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Pro Bahn Schweiz gegen ein nationales Fernbusnetz - mit Ausnahme

Güter auf die Schiene, mehr Busse auf die Strasse!

Mit der Konzessionsvergabe an „Domo Swiss Express AG“ hat das Bundesamt für Verkehr eine wichtige Weiche im Schweizer öV-System gestellt. Domo Swiss Express AG hat die Konzession für den Betrieb von drei Fernbus-Linien erhalten. Es sind diese St. Gallen – Zürich – Biel – Genf Flughafen, Zürich Flughafen – Basel – Luzern – Lugano und Chur – Zürich – Bern – Sitten.

Aus unserer Sicht konkurrenzieren diese Linien das heutige bestehende Bahnnetz. Es handelt sich nicht um eine Ergänzung des öV-Systems, sondern um einen klaren konkurrenzierenden Parallelbetrieb. Deshalb spricht sich Pro Bahn Schweiz gegen ein nationales Fernbusnetz aus, ausgenommen es ergänzt das heutige öV-System. Es gibt bereits ergänzende Fernbusangebote, wie z.B. Chur – Bellinzona oder der Tellbus von Altdorf nach Luzern.

Die liberale Praxis vom Bundesamt für Verkehr ist problematisch, da sie die Konkurrenzierung «gut ausgelasteter» öV-Kurse zulässt – Fernbusanbieter werden kaum Linien in nachfrageschwache Gebiete anbieten, sondern sich auf ertragsstarke Kurse fokussieren. Folge der «Rosinenpickerei» ist eine schlechtere Auslastung des herkömmlichen öffentlichen Verkehrs. Dies führt im Regionalen Personenverkehr zu einer einschneidenden Unterdeckung
und somit zu höherem Abgeltungsbedarf durch Bund und Kantone. Der Kundschaft drohen steigende Preise oder ein Leistungsabbau. Im heute dichten öV-Netz besteht kein wirkliches Kundenbedürfnis nach parallel betriebenen Fernbussen. Parallelverkehr und seine Kostenfolgen für die Steuerzahlenden und Reisenden bringen keinen wesentlichen Vorteil.

Medienmitteilung 19.02.2018


19.02.2018 20:32:50