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Es sind 2% zu viel !

Kein Stopp beim Abbau des Wagenladungsverkehrs der SBB

SBB Cargo will den Abbau im Wagenladungsverkehr zwar abfedern, was gleichwohl bedeutet, dass 128 anstatt wie vorgesehen 155 Güterverladepunkte nicht mehr angefahren werden sollen. Rund 18 % der von der Streichung bedrohten Verladestellen bleiben erhalten. Das ist wenig.
Pro Bahn Schweiz, die Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs anerkennt, dass SBB Cargo auf verschiedene Kundenwünsche eingegangen ist, ebenso nimmt Pro Bahn zur Kenntnis, dass mit diesen Massnahmen 98 % des Güterverkehrs auf der Schiene verbleiben, sich der Verlust also in Grenzen hält. Trotzdem: Es sind dies 2 % zu viel, und es gilt sicherzustellen, dass die verlorenen 2 % kompensiert oder übertroffen werden.
Immerhin gilt die von Pro Bahn Schweiz geforderte Kreativität wenigstens bei acht weiteren Bedienpunkten, wo die Lösung mit Ganzzügen gefunden werden konnte. Auch wird die kommerzielle Begründung verstanden, wonach die wenigen Grosskunden nicht bereit sind über den Frachtpreis die unrentablen Verladepunkte zu sanieren. Trotzdem: Insbesondere Anschlussgeleise sollen wenn immer möglich gerettet werden. Kommt dazu, dass der Bundesrat in diesem Herbst dem Parlament einen Bericht vorlegen soll, wie der Binnengüterverkehr in der Schweiz gestärkt werden soll. Diese Aussagen und die daraus folgenden Beschlüsse müssen zumindest abgewartet werden, bevor weitergehende Massnahmen getroffen werden, denn jede Umstellung von der Schiene auf die Strasse ist in aller Regel unwiderruflich.
Gerade weil es gilt, die politische Entwicklung abzuwarten, und erst dann definitive Schlüsse zu ziehen, steht Pro Bahn Schweiz weiterhin hinter der Petition „Stopp dem Kahlschlag beim Wagenladungsverkehr“

 


06.06.2012 21:23:55