Bitte warten...

Aktuell

Pro Bahn Sektion Ostschweiz       (22.07.2017)


Tunneldurchstich im Ruckhaldetunnel

2017_OS_AB--Tunnel.jpg  

Rund ein Jahr nach Baubeginn ist diese Woche im Ruckhaldetunnel zwischen St. Gallen und Teufen der Durchstich erfolgt. Rund 180 Leute aus Politik und öffentlichem Verkehr verfolgten diesen für die Appenzeller Bahnen so wichtigen Meilenstein. Es wird noch etwas mehr als ein Jahr dauern, bis die ersten Züge durch diesen Tunnel fahren werden.
Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 werden neue Züge ohne Zahnradhilfe die Strecke zwischen Trogen – St. Gallen – Appenzell zurücklegen. Dies ermöglicht Einsparungen in Betrieb und Unterhalt, was durchaus auch der Bahnkundschaft zu Gute kommen wird. So ist vorgesehen, einen Viertelstundentakt zwischen Teufen und St. Gallen einzuführen. Spätestens dann besteht keine Notwendigkeit mehr, sich über Staus beim Ortseingang nach St. Gallen aufzuregen. Mit dem Zug kommt man schneller und bequemer an den Arbeitsplatz oder in den Ausgang. Auch ist vorgesehen, zu Hauptverkehrszeiten einen Schnellzug zwischen Appenzell und St. Gallen einzusetzen, der die Bahnkundschaft in rund 35 Minuten nach St. Gallen zur Arbeit oder zu den Schnellzügen Richtung Zürich und München bringt.
Ab April 2018 wird die Strecke zwischen St. Gallen und Teufen für verschiedene Ausbauarbeiten gesperrt. In dieser Zeit wird ein Busersatz eingesetzt.

S 3 nach Bregenz
Anlässlich des Starts des S Bahn Konzepts St. Gallen 2013 wurde in Aussicht gestellt, die S 3, die heute zwischen St. Gallen und St. Margrethen im Rheintal verkehrt, bis nach Bregenz weiterzuziehen. Im Hinblick darauf wurde sogar die Nummerierung im S-Bahn System geändert, weil die Linie von Bregenz nach St. Margrethen die Nummer 3 trägt. Leider ist in der Zwischenzeit noch nichts geschehen.
Nun hat Pro Bahn Ostschweiz vom zuständigen Regierungsrat erfahren, dass gute Chancen bestehen, diese Linie beim Fahrplanwechsel 2018, spätestens 2019 bis nach Bregenz und eventuell sogar nach Lindau weiterzuziehen. Das wäre ein grosser Schritt, um die touristisch so wichtige Bodenseeregion noch besser über die Landesgrenzen zu erschliessen. Auch wäre es ein weiterer Schritt hin zu einer attraktiven Gürtelbahn rund um den Bodensee.
Bei dieser Gelegenheit könnte auch ein Schritt vorwärts beim Thema Anschlussbillette und Abonnements über die Landesgrenzen hinweg gemacht werden. Diese sind nach wie vor so kompliziert, dass kaum jemand den Durchblick hat. Hoffen wir, dass wir schon bald erfreuliche Nachrichten dazu vernehmen.
(Bild AB, Texte: B. Eberle, 22.07.2017)



Streckensperrung zwischen Frauenfeld und Weinfelden


Vom 29. Juli bis 6. August 2017 wird die Strecke zwischen Frauenfeld und Weinfelden für den gesamten Zugsverkehr gesperrt. Grund dafür ist die Erneuerung der Fahrleitung und der Bau einer zweiten Unterführung im Bahnhof Weinfelden. In dieser Zeit fahren Bahnersatzbusse auf dieser Strecke, aber auch von Frauenfeld direkt nach Kreuzlingen. Im Einsatz stehen Busse von Postauto, der Bus Ostschweiz und der Regiobus Gossau. Für den Güterverkehr (BINA Bischofszell, Postverteilzentrum Frauenfeld) mussten neue Zufahrtswege gefunden werden, beispielsweise eine Spitzkehre in Winterthur!

Solche Sperrungen sind in der Sommer- und Ferienzeit nicht aussergewöhnlich. Relativ neu ist, dass auch die SBB das Mittel der Vollsperrung anwendet. Die SOB bildet schon seit einigen Jahren sogenannte Cluster, also Strecken, bei denen die verschiedensten Unterhaltsarbeiten in der gleichen Zeit ausgeführt werden. Die Sommerzeit bietet sich dafür an, fällt doch der Schülerverkehr weg, ein Teil der Pendlerinnen und Pendler sind auch in den Ferien, also sind die Frequenzen tiefer. Ausserdem sind die Tage länger, so dass länger und intensiver gearbeitet werden kann.

Nach Angaben der SBB werden so mindestens 20 % der Kosten gespart, weil intensiv gearbeitet werden kann und nicht nur das immer kürzer werdende Nachtfenster für Unterhaltsarbeiten genutzt werden kann. Es ist also auch im Interesse der Bahnkundschaft, wenn eine Strecke eine verhältnismässig kurze Zeit ganz gesperrt wird und dabei auch noch Unterhaltskosten gespart werden.
(Text: B. Eberle, 11.07.2017)

Jahresberichte von Transportunternehmen in der Ostschweiz

Frühling und Frühsommer ist die Zeit der Generalversammlungen und Jahresberichte aus der Ostschweiz. Wie immer gibt es da Licht und Schatten. Hier ein Kurzbericht aus der Ostschweiz:

Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein
Die relativ schlechte Saison 2015 zwang die Gesellschaft, das ganze Geschäftsmodell zu überdenken und neu zu organisieren. Das führte teilweise zu schmerzlichen Veränderungen. Auf der andern Seite verhalfen eine Kapitalerhöhung und zinslose Darlehen der Kantone Schaffhausen und Thurgau zu neuem Geld. Auf den Schiffen wurde die Gastronomie wieder in die eigenen Hände genommen. Dies alles führt zu einer schon sichtbaren Verbesserung. Noch viel mehr bringen würde eine schöne Sommer- und Herbstsaison 2017 mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern auf dieser landschaftlich überaus schönen Strecke zwischen Kreuzlingen und Schaffhausen auf dem Untersee und Rhein.

Rhätische Bahn
Die Rhätische Bahn kann auf ein erfolgreiches 2016 zurückschauen. Bei gleichem Personalbestand konnten die Verkehrsleistungen und Erträge gesteigert werden. Noch viel stärker stiegen die Investitionen, was die Grundlage für zukünftige Erfolge legen wird. Der neue Direktor vereinigt Erfahrung und Jugend, was der Rhätischen Bahn ohne Zweifel gut tun wird. Die Rhätische Bahn ist die Infrastruktur des Kantons Graubünden schlechthin, aber auch eine wichtige Tourismusbahn. Diese beiden Ansprüche wollen erfüllt sein. Die RhB ist auf gutem Weg dazu.

