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Aktuell

Pro Bahn Sektion Ostschweiz       (17.05.2018)


Ein grosser Fahrplanwechsel für den Kanton Thurgau


Die umfangreichen Bauarbeiten der letzten Jahre im Eisenbahnnetz des Kantons Thurgau wirken sich beim kommenden Fahrplanwechsel gross aus. Für einmal ist eine Randregion grosse Nutzniesserin eines Fahrplanwechsels.

Die Linie Weinfelden – Winterthur wird dank den umfangreichen Bauarbeiten um 4 Minuten auf 20 Minuten beschleunigt. Darum ist dort der Fernverkehr der grosse Träger der Pendlerströme in Richtung Zürich. Der Bahnhof Weinfelden wurde ausgebaut und erhielt eine zweite Unterführung. Weinfelden stellt nun ebenfalls ein Knoten im Netz dar.

Die Strecke zwischen Weinfelden und Kreuzlingen wurde an verschiedenen Stellen verbessert. Zwischen Weinfelden und Kehlhof entsteht eine Doppelspur, in Berg TG und Lengwil entstehen neue Kreuzungsstellen. Dies ermöglicht schlankere Anschlüsse in Kreuzlingen. Die verkürzte Reisezeit von Winterthur her ermöglicht auch in Romanshorn bessere Anschlüsse.

Schliesslich entstehen auch auf der Linie Sulgen – Gossau neue Kreuzungsstellen in Kradolf und Hauptwil. Die Züge von St. Gallen nach Weinfelden werden in Zukunft nicht mehr in Bischofszell, sondern an diesen Stellen kreuzen. Der vor einigen Jahren eingeführte Halbstundentakt am Nachmittag wird auf den ganzen Tag ausgeweitet.

Die Seelinie von Romanshorn – Schaffhausen und der RE St. Gallen – Konstanz werden um eine Viertelstunde gedreht. Das ermöglicht die erwähnten besseren Anschlüsse in Romanshorn und Kreuzlingen, hingegen entsteht ein Problem in Stein am Rhein (in Richtung Winterthur). Hoffentlich lässt sich dafür eine Lösung finden.

Für den Kanton St. Gallen liegt bei diesem Fahrplanwechsel etwas weniger drin. St. Gallen bekommt den vierten Schnellzug nach Zürich, der wieder ohne Halt von St. Gallen nach Winterthur durchfährt. Dieser Zug verkehrt in den Hauptverkehrszeiten bzw. weiter als EC nach München. Der ehemalige Rheintalexpress, der bisher von Chur über St. Gallen nach Wil fährt, wird bis Zürich weitergezogen. Es ist vorgesehen, dafür die neuen Fernverkehrs-Doppelstöcker (Bombardier) einzusetzen.

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Bild: SBB; zwei neue 825 Meter lange Überholgleise Scheit bei Elgg 


Bahntechnisch interessant ist die neue Ueberholanlage Scheit bei Elgg. Dort entstanden zwei neue Gleise, womit die schnellen Fernverkehrszüge die Güterzüge überholen können. Der Güterverkehr aus dem Mittelland zu den Betriebszentralen in Gossau SG wird immer wichtiger und beansprucht auch Trassen auf dieser stark beanspruchten Linie. Das ermöglicht dann in feinster Planung, bis zu 50 Züge pro Stunde durch den Bahnhof Winterthur zu schleusen.

Für St. Gallen wird dann der Fahrplanwechsel 2020 wichtiger. Ab dann sollen 6 Zugspaare als EC von Zürich über St. Gallen nach München fahren. Während den Bauarbeiten allerdings nur 3 Paare. Aber die Passagiere freuen sich schon heute auf eine Stunde weniger Reisezeit mit dem ETR 610 nach München.

Über Neuerungen bei der S-Bahn informieren die Kantone Thurgau und St. Gallen am 28. Mai. Ab diesem Datum kann man sich auf www.fahrplanentwurf.ch über den neuen Fahrplan informieren.

