahnahen Dienstleistungen mit einer Karte zugänglich
> Sanfte Modernisierung mit einer Technik (RFID), die weit verbreitetist
    und zuverlässig funktioniert (Badge für Türen, Skigebiete)
> Keine Auswirkungen auf den Preis der Billette
> Datenschutzfragen gewährleistet, weil auf der Karte lediglich der Name
    des Reisenden abgespeichert ist (analog zu den heutigen Abos, wo ebenfalls
    der Name vermerkt ist). Im Gegensatz zu heute wäre für Dritte nicht einmal
    der Name erkennbar, weil die Daten verschlüsselt werden.
> Verhältnismässig tiefe Kosten, voraussichtlich rund 10 Mal günstiger als BiBo.
Nachteile:
> Keine Weltneuheit im Sinne einer neuen Technologie.
> Kontakt mit Zugbegleiter immer noch zwingend nötig.


Ich freue mich aufs System Easy Ride 2.0
Ja
 
35 34.65%
Nein
 
57 56.44%
ist mir egal
 
6 5.94%
weiss nicht
 
3 2.97%
Gesamt   101  

Ich freue mich auf die öV-Karte
Ja
 
50 49.50%
Nein
 
33 32.67%
ist mir egal
 
16 15.84%
weiss nicht
 
2 1.98%
Gesamt   101  

Mir ist wichtig, dass meine Daten / Reisebewegungen für das öV-Unternehmen nicht ersichtlich sind und nicht für persönliches Marketing verwendet werden. Ich verlange, dass nur anonymisierte Daten weitergegeben werden und auf der Abrechnung erscheinen.
Ja
 
70 69.31%
Nein
 
15 14.85%
ist mir egal
 
16 15.84%
Gesamt   101  

Wie möchten Sie in Zukunft den öffentlichen Verkehr benützen? Wie bis jetzt, Billett am Schalter, am Automaten, via Internet oder telefonisch beziehen
Ja
 
52 51.49%
Nein
 
30 29.70%
ist mir egal
 
19 18.81%
Gesamt   101  

Wie möchten Sie in Zukunft den öffentlichen Verkehr benützen? Mit dem herkömmlichen GA, um so nicht registriert zu werden
Ja
 
60 59.41%
Nein
 
27 26.73%
ist mir egal
 
14 13.86%
Gesamt   101  

Wie möchten Sie in Zukunft den öffentlichen Verkehr benützen? Mit Easy Ride 2.0, weil ich die Möglichkeit schätze, erst später bezahlen zu müssen
Ja
 
25 24.75%
Nein
 
65 64.36%
ist mir egal
 
11 10.89%
Gesamt   101  

Wie möchten Sie in Zukunft den öffentlichen Verkehr benützen? Mit Easy Ride 2.0, aber anonym
Ja
 
23 22.77%
Nein
 
59 58.42%
ist mir egal
 
19 18.81%
Gesamt   101  

Wie möchten Sie in Zukunft den öffentlichen Verkehr benützen? Mit der öV-Karte, weil diese Technik bereits etabliert ist und an den Preisen und am Sortiment grundsätzlich nichts ändert
Ja
 
47 46.53%
Nein
 
36 35.64%
ist mir egal
 
18 17.82%
Gesamt   101