Autobetrieb Sernftal AG
Die Gesellschaft kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, das im Zeichen des Stabwechsels in der Direktion stand. Es konnte ein neues Fahrzeug in Betrieb genommen werden, womit nur noch Niederflurbusse im Einsatz sind. Die Autobetrieb Sernftal AG hat ihr Interesse für weitere Buslinien im Glarnerland angemeldet und wird sich entsprechend bewerben.

Südostbahn
Die SOB konnte ein dem Vorjahr vergleichbares Jahr in Sachen Verkehrsleistungen und Erträge ausweisen. Im Berichtsjahr konnte sie einmal mehr ihrem Ruf als Ideenlabor der schweizerischen Transportunternehmen gerecht werden. Ihre Bewerbung für die Rheintallinie Chur – St. Gallen – Wil (später Zürich) und die Gotthard-Bergstrecke hat die Mitbewerber aufgerüttelt. Ebenso die Vorarbeiten für ein eigenes Billett-App und die Bestellung des Nachfolgezuges für den Voralpen-Express. Als Beispiel darf auch der Unterhalt der Infrastruktur gelten, wo jeweils im Sommer eine Strecke für fünf Wochen gesperrt wird und dort in intensiver Arbeit alle Unterhaltsarbeiten an Gleis und Tunnels erbracht werden. Auch dies ein nachahmenswertes Beispiel für andere Transportunternehmen.

Appenzeller Bahnen
Von den Zahlen her war 2016 ein mit dem Vorjahr vergleichbares Jahr. Die AB wurde eher durch ein grosses Infrastrukturprojekt und die Beschaffung von Rollmaterial im Hinblick auf die Durchmesserlinie in der Stadt St. Gallen gefordert. Die Arbeiten im Ruckhaldentunnel gehen planmässig voran, in diesem Sommer soll der Durchstich erfolgen. Dieser Tunnel ist Voraussetzung für den zukünftigen Viertelstundentakt und den Verzicht auf Zahnrad zwischen St. Gallen und Appenzell. Die Inbetriebnahme ist für den Oktober 2018 vorgesehen.

Thurbo
Auch bei Thurbo waren die Verkehrsleistungen wie die Finanzzahlen mit dem Vorjahr sehr vergleichbar. Was aber heraussticht, ist der Erfolg des direkten Zuges St. Gallen – Konstanz. Dieser wird immer wieder mit Einkaufstourismus gleichgesetzt. Dieser findet statt, aber es ist erfreulich, dass auch Leute vom Auto auf die Bahn umsteigen. Es fahren aber auch Professoren und Studenten von Konstanz nach St. Gallen, ebenso viele Pendlerinnen und Pendler von Kreuzlingen und Romanshorn nach St. Gallen. Eine grosse Chance bietet sich dem Tourismus, um die vielen Touristen in der Sommerzeit vom Bodensee nach St. Gallen und auf den Säntis zu locken. (Siehe auch frühere Beiträge auf dieser homepage zur Weiterführung der Linie nach Schaffhausen nach Basel auf der Hochrheinstrecke).
(Text: B. Eberle, 28.06.2017)
 

Mehr Platz für längere Züge

St. Galler Tagblatt, 13. Juni 2017

Die SBB bauen das Angebot im Fern- und Regionalverkehr im Raum Ostschweiz aus. Künftig fahren auf der Strecke Zürich–Winterthur–St. Gallen 400 Meter lange Doppelstockzüge. Da der Abstellplatz für diese Züge im Bereich des Güterbahnhofs in St. Gallen nicht ausreiche, verlängere die SBB zwei Abstellgleise in St. Gallen St. Fiden, heisst es in einem Communiqué. Für die neuen Züge müssten sie auf 414 Meter und 446 Meter verlängert werden.
Die Bauarbeiten dauern von Juni bis September. Die Kosten belaufen sich auf rund 5,9 Millionen Franken und werden über das Programm «Zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur» (ZEB) sowie die Leistungsvereinbarung zwischen den SBB und dem Bund finanziert.
Es sei zu hoffen, dass die SBB auch Vorarbeiten für den Halt von Fernverkehrszügen träfen, heisst es in einer ersten Reaktion von Pro Bahn. Spätestens im Hinblick auf die Überbauung St. Fiden auf dem ehemaligen Güterbahnhofareal kämen auch die SBB auf die Idee, Fernverkehrszüge von und nach St. Fiden zu führen. Dort können sie dann auch abgestellt werden: «Reisende östlich von St. Gallen würden dann St. Fiden als Hub benutzen.» (cz)

(13.06.2017)


Pro Bahn Ostschweiz zu fairtiq

Der Tarifverbund Ostwind führt per 1. Juni 2017 den öV-App „fairtiq“ ein, wenig später sollen die Rhätischen Bahnen folgen.
Pro Bahn Ostschweiz hat sich mit diesem System befasst und festgestellt, das System verschiedene gravierende Nachteile aufweist. Ein grosser Pluspunkt könnte aber sein, dass die grossen Transportunternehmen SBB und Postauto schweizweit ein einheitliches elektronisches Bezahlsystem wie BiBo (be in, be out) einführen. Leider wurde das System BiBo vor einigen Jahren auf Eis gelegt.
Der grösste Nachteil von „fairtiq“ liegt darin, dass es sich nur um ein Tagessystem handelt. Es wird also nicht über eine Woche oder einen Monat geprüft, wieviele Fahrten ein Kunde oder eine Kundin unternimmt. Nur so könnte das günstigste Ticket oder Abonnement ermittelt werden.
Der zweite grosse Nachteil liegt in der fehlenden Kompatibilität des Systems. Auch wenn Ostwind und Rhätische Bahnen das System nutzen, muss bei einer Fahrt aus dem Ostwindgebiet ins Bündnerland dort wieder ein neues Ticket gekauft werden. Das ist völlig unverständlich.
Der Standort bei Beginn und Ende einer Reise wird mit dem GPS des smartphones ermittelt. In einem grösseren Bahnhof hat man aber keinen GPS Empfang. Dann soll der Standort über das Telefonnetz ermittelt werden. Ob dies von Anfang an funktioniert, ist noch ungewiss. Die Gefahr ist dann gross, dass man vergisst, sich aus dem System abzumelden. Die Folge ist dann ein zu teures Ticket.
Ein weiterer negativer Punkt ist das smartphone selber. Entgegen den Behauptungen vom Tarifverbund Ostwind verfügt ein wesentlicher Teil der Generation 50 + zwar über ein Handy, nicht aber über ein Smartphone. Also ist ein grosser Teil der Bevölkerung von diesem System ausgeschlossen.
Im Moment sind verschiedene Transportunternehmen daran, gleich drei E-Ticket-Systeme einzuführen: Ostwind und Rhätische Bahnen führen „fairtiq“ ein, das bereits bei Transportunternehmen in den Kantonen Fribourg, Bern und Graubünden eingeführt ist. Die BLS ist daran, das System „Lezzgo“ einzuführen, die SOB möchte das System „Abilio“ einführen, eine Art BiBo-System. Drei verschiedene Systeme für e-Ticketing sind nicht sehr kundenfreundlich.
Die einzige Hoffnung ist, dass dieser unmögliche Zustand dazu führt, dass SBB und Postauto Schweiz ein schweizweites, kundenfreundliches System für alle einführt. Das war ja schliesslich ein wesentlicher Grund zur Einführung des SWISSPASS!
(Text: B. Eberle, 24.05.2017)