(Bild: SBB; Text: B.Eberle, 17.05.2018)


RhB feiert 10-jähriges Jubiläum des UNESCO Welterbes

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Am 7. Juli 2008 wurden die Albula- und Berninalinie der Rhätischen Bahn in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen. Das Jahr 2018 bietet daher die Gelegenheit das 10-jährige Jubiläum des UNESCO Welterbes RhB zu feiern.
Die Feierlichkeiten finden anlässlich der UNESCO Welterbetage 2018 am Wochenende vom 9. und 10. Juni 2018 mit dem RhB Bahnfestival und erste ersten TrainGames in Samedan und Pontresina statt.
                                                            Mehr   -  Bahnfestival
                                                                       TrainGames

(Text+Bild RhB zVfg, 28.04.2018)

Spatenstich zur Elektrifizierung  (Zürich-) Lindau – München

Die Schweiz beteiligt sich mit 50 Mio. Euro am Bauvorhaben


Vor zahlreichem Publikum wurde am Freitag 23. März 2018 im Memmingen der erste Spatenstich für die Elektrifizierung der Linie Lindau – München gemacht. Der DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und die Verkehrsminister von Bayern und Baden-Württemberg würdigten dieses grosse Bauvorhaben und auch die Tatsache, dass die Schweiz 50 Mio. Euro daran beiträgt. Mehrfach wurde gesagt, dass ohne diesen Beitrag und das dauernde Drängen der Schweiz nach Baubeginn dieser Spatenstich wohl noch in weiter Ferne liegen würde.

Die Schweiz wurde vertreten durch den Konsul der Schweiz in München, Markus Thür, den St. Galler Regierungsrat Dr. Bruno Damann und den Chef des Regionalverkehrs der SBB, Werner Schurter. Auch war eine Delegation von Pro Bahn Schweiz und Deutschland vor Ort.

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Das technisch und organisatorisch sehr anspruchsvolle Werk, das gegen Euro 500 Mio. kosten wird, erfordert viele bauliche Massnahmen zwischen Geltendorf und Lindau. Nicht nur, dass 3560 Oberleitungsmasten gesetzt werden müssen, es müssen auch viele Über- und Unterführungen angepasst oder erneuert werden. Bei dieser Gelegenheit werden auch bei vielen Bahnhöfen Renovationen oder Neubauten gemacht. Die neue Linie soll beim Fahrplanwechsel im Dezember 2020 in Betrieb gehen. Dannzumal soll die SBB-Komposition ETR 610 zum Einsatz kommen.
Der grösste Nutzen wird die neue, attraktive Reisezeit sein. Statt 4 ½ benötigt man von Zürich nach München noch 3 ½ Stunden. Allein der Wegfall des Lokwechsels auf der Insel Lindau  bringt einen erheblichen Zeitgewinn. Die Züge werden in Lindau-Reutin halten, damit ist die Insel weiterhin am internationalen Verkehr angeschlossen. Die Neigetechnik ermöglicht höhere Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h. Heute fahren die Dieselloks zeitweise mit gerade 85 km/h durchs Allgäu.

Ab dem Fahrplanwechsel sollen wieder 6 Zugspaare zwischen Zürich und München zum Einsatz kommen, wo heute nur gerade 4 unterwegs sind. Die DB-Fernbusse nützen vielleicht den Direktreisenden dieser beider Städte etwas, den Reisenden dazwischen nützen sie nichts. Es ist zu hoffen, dass später noch mehr Zugspaare unterwegs sind. Nicht nur der Fernverkehr soll von der Elektrifizierung profitieren, es sollen auch mehr Züge der S-Bahn auf dieser Strecke unterwegs sein. So wird das ganze Allgäu etwas von dieser neuen Infrastruktur haben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Tourismus in dieser landschaftlichen sehr schönen Gegend des Allgäus dadurch einen Aufschwung erfahren wird. Dies gilt ganz besonders für die Mittelalterstadt Memmingen, die einen Besuch verdient.

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Foto:  DB-Vorstand Ronald Pofalla und dem neuen deutschen Verkehrsminister Andreas Scheuer. Mit auf dem Bild der Memminger OB Manfred Schilder.

Der Star ist aber aus Schweizer Sicht der ETR 610, der auf diese noch nicht elektrifizierte Strecke geschleppt wurde.

  
Aktuelle Infos der DB  "Ausbaustrecke 48"

 (Text / Bild: B. Eberle, 23.03.2018)


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 (Text: B. Eberle, 22.03.2018)


Pro Bahn Ostschweiz zu Gast bei der Bodensee-Schifffahrt


Die Mitgliederversammlung 2018 fand am 17. März 2018 in den Räumen der SBS Schweiz. Bodensee Schifffahrt in Romanshorn statt. Es war naheliegend, sich anschliessend an die statutarischen Geschäfte über die Geschichte, den Erfolg und die Zukunftspläne der Gesellschaft informieren zu lassen.

Erfreulicherweise gab sich der Verwaltungsratspräsident, Herr Herrmann Hess, persönlich die Ehre, Pro Bahn Ostschweiz über die SBS Schweiz. Bodensee Schifffahrt zu informieren. 2007 erfolgte der Verkauf der ehemaligen SBB-Tochter an eine Investorengruppe aus der Ostschweiz unter seiner Leitung. Diese Gruppe wollte es nicht zulassen, dass die traditionsreiche Schifffahrt auf dem Bodensee ähnlich wie die SWISS ins Ausland verkauft wird.