Betriebsunterbruch

Zwischen 29. Mai und 2. Juli 2017 finden zwischen Feldkirch und Buchs SG auf dem Gebiet des Fürstentums Liechtenstein umfangreiche Bauarbeiten statt. An einigen Stellen wird der gesamte Gleiskörper erneuert. In dieser Zeit verkehr keine Züge. Reisende aus der Schweiz reisen mit normalen SBB-Zügen bis Sargans oder Buchs SG, von dort verkehren OeBB-Busse nach Feldkirch. Der Railjet verkehrt ab dort. Information ÖBB
Die Nachtzüge werden über St. Gallen umgeleitet. Allerdings halten sie dort nicht und fahren direkt nach Zürich.

(Quelle: OeBB/ B. Eberle, 06.05.2017)


Neuer Präsident bei Pro Bahn Ostschweiz

An der Mitgliederversammlung 2017 von Pro Bahn Ostschweiz in St. Gallen wurde das bisherige Vorstandsmitglied Bruno Eberle zum neuen Präsidenten von Pro Bahn Ostschweiz gewählt. Die andern Vorstandsmitglieder wurden im Amt bestätigt.

Der bisherige Präsident, Dr. Benedikt Zeller, ist nach vier Jahren als Präsident zurückgetreten. Grund dafür ist die starke gestiegene Belastung in Beruf und Familie. Nebst seiner Tätigkeit an einer Fachhochschule erfolgte kürzlich noch eine Berufung als Dozent an die ETH. Neben dieser starken Belastung war es nicht mehr möglich, das Präsidentenamt weiter auszuüben. Der Vizepräsident Jürg Ehrbar verdankte die Arbeit von Dr. Benedikt Zeller und überreichte dem scheidenden Präsidenten ein Geschenk, das selbstverständlich einen Bezug zum öffentlichen Verkehr hat.

Bruno Eberle hat mehrjährige Erfahrung im öffentlichen Verkehr aus seiner Tätigkeit als SBB-Kundenbeirat und Vorstandsmitglied bei Pro Bahn Schweiz. Mit dem öffentlichen Verkehr hatte er bereits in seiner 16 Jahre dauernden Tätigkeit im Stadtparlament St. Gallen zu tun. Seit dem Jahr 2000 kommentiert er in verschiedenen Ostschweizer Medien die regionale Politik, insbesondere Wahlen.

Die Mitgliederversammlung besuchte am Nachmittag die Leitstelle und das Depot der VBSG in St. Gallen. Damit soll auch symbolhaft gezeigt werden, dass sich Pro Bahn nicht nur mit dem öffentlichen Verkehr auf der Schiene, sondern mit allen Teilnehmern des öV beschäftigt. Gerade der Uebergang vom einen zum andern Transportunternehmen kann noch weiter verbessert werden und soll in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt in der Tätigkeit von Pro Bahn Ostschweiz bilden.
(Text: B. Eberle, 20.03.2017)


Mitgliederversammlung 2017
Samstag, 18. März 2017,  Bahnhof St. Gallen, Rosenberg-Saal des Migros-Restaurants

Programm
10:00    Eintreffen im Rosenberg-Saal des Migros-Restaurants im HB St. Gallen.    
10:30    Statutarischer Teil der Mitgliederversammlung
12:00    Mittagessen.
13:30    Kultureller Teil
16:00    Schluss der Veranstaltung
Mehr Details ...
(Text: J. Ehrbar, 24.02.2017)


Stellungnahme Konzept öffentlicher Verkehr Kanton Thurgau 2019 bis 2024

Pro Bahn Sektion Ostschweiz anerkennt und begrüsst die grosse Arbeit, die der Kanton Thurgau mit dem Konzept öffentlicher Regionalverkehr 2019 – 2024 vorlegt. Besonders begrüssen wir den weiteren Ausbau des Schienenverkehrs (Halbstundentakt), den darauf abgestimmten Busverkehr mit Schliessung von Taktlücken. Besonders heben wir das Ziel hervor, dass nebst Schiene und Bus auch auf die Schifffahrt auf dem Bodensee geachtet wird. Nach unserer Auffassung stellt die Fähre Romanshorn – Friedrichshafen eine wichtige Verbindung dar, die einen Halbstundentakt verdient.
Die Tourismusregion Bodensee hat ohne Zweifel noch viel Potential.
Das ganze Konzept macht aber wenig Sinn, wenn Teile der potentiellen Kundschaft nicht über genügend Informationen (schriftliche Fahrpläne) oder die Möglichkeit zum Erwerb von Billetten hat.
Pro Bahn Sektion Ostschweiz unterstützt den Kanton Thurgau bei den Bestrebungen, bediente Schalter zu erhalten. Nur damit kann die Generation 50+ weiter an den öffentlichen Verkehr gebunden werden.
Mehr... (Stellungnahme Sektion Ostschweiz)
Mehr... (Konzept öffentlicher Verkehr Kanton Thurgau 2019 bis 2024)  

Konzept Seerücken Winterthur - Stein am Rhein 2018
Mehr....

Fahrplanbegehren 2017
Aus dem beigelegten Dokument ist ersichtlich welche Forderungen die Sektion Ostschweiz für den laufenden Fahrplan 2016-2017 gestellt hat.
Mehr...
(Text: M. Streuli, 06.02.2017)


Strom am Hochrhein

2017_OS_DB-Hochrhein.jpg



Ein Zug verlässt den Bahnhof Waldshut in Richtung Basel. Oberleitungen fehlen, die Strecke ist nicht elektrifiziert. (Bild: Sebastian Keller)

Die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke wurde bisher nie verwirklicht. Im neuen Jahr sollen nun die Planungen beginnen. Eine Realisierung würde auch für die Ostschweiz interessante Möglichkeiten eröffnen.
Mehr ....(Mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung 4.1.2017 "Ostschweiz am Sonntag")


«Wir schauen den SBB auf die Finger»

"Ostschweiz am Sonntag" 
Interview: Sebastian Keller, Patrick Baumann
Bilder: Urs Bucher

Öffentlicher Verkehr:  Heute Sonntag (11.12.2016) wechselt der Fahrplan. Ein guter Zeitpunkt, um mit Bruno Eberle von Pro Bahn über steigende Billettpreise, gedruckte Fahrpläne, Abfallkübel in den Zügen und den langweiligen Gotthard-Basistunnel zu sprechen.

Bruno Eberle, welches war Ihr erstes Erlebnis mit der Bahn?
Mein Vater war stark sehbehindert, deshalb machten wir alle Ausflüge mit dem öffentlichen Verkehr. Wir fuhren mit dem Zug an den Bodensee oder nach Trogen, als Zehnjähriger kam mir das wie eine Weltreise vor. Ich war begeistert, konnte schon früh Fahrpläne lesen....

Mehr.. >  Seite 1, Seite 2

Besten Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung durch Pro Bahn Schweiz

(B.Eberle, 15.12.2016)

Verkehr im Bodenseeraum, neue Verbindung der Ostschweiz nach Basel  
  
Anlässlich der Herbsttagung der IGöV legten drei hochkarätige Referenten die möglichen Zukunftsszenarien im Bodenseeraum dar. Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, Walter Schönholzer, Regierungsrat Kanton Thurgau, Vorsteher des DIV und Paul Rechsteiner, Ständerat St. Gallen und Mitglied der Verkehrskommission stellten ihre Pläne für den Bodenseeraum vor. Erstaunlicherweise liegen diese nicht allzu weit auseinander. Das grosse Fragezeichen, wie immer bei solchen Fragen, liegt bei der Finanzierbarkeit all der angedachten Projekte.
Minister Herrmann legte die Ausgangslage im Land Baden-Württemberg dar. Es besteht ein grosser Modernisierungsbedarf bei Schiene und Rollmaterial. So sind weite Teile des Netzes noch nicht elektrifiziert, was den Einsatz von nicht mehr zeitgemässen Dieselloks notwendig macht. Bei vielen Linien wäre ein Ausbau auf Doppelspur oder wenigstens die Schaffung von neuen Kreuzungsstellen wünschenswert. Viele früher bestehende Linien, die vor Jahrzehnten aufgehoben wurden, wären heute von grossem Nutzen. Aber es wäre unrealistisch, diese wieder zu erstellen. Dies würde die vorhandenen finanziellen Mittel bei weitem übersteigen. Viele dieser Linien sollen durch Regiobuslinien ersetzt werden. Diese sollen die Mittel- und Unterzentren mit den Städten verbinden, wo kein Schienenverkehr vorhanden ist. Dieser soll schnell und bequem sein, also weniger Haltestellen als der Nahverkehr aufweisen.

Bei den grossen Bahnlinien besteht überall grosser Nachholbedarf. Die begrenzten finanziellen Mittel erfordern aber eine Staffelung. Bei der Gäubahn Singen – Stuttgart sind die Ausbauten schon relativ weit fortgeschritten. Um aber eine schnelle Verbindung Zürich – Stuttgart zu erhalten, ist der Einsatz von Neigezügen notwendig. Die DB hat diese abgeschafft, so dass man nun an die ETR 610 der SBB denkt. Grössere Investitionen sind bei der Südbahn (Lindau) – Friedrichshafen – Ulm  notwendig. Diese soll 2017 – 2020 elektrifiziert werden. Dies ist auch für die Ostschweiz wichtig, weil damit auch eine schnelle Verbindung über Bregenz/Lindau nach Stuttgart möglich wird. Ebenso soll die Bodenseegürtelbahn Radolfzell – Lindau elektrifiziert werden. Auch dies ist besonders auf der Strecke Lindau – Friedrichshafen für die Schweiz sehr wichtig. Noch viel wichtiger ist der zeitgemässe Ausbau der Bodenseegürtelbahn für die wirtschaftliche und touristische Erschliessung des Bodenseeraumes. Dies betrifft alle drei Anrainerstaaten.

Eine besondere Beachtung verdienen die Pläne für die Hochrheinlinie Schaffhausen – Basel. Diese sollte auch aus württembergischer Sicht dringend elektrifiziert werden. Bekanntlich ist der schaffhausische Teil bis Erzingen bereits auf elektrifizierte Doppelspur ausgebaut. Es fehlen also noch 144 km bis Basel. Allenfalls sind noch neue Kreuzungsstellen notwendig. Allein die Elektrifizierung soll 160 Mio. Euro kosten. Die deutsche Seite erhofft sich eine Mitfinanzierung durch die Schweizer Seite. Noch vor Weihnachten in diesem Jahr soll ein Entscheid des Deutschen Bundestages erfolgen, ob diese Linie Fernverkehr (100 % Finanzierung durch den Bund) oder Regionalverkehr (Finanzierung 60 % Bund, Rest Baden-Württemberg und allenfalls Schweiz) darstellen soll. Für diese Linie ist je nach Verkehrsaufkommen ein Stunden oder sogar ein Halbstundentakt vorgesehen.

Regierungsrat Walter Schönholzer, Kanton Thurgau,  legte die grossen Fortschritte des öffentlichen Verkehrs im Kanton Thurgau dar. War dies noch ohne allzu grosse Bauvorhaben möglich, sind nun für die vorgesehenen Ausbauten im öV Konzept 2019 – 2024 grosse bauliche Investitionen notwendig. Dafür sind CHF 7,4 Mio. eigene Mittel und CHF 300 Mio. aus Bundesmitteln bereitgestellt. Konkret sind diese Massnahmen vorgesehen:
•    Halbstundentakt auf allen S-Bahnlinien 5–24 Uhr, Montag-Freitag
•    Neue, schnelle S44 Weinfelden – Konstanz ab 2024
•    Stundentakt RE Konstanz – Kreuzlingen Hafen – Romanshorn – St. Gallen
•    Neue schnelle S-Bahn Weinfelden – Romanshorn im Stundentakt
•    Verlängerung S12 Zürich – Stadelhofen – Winterthur bis nach Wil im Stundentakt
•    Bessere Anschlüsse in den Knoten Schaffhausen, Kreuzlingen, Romanshorn und
      Rorschach

Ein für den Kanton Thurgau ebenso wichtiger Ausbauschritt wie Schiene und Strasse stellt die Fähre Romanshorn – Friedrichshafen dar. Es macht wenig Sinn, wenn die S-Bahn Romanshorn halbstündlich erreicht, die Fähre aber nur stündlich verkehrt. Der kürzliche Entscheid der eidgenössischen Räte, die Zollstation Romanshorn nicht aufzuheben, ist ebenso eine Aufforderung, diese Fährverbindung aufzuwerten. Es ist deshalb vorgesehen, eine dritte Fähre zu beschaffen. Diese soll neueste Technologie aufweisen, nämlich elektrisch betrieben sein. Dies erfordert schnelle und leistungsfähige Ladestationen in beiden Häfen. Die Investitionen von rund CHF 10 Mio. sollen hälftig geteilt werden. Allerdings steht auf deutscher Seite noch nicht fest, aus welchem Fonds oder welcher Kasse dieser Betrag kommen könnte.