Die Familie Hess war seit Generationen im Textilgeschäft mit Sitz in Amriswil und Niederlassungen in der ganzen Deutschschweiz tätig. Beim Umbruch in der Bekleidungsbranche in den 90er Jahren wurde beschlossen, aus dieser Branche auszusteigen. Die verbliebenen Immobilien waren der Grundstock für den Einstieg in die Immobilienbranche in der Schweiz und in Deutschland. Dies war so erfolgreich, dass Herr Hess es sich leisten konnte, ohne kommerzielle Absichten in die Bodensee-Schifffahrt einzusteigen. Ziel war es, die Firma zu erhalten und mindestens selbsttragend zu machen, nachdem sie früher regelmässig Defizite geschrieben hatte. Dies war am Anfang nicht immer ganz einfach, galt es doch auch unpopuläre Entscheide zu fällen.

In den letzten Jahren wurden Millionenbeträge investiert. In die Verlängerung der Werft, so dass nun auch die grössten Bodenseeschiffe dort gewartet werden können. Der Hafen von Romanshorn wurde renoviert, modernisiert, erweitert und eine zeitgemässe und attraktive Gastronomie eingerichtet. Wer den Hafen von Romanshorn besucht, kann sich selber davon ein Bild machen. Die MS Säntis wurde in ein zeitgemässes und modernes „Event-Schiff“ umgebaut und dabei vollständig überholt. Dies wirkte sich auch sofort aus, indem die Buchungen und Erträge sprunghaft angestiegen sind. Heutzutage erwirtschaftet die Gesellschaft die Erträge ungefähr hälftig in der Schifffahrt und der Gastronomie. Sie ist so erfolgreich, dass ein beachtlicher cash flow erwirtschaftet wird, der aber vollständig wieder investiert wird.
Für die Zukunft sind weitere Investitionen in mehrfacher Millionenhöhe vorgesehen. Einmal in ein Hotel am Hafen, das 100 Zimmer aufweisen soll. Die Bürgerschaft von Romanshorn hat einem Verkauf der notwendigen Parzelle bereits zugestimmt. Später sollen ebenfalls Millionen in neue Fähren mit ökologischen Antrieb investiert werden, so dass in einigen Jahren ein Halbstundentakt über den See möglich sein wird.

Die SBS Schweiz. Bodensee Schifffahrt erweist sich als grosser Antrieb für einen modernen und umweltgerechten Tourismus auf der schweizerischen Seite des Bodensees. Er könnte auf der Südseite des Bodensees ebenso erfolgreich werden, wie er auf der Nordseite bereits ist. Dies verdient Unterstützung, am besten mit einem Besuch am und auf dem Bodensee!

(Text: B. Eberle, 19.03.2018)


Mitfahrnetzwerk Häggenschwil eingestellt

Im Sommer 2016 wurde in Häggenschwil SG mit Unterstützung der Postauto Ostschweiz ein Mitfahrnetz „PubliRide“ lanciert. In dieser weitläufigen Gemeinde mit verhältnismässig wenig Einwohnern würde sich ein Ortsbus nicht lohnen. Aus diesem Grund wurde ein Mitfahrsystem entwickelt. Erfreulicherweise registrierten sich verhältnismässig viele Leute, aber viele davon nutzten es später dann nicht aktiv. So sei es dann nicht zu den erhofften Fahrgemeinschaften gekommen.  In den letzten Monaten sei „PubliRide“ kaum mehr genutzt worden.
Aus diesem Grund wird der Versuchsbetrieb, der eigentlich bis Ende 2018 laufen sollte, jetzt schon eingestellt. Dies ist ein schönes Beispiel, nicht nur beim öV: Es genügt nicht, nach Angeboten zu rufen. Nein, man muss diese auch nutzen.