Der Thurgauer Regierungsrat Walter Schönholzer wies wie der Verkehrsminister von Baden-Württemberg auf die Wichtigkeit des Ausbaus der Hochrheinlinie hin. Diese ist für beiden Seiten des Rheins genau gleich wichtig. Ein sehr wesentlicher Teil davon ist, dass auch die schweizerischen GA und Halbtax auf dieser Strecke gültig sein sollen. Dies rechtfertigt auch einen Schweizer Beitrag an die Ausbaukosten. Mit gutem Willen und zügiger Planung solle es möglich sein, diese neue Hochrheinlinie 2025 in Betrieb zu nehmen. Dies bestätigte am Rand der Veranstaltung auch Patrick Altenburger, neuer CEO der SBB Deutschland GmbH. Mit der Hochrheinlinie wäre es möglich, den RE St. Gallen – Konstanz nach Singen, Schaffhausen, Basel Badischer Bahnhof und wenn irgend möglich nach Basel SBB weiterzuziehen.

Der St. Galler Ständerat Paul Rechsteiner, Mitglied der Verkehrskommission legte schliesslich seinen langjährigen Einsatz zugunsten der Rheintallinie, des Konzepts Bahn-Y und für eine verbesserte internationale Linie Zürich – St. Gallen – München dar. Ab 2021 soll nun endlich die elektrifizierte und beschleunigte Eurocity-Linie in Betrieb gehen und damit wieder eine attraktive Verbindung nach München aufleben.
Im St. Galler Rheintal soll nun zügig ein Halbstundentakt für den Rheintalexpresss angestrebt und diese Linie endlich vollständig ins Fernverkehrsnetz (bisher 50 %) aufgenommen werden. Die Linie Chur – St. Gallen – Wil hat definitiv Fernverkehrscharakter.

Die Hochrheinstrecke, die Ständerat Paul Rechsteiner selbstverständlich auch ausdrücklich als grosse Chance versteht, soll möglichst bis 2025 realisiert werden. Damit würde St. Gallen, Teile des Kantons Thurgau auf anderem Weg unter Umgehung des ohnehin überlasteten Knotens Zürich Basel in 130 oder sogar 120 Minuten erreichen können. Das wäre eine wirkliche Alternative!
Mit dem CEO SBB-Deutschland GmbH, Patrick Altenburger, waren sich alle Referenten einig, dass die Prioritäten in der Reihenfolge Südbahn nach Stuttgart, Hochrheinlinie nach Basel und dann die Bodenseegürtellinie angegangen werden solle. Dies liegt durchaus im Interesse der deutschen wie der schweizerischen Seite von Bodensee und Rhein.
(Text: B.Eberle, 04.11.2016)

Baubeginn des Ruckhaldetunnels     

In St. Gallen ist der offizielle Baubeginn des Ruckhaldetunnels erfolgt. Wie es sich bei einem Tunnel gehört, wurde zuerst die Statue der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Mineure und Bergarbeiter eingesegnet. Anschliessend erfolgte die erste Sprengung vor Publikum. Mit eindrücklichem Getöse gab es einen Abschlag, wie es im Fachausdruck heisst, von rund zwei Metern.
Der Durchschlag des rund 700 Meter langen Tunnels soll in einem Jahr erfolgen. Nach dem Ausbau des Tunnels soll er im Oktober 2018 in Betrieb gehen.  Der neue Tunnel verkürzt nicht nur die Reisezeit aus dem Appenzellerland nach St. Gallen, sondern bringt betrieblich viele grosse Vorteile. Die bisherige Zahnradstrecke in der Ruckhalde fällt weg, so dass die Triebwagen auch nicht mehr die dazu nötige tonnenschwere Einrichtung bis Appenzell schleppen müssen. Weiter entfallen lange Stillstandzeiten im Bahnhof St. Gallen, weil die Züge eben als Durchmesser durch St. Gallen hindurch weiter nach Trogen fahren. Der Tunnel wird auch einen Viertelstundentakt und morgens einen Schnellzug von Appenzell nach St. Gallen in 35 Minuten ermöglichen. Dies sollte ein grosser Anreiz zum Umstieg vom Auto auf die AB sein.
Für Interessierte führen die Appenzeller Bahnen noch bis Oktober öffentliche Baustellenführungen durch. Dabei besteht auch noch Gelegenheit, von der spektakulären Ruckhaldenkurve Abschied zu nehmen, wo sich das Appenzeller Bähnli knirschend in die Höhe windet.
Weitere Informationen auf www.modernisierung-ab.ch
(Text: B.Eberle, 01.09.2016)

Ein kleines Wunder im Glarner Landrat

Nachdem sich die Glarner Mitglieder von Pro Bahn immer wieder für einen attraktiven Fahrplan im Glarnerland eingesetzt haben, bei der Regierung aber immer auf taube Ohren gestossen sind, ist nun ein kleines Wunder passiert.
Eine Mehrheit des Glarner Landrates hat ein Postulat mit dem Auftrag, die auch von Pro Bahn vorgeschlagene Variante mit zwei Zügen bis Linthal ernsthaft zu prüfen, an die Regierung überwiesen. Die Regierung sprach sich erfolglos für eine Abschreibung des Postulates aus, weil die Varianten ja bei der Wirkungsanalyse des Fahrplanes 2014 geprüft würden. Die Mehrheit des Landrates blieb aber standhaft und überwies das Postulat.
Mit dem Druck dieses Vorstosses besteht doch eine grössere Chance, dass die von Pro Bahn aufgezeigten Alternativen ernsthaft geprüft und vielleicht dereinst umgesetzt werden. Die grosse Arbeit der entsprechenden Arbeitsgruppe von Pro Bahn ist erfreulicherweise im Landrat auf fruchtbaren Boden gestossen.

(Text: B.Eberle, 01.09.2016)

Neugestaltung HB St. Gallen

Beim Umbau des Hauptbahnhofes St. Gallen konnte eine erste Etappe abgeschlossen werden. Mit dem erstaunlich grossen Coop-Geschäft im SBB Dienstgebäude wird den Reisenden und den Stadtbewohnerinnen und –bewohnern ein kleiner Supermarkt mit sehr langen Oeffnungszeiten präsentiert. Gleichzeitig wird die St. Galler Politik daran erinnert, dass man seit Jahrzehnten nicht imstande war, ein den heutigen Bedürfnissen entsprechendes Ladenschlussgesetz zu erlassen.
Die Baustellenbesichtigung bestätigt die Tatsache, dass der Umbau leider den Zugang für die Kundschaft der SBB eher verschlechtert. Das Reisezentrum wird nicht etwa in der gut erreichbaren und schönen Schalterhalle platziert, sondern rund 30 Meter westlich.
Pro Bahn Ostschweiz hat es immer als richtig erachtet, dass für Kundenbedürfnisse nicht benötigter Raum vermietet wird und mit diesen Einnahmen der Aufwärtsdruck auf Abonnements und Tickets gemildert wird. Erste Priorität haben aber die Bedürfnisse der Kundschaft der SBB. Es ist unverständlich, warum die Kunden der SBB mit einer zweitklassigen Lage des Reisezentrums vorlieb nehmen müssen.

2016_OS_BhfSG-2.jpg



Wenigstens werden in diesem Kundenzentrum Schalter, Beratung, Gepäckaufbewahrung und Check-in am Bahnhof an einer Stelle zusammengefasst. Für die gute Erreichbarkeit mit schwerem Gepäck muss aber noch eine Lösung gefunden werden. Pro Bahn Ostschweiz erwartet bei zukünftigen Umbauten von Bahnhöfen, dass in erster Linie die Interessen der Kunden gewahrt werden und erst dann jene der Immobilien-Abteilung.
Diese Versetzung nach Westen finde ich nicht gut. Die Personenströme werden nicht viel anders sein. Die Leute, die das Reisezentrum aufsuchen kommen auch weiterhin aus der Stadt bzw. von den Bussen unmittelbar vor der Schalterhalle.
(Bild: SBB; Text: B. Eberle, 29.08.2016)

Neuer Voralpenexpress

2016_OS_SOB-2.jpg   
    

In Herisau haben die Vertreter der Südostbahn SOB und von Stadler Rail die Verträge zum Kauf von 11 Kompositionen der neuesten Generation von FLIRT unterzeichnet. Diese sollen ab dem Fahrplanwechsel 2019/20 die in die Jahre gekommenen Züge des Voralpenexpress ersetzen.

Dabei handelt es sich um sechs 8-teilige und fünf 4-teilige Triebzüge. Im Normalfall sollen von St. Gallen bis Rapperswil je ein Triebzug fahren, von dort bis Luzern fährt aufgrund des weniger grossen Verkehrsaufkommens nur noch der 8-teilige Zug weiter. Wie gewohnt bei der SOB sind die Züge geschmackvoll und sehr kundenfreundlich ausgestaltet. Stufenlose Eingänge, Bistroabteile, Mehrzweckflächen und eine übersichtliche Innenraumgestaltung sollen ein angenehmes Fahren durch eine landschaftlich reizvolle Landschaft ermöglichen. Eine Steckdose an jedem Platz gehört zum heutigen Standard.

2016_OS_SOB-1.jpg


Die spurtstarken Fahrzeuge sollen die Ostschweiz auch näher an Arth-Goldau und damit in den Süden bringen. Bis Rapperswil soll eine Fahrzeitreduktion von vier Minuten erzielt werden. Durch einen kürzeren Aufenthalt in Rapperswil und eine weitere Ersparnis bis Arth-Goldau sollen weitere Minuten gewonnen werden.

Die SOB hat im Kaufvertrag Optionen auf weitere Züge vorgesehen. Dies im Hinblick auf die Konzessionsvergabe für die Gotthard-Bergstrecke, die auf Ende 2017 neu vergeben wird. Die SOB wird in den nächsten Tagen Gespräche mit Kantonsregierungen und dem Bundesamt für Verkehr über die Gotthard-Bergstrecke führen. Es wäre nur zu begrüssen, wenn die SOB mit diesen attraktiven Zügen am Gotthard zum Zuge käme.
(Bilder: zVg, Text:B. Eberle, 27.06.2016)

300 Mio. Franken für die Bahninfrastruktur im Kanton Thurgau

FABI sei Dank: Der Kanton Thurgau konnte heute den Startschuss für die Investition von 300 Mio. Franken in die Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs im Kanton geben. Vertreter der Regierung, des Bundesamtes für Verkehr, SBB und Thurbo stellten 11 verschiedene Projekte vor, die einerseits eine Beschleunigung des Bahnangebotes und eine Verdichtung des Fahrplanes mit sich bringt. Diese Verbesserungen sollen beim Fahrplanwechsel 2018 zum Tragen kommen.

Auf der wichtigen Thurtallinie Weinfelden – Winterthur sorgen verschiedene Ausbauten und Erneuerungen zu kürzeren Reisezeiten und besseren Anschlüssen in Kreuzlingen und Romanshorn. Die Reisezeiten vom Bodensee nach Zürich werden damit um 10 – 15 Minuten verkürzt. Die Bahnhöfe Weinfelden und Romanshorn werden den neuen Anforderungen angepasst, was grosse Investitionen erfordert. An verschiedenen Orten auf der Linie Weinfelden – Kreuzlingen werden neue Kreuzungsstellen und Doppelspurstrecken gebaut, die mehr Züge und eine schnellere Zugsfolge ermöglichen.

In Kradolf und Hauptwil entstehen neue Kreuzungsstellen. Dies ermöglicht ab Dezember 2018 einen durchgehenden Halbstundentakt zwischen Weinfelden und St. Gallen. Ab dann ist es auch wieder möglich, jetzt zeitweise nicht mehr bediente Bahnhöfe wie Arnegg oder St. Gallen Bruggen wieder durchgehend zu bedienen. Neukirch-Egnach wird zu einer Kreuzungsstation ausgebaut. Dies ist Voraussetzung für den Stundentakt des Regio-Express St. Gallen – Kreuzlingen – Konstanz. Die bauliche Investition ist finanziell gesichert, aber es wird noch Anstrengungen der Kantone Thurgau und St. Gallen beim BAV brauchen, dass die Züge dann auch stündlich verkehren können.

Der sonst so zurückhaltende Kanton Thurgau hat es vorgemacht, wie man ein gutes Stück vom FABI-Kuchen abschneiden und damit den öffentlichen Verkehr im Kanton verbessern kann. So wird allen, die JA zu FABI gesagt haben, vorgeführt, dass sie einen direkten Nutzen davon haben. Trotz aller Investitionen soll aber das Primat der Substanzerhaltung vor dem Ausbau sein. Was man nur unterschreiben kann, um unangenehme Ueberraschungen in der Zukunft zu vermeiden.
Nähere Informationen auf www.ruckzuck-tg.ch
(Text: B. Eberle, 10.06.2016)


Was sagt der Kanton Glarus und SBB zum Konzept
Attraktive Bahnverbindungen von Ziegelbrücke bis Linthal
Mehr...


Arbeitsgruppe March / Linthgebiet / Walensee / Glarnerland

Das definitive Konzept „Attraktive Bahnverbindungen von Ziegelbrücke bis Linthal“ wurde durch die Mitgliederversammlung von Pro Bahn Sektion Ostschweiz am 12. März 2016 genehmigt.

Mehr:  - Attraktive Bahnverbindungen von Ziegelbrücke bis Linthal
              Gute Anschlüsse nach allen Richtungen
           -  Fahrplankonzept für den Kanton Glarus
(15.03.2016)

Schlussbericht

Ein definitives Konzept „ Alternative Bahnverbindungen von Ziegelbrücke bis Linthal“ liegt nun vor. Es muss noch der Mitgliederversammlung von Pro Bahn Sektion Ostschweiz vom 12. März 2016 zur Genehmigung vorgelegt werden. Falls dieses entgegen aller Erwartungen von der Versammlung abgelehnt wird, behalten es die Autoren vor, dieses auf privater Basis weiter zu verwenden. Damit hat die lose Arbeitsgruppe ihren Auftrag erfüllt, löst sich wieder auf und gibt das Mandat an den Sektionsvorstand zurück.
Der Gruppenleiter Hans Schärer bedankt sich bei allen Mitarbeitern für das ehrenamtliche Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit. Einen besonderen Dank gebührt den beiden Ingenieuren Hans-Karl-Pfyffer und Paul Stopper, welche die Hauptarbeit geleistet haben. Mehr Informationen zur Arbeit der Arbeitsgruppe sind im Jahresbericht 2015 (Schlussbericht) des Gruppenleiters zu finden.
(Text: H. Schärer, 18.12.2015)