(Text: B. Eberle, 18.03.2018)



Jahresbericht 2017
Mitglieder / Öffentliche und politische Aktivitäten im Jahr 2017 / Fahrplan / Dank / Genehmigung
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(Text: B.Eberle, 17.03.2018)


Schlag auf Schlag -
                          Modernisierung der Appenzeller Bahnen (AB)

Die Bevölkerung konnte sich am «Tag des offenen Tunnels» der Appenzeller Bahnen (AB) vom eindrücklichen Bauwerk des 700 m langen Ruckhaldetunnels im Rohbau, dessen Durchstich am 20. Juli 2017 erfolgte, bei einem geführten Spaziergang beeindrucken lassen. Bereits am 6. Oktober 2018 finden im Rahmen der Eröffnungsfeier Bahnfahrten für das Publikum statt, bevor ab Sonntag, 7. Oktober 2018, fahrplanmässig der Tunnel befahren wird.
(Bildergalerie)

Bahnkunden müssen sich vor in Anspruchnahme des neuen Angebotes in Geduld üben. Infrastrukturen die ein optimales Fahrplanangebot mit dem neuen kundenfreundlichen Rollmaterial garantieren sollen, verlangen erneuert und den Anforderungen angepasst zu werden.
Zwischen Gontenbad und Appenzell werden dafür die Gleise erneuert und Fahrleitungsarbeiten ausgeführt. Dies bedingt im März 2018 und Mai 2018 Nachtarbeiten. Auch wird die Strecke Jakobsbad- Wasserauen im April 2018 und Mai 2018 während sieben Wochen gesperrt. Es verkehren Bahnersatzbusse. Entschädigt werden die Unannehmlichkeiten ab Juli 2018 mit dem Einsatz der neuen Züge auf der Linie Gossau-Appenzell-Wasserauen.
(Flyer „Modernisierung Appenzeller Bahnen“)

Neues Rollmaterial
Für die Linie Gossau-Appenzell-Wasserauen beschafft die AB fünf neue Züge (Gelenktriebwagen). Der erste Zug wird Ende März 2018 eintreffen und während der ersten Monate für Testfahrten auf der Strecke unterwegs sein. Ab Juli 2018 wird der erste Zug für den Fahrgastbetrieb im Einsatz stehen. Die Züge verfügen über 138 Sitzplätze in der 2. Klasse und 15 Sitzplätze in der 1. Klasse sowie über 200 Stehplätze. Die Züge können an Tagen mit erhöhten Frequenzen mit heutigen Wagen verstärkt werden.
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Zwischen Trogen und Appenzell werden nach Abschluss der Bauarbeiten 11 neue Züge eingesetzt. Diese Tango-Züge von Stadler Rail werden einen hohen Niederfluranteil aufweisen und somit sehr bequem zugänglich sein. Auch ein 1.Klasse-Angebot wird neu für die Linie St.Gallen-Trogen möglich. Jedoch müssen Reisende in den tramähnlichen Zügen auf eine Toilette verzichten. Der erste Zug wird Ende März 2018 geliefert und bis im Sommer für Testfahrten unterwegs sein.
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(Text + Bilder: H.R. + AB, 11.03.2018)


Fahrplanbegehren 2018 - 2019
Aus dem beigelegten Dokument ist ersichtlich welche Forderungen die Sektion Ostschweiz für den laufenden Fahrplan 2018-2019 gestellt hat.
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(Text: M. Streuli, 27.01.2018)


Provisorische Konzession im Fürstentum Liechtenstein

Eine kuriose Situation herrscht bei der Konzession der Bahnlinie Feldkirch – Buchs SG, die durch das Fürstentum Liechtenstein führt. Weil sich Oesterreich und das Fürstentum nicht einig über die Finanzierung der Bahnausbauten für eine S-Bahn sind, konnte auch noch keine Einigung über die Erneuerung der Konzession, die per Ende 2017 ausläuft, erzielt werden. Das Fürstentum stellt sich auf den Standpunkt, dass diese beiden Sachen nichts miteinander zu tun haben. Die Züge fahren nun bis auf weiteres mit einer provisorischen Konzession.

Dabei wäre das Fürstentum dringend auf die Schaffung einer S-Bahn angewiesen. Täglich strömen fast gleich viele Pendlerinnen und Pendler aus Vorarlberg und der Schweiz (rund 37‘000) ins Ländle. Aus diesem Grund muss der öffentliche Verkehr auf der Strasse und dem Gleise dringend ausgebaut werden. Die privaten PWs stauen sich schon jetzt werktags auf den Rheinbrücken.
Es ist zu hoffen, dass sich die beiden Länder im eigenen Interesse schon bald wieder auf eine langfristige Konzession, aber auch in der Finanzierungsfrage, einigen können. Die Schweiz hat ebenfalls ein grosses Interesse, führen doch fast alle internationalen Züge aus der Schweiz nach Oesterreich durch das Fürstentum.

(Text: B. Eberle, 29.12.2017)



WARTEN
In der renovierten Halle und in der Ladenpassage des Hauptbahnhofs sind Sitzbänke aufgestellt worden. Pro Bahn hatte