Informationen Fahrplanwechsel

Im Flugblatt von Postauto Ostschweiz das in den Gemeinden rund um Ziegelbrücke verteilt wurde stand die Ankündigung, dass die Postauto-Linie 524 neu bis Ziegelbrücke verlängert und dort Anschlüsse in alle Richtungen, auch "an den Intercity nach Chur" gewährleistet.              
Das ist insofern nicht richtig, als die Intercity in Ziegelbrücke durchfahren. Es besteht nur indirekt eine Verbindung, indem man erst die S-Bahn bis Sargans wählt und dort auf den Intercity nach Chur umsteigt. Oder man nimmt den RegioExpress, der aber eben kein Intercity ist und noch einige Male bis Chur hält.
Bahnkunden aus dem Glarnerland und Pro Bahn Ostschweiz bitten Postauto Ostschweiz um genauere Informationen.
(Text: B. Eberle, 12.12.2015)

Letzte Ausgabe OSTWIND-Fahrplan

Seit gestern liegt an den Bahnhöfen der OSTWIND Fahrplan auf. Dieses Buch mit allen Angeboten des öffentlichen Verkehrs der Ostschweiz ist sehr beliebt, dementsprechend gut ist der Absatz. Ganz offensichtlich ist dieser Fahrplan auf Papier auch im Zeitalter des Internets und der smartphones immer noch ein Bedürfnis.

PRO BAHN OSTSCHWEIZ musste mit Erstaunen zur Kenntnis nehmen, dass dies offenbar die letzte Ausgabe sein soll. Das kann nicht im Interesse aller Kundinnen und Kunden des öV sein! Pro Bahn Ostschweiz fordert den Tarifverbund OSTWIND auf, diesen Entscheid nochmals sorgfältig zu überdenken. Es wäre beispielsweise möglich, mehr Inserenten, beispielsweise aus dem Tourismus zu gewinnen oder z.B. einen Betrag von zwei Franken an die Druckkosten zu verlangen.

Es gibt mindestens eine Generation von öV-Benützerinnen und Benützern, die nicht dauernd mit dem Internet verbunden sind. Für diese Leute sind nach wie vor Informationen auf Papier notwendig. Der Fahrplan ist auch ein gutes Mittel, komplizierte Sachverhalte wie Tarifsystem, Anschlussbillette, Kombitickets nach Vorarlberg zu erläutern. Dies umso mehr, als immer weniger Schalter für Auskünfte zur Verfügung stehen. Pro Bahn Ostschweiz erwartet, dass dieser Fahrplan noch einige Jahre weiter existiert.
(Text: B. Eberle, 04.12.2015)


Eröffnung Bahnhof Gossau

Pro Bahn Ostschweiz hat mit Freude den umgebauten und renovierten Bahnhof Gossau SG besichtigt und der Einweihung beigewohnt. Der historische Bahnhof hat im Innern und auf dem Perron nicht mehr der heutigen Zeit entsprochen und musste aufwändig saniert werden. Das Resultat kann sich wirklich sehen lassen. Besonders schön ist die Renovation des historischen Daches auf Perron 1 gelungen, allein dies lohnt schon einen Besuch. Neu steht im Bahnhofgebäude selber den eiligen Bahnkunden ein kleiner Supermarkt für den Imbiss unterwegs oder den kleinen Einkauf zur Verfügung.

Besondere Freude hat Pro Bahn Ostschweiz an der Tatsache, dass an diesem vergleichsweise kleinen Bahnhof ein umfassendes Schalterangebot zur Verfügung steht. Dieser Bahnhof wird als Junior Station geführt, wo Auszubildende fast das ganze Angebot eines SBB-Schalters den Kundinnen und Kunden der SBB anbieten. Natürlich stehen im Hintergrund Coaches bereit, falls schwierige Fragen anstehen.

Der Perron 1 wurde erhöht und so sind nun die Züge auch mit Rollstühlen und Kinderwagen bequem erreichbar. Nun steht nur noch eine Auffrischung mit besserer Beleuchtung der Unterführung an. Diese führt zur Appenzeller Bahn und den Sportanlagen und darf daher ruhig etwas heller und sicherer gestaltet werden. Weiter sollte die Stadt Gossau mit der Gestaltung des Busterminals vorwärts machen. Damit wäre dann Gossau in Sachen öffentlicher Verkehr wirklich top!
(Text: B.Eberle, 26.11.2015)

Unbefriedigendes Fahrplanangebot in Glarus Süd

Winterfahrplan 1981/82

2015_OS_Kursbuch81_0709.jpg  

Im Winterfahrplan1981/82 benötigte der Sportzug „Glarner“ mit Abfahrt um 08:04 Uhr in Zürich HB und Ankunft in Linthal um 09:23 Uhr nur 79 Minuten. Mit Umsteigen in Ziegelbrücke dauerte die Fahrt (Beispiel Zürich HB ab16:11 und Linthal an um17:42) 91 Minuten. Nach Elm Sportbahnen betrug damals die Reisezeit mit dem ÖV 100 Minuten mit Umsteigen in Ziegelbrücke und in Schwanden auf den Bus.

Der Fahrplan 33 Jahre später    
Der Direktzug S25 von Zürich HB nach Linthal benötigt 94 Minuten, also drei Minuten länger als früher die Verbindung mit Umsteigen. Nach Elm Sportbahnen dauert die Fahrt ab Zürich HB mit dem Direktzug (S25) bis Schwanden und Umsteigen auf den Bus 104 Minuten, also auch 4 Minuten länger als früher. Die einzige positive Änderung ist die Einführung das annähernden Halbstundentakts (S6 / S25) von Zürich bis Schwanden bis etwa 20:00 Uhr. Von und nach Chur bleibt es beim Stundentakt, da der entsprechende (halbstündliche) Anschluss in Ziegelbrücke leider bewusst geplant verpasst wird. Zudem verzichtet der Kanton Glarus auf IC Halte in Ziegelbrücke.

Grosse Investitionen bringen keine kürzeren Reisezeiten
Mehr als 70 Mio. Franken investieren die SBB unter Kostenbeteiligung des Kantons Glarus und den Gemeinden im Rahmen des Projekts ATR Glarnerland in die Modernisierung der Bahnanlagen im Kanton Glarus. Trotz diesen grossen, notwendigen Investitionen sind eine Verkürzung der Reisezeit und die Realisierung des integralen (exakten) Halbstundentakts auch in Zukunft nicht möglich.

Glarus Süd und Tourismusorte Braunwald und Elm bleiben die Verlierer
Die grosse Konkurrenz ist das Tourismusgebiet Unterterzen / Flumserberg. Da hat der Kanton St. Gallen mächtig für eine bessere Erreichbarkeit mit dem ÖV gekämpft. So verkehrt an Wochenenden die S2 stündlich und direkt ab Zürich HB in nur 70 Minuten bis Unterterzen. Noch schneller ist die stündliche und tägliche Umsteigeverbindung ab Zürich HB mit der S25 bis Ziegelbrücke und dann mit der S4 bis Unterterzen. Die Reisezeit beträgt attraktive 58 Minuten, also eine gute halbe Stunde weniger als nach Linthal Braunwaldbahn und Elm. Trotzdem leistet es sich der Kanton Glarus, die S25 unattraktive 8 Minuten in Schwanden stehen zu lassen.

Kanton Glarus sieht momentan keinen Handlungsbedarf
Der Landrat lehnte eine Motion für bessere Zugverbindungen im Grosstal, unterzeichnet von verschieden Landräten aus Glarus Süd in seiner Sitzung vom 26. August 2015 ab. Man wolle zuerst die Wirkungsanalyse des aktuellen Angebots (dreijährige Versuchsphase) abwarten, wobei der finanzielle Aspekt wohl der Wichtigste sein wird. Laut Baudirektion sind bis 2019 keine Änderungen im Fahrplan möglich. Der Zug in eine erfolgreiche ÖV Zukunft im Kanton Glarus scheint bereits jetzt schon abgefahren zu sein.
(Text: H. Schärer, 07.09.2015)

Die RE St. Gallen - Konstanz werden bis Kreuzlingen verlängert

Weil das Gleis in Konstanz nur kurz belegt werden kann, werden die Züge in Kreuzlingen gewendet.
Angepasste Fahrlagen ab dem 13. Dezember 2015:
St. Gallen .00 - Romanshorn ..18 - Kreuzlingen Hafen ...32 - Konstanz ..35/..39 - Kreuzlingen ..42
St. Gallen ab 6.00, 8.00, 10.00, 16.00, 18.00
Kreuzlingen ..16 - Konstanz ..19/..24 - Kreuzlingen Hafen ..26 - Romanshorn ..41 - St. Gallen ..59
Kreuzlingen ab 7.16, 9.16, 15.16, 17.16, 19.16
(24.08.2015)

D
ie Schnellzüge Konstanz - St. Gallen sind aufgegleist

Ab dem Fahrplanwechsel vom 13. Dezember 2015 werden zwischen Konstanz und St. Gallen täglich fünf Schnellzüge je Richtung mit einer Fahrzeit von 35 Minuten verkehren. Dieses attraktive Angebot haben die Kantone St. Gallen und Thurgau bei der Regionalbahn Thurbo AG bestellt. Die Stadt und der Landkreis Konstanz beteiligen sich ebenfalls an der Finanzierung.
Bis im Dezember 2015 wird der Ausbau der Bahninfrastruktur für die Schnellzüge Konstanz - Romanshorn - St. Gallen fertiggestellt sein. Bis anhin war fraglich, ob die Züge ab dem Fahrplanwechsel vom 13. Dezember 2015 im geplanten Zweistundentakt verkehren werden. Der Grund lag in der fehlenden Zusage des Bundesamtes für Verkehr, für die Bestellung dieser Züge zusätzliche Bundesmittel zur Verfügung zu stellen.

Fünf statt acht Züge je Richtung
Nach intensiven Verhandlungen zwischen den Bestellern der Züge (Bundesamt für Verkehr, Kantone St. Gallen und Thurgau) und der Regionalbahn Thurbo AG konnte nun eine Lösung erreicht werden. Ab dem Fahrplanwechsel werden fünf statt der geplanten acht Züge je Richtung die beiden Universitätsstädte in nur 35-minütiger Fahrzeit verbinden. Die Züge halten in Romanshorn, Kreuzlingen Hafen und Kreuzlingen und erhöhen die Standortgunst auch der beiden Thurgauer Städte. Thurbo wird die Schnellzüge mit den auch im S-Bahnverkehr bewährten Gelenktriebwagen führen. Sie verkehren in den Hauptverkehrszeiten am Vormittag und Nachmittag und werden so die S-Bahnen Kreuzlingen - St. Gallen entlasten.

Finanzierung gesichert
Aufgrund der beschränkten finanziellen Mittel bestellen die Kantone St. Gallen und Thurgau vorerst nur fünf statt der geplanten acht Zugspaare. Die Regionalbahn Thurbo hat den Bestellern dafür eine vorteilhafte Offerte unterbreitet. Dank günstigeren Offerten auch beim übrigen ÖV-Angebot gehen die Kantone davon aus, dass der Bund die erforderlichen Mittel bereitstellen wird. Die von den Bestellern zu finanzierenden Abgeltungskosten von 750 000 Franken für die fünf Zugspaare werden durch den Bund (39%), den Kanton Thurgau (34%), den Kanton St. Gallen (11%) sowie die Stadt Konstanz und den Landkreis Konstanz (zusammen 16%) getragen. Bei positiver Entwicklung der Nachfrage werden die Besteller das Zugsangebot ab 2018 kontinuierlich ausbauen können.
(Quelle; Mediemitteilung Kt. Thurgau, 14.08.2015)

Wil und 3. Schnellzug St. Gallen – Zürich

In der Region Wil sind einige Leute enttäuscht, dass der 3. Schnellzug St. Gallen – Zürich, der ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 fahren wird, nicht in Wil hält. Das ist im ersten Moment verständlich, aber bei genauerem Hinschauen überwiegen die Vorteile.

Der ICN wird xx.12 in St. Gallen abfahren und Gossau, Flawil, Uzwil und Wil bedienen und um xx.56 in Winterthur ankommen. Der neue, direkte Schnellzug, der eben in Wil nicht halten wird, verlässt St. Gallen um xx.25 und ist um xx.01 in Winterthur. Da ja beide Züge ohne Halt zwischen Wil und Winterthur verkehren, würde er beim gewünschten Halt in Wil genau 5 Minuten hinter dem vorausfahrenden Schnellzug verkehren. Ist dies wirklich wünschenswert? Dieser Halt würde für die Region Wil keinen Mehrwert bringen.

Alle Bahnkundinnen und –kunden der Region Wil werden aber nach kurzer Zeit davon profitieren, dass die Passagiere aus St. Gallen den direkten Schnellzug vorziehen werden, was grosse Kapazitäten im ICN freimachen wird. Bisher waren sie ja wirklich benachteiligt, weil der Zug zu Hauptverkehrszeiten schon fast voll war.

Ab Fahrplanwechsel 2019 sollen die Züge nicht nur schneller werden, in Hauptverkehrszeiten wird der 4. Schnellzug kommen, der ab 2021 sogar stündlich verkehren soll. Da liegt es auf der Hand, dass drei dieser vier Schnellzüge in Wil halten werden. So wird Wil ab sofort von mehr Platz im ICN und mit ein bisschen Verzögerung von einem zusätzlichen Schnellzug profitieren.
(Text: B. Eberle, 21.06.2015)

 ARCHIV > Berichte bis 15.06.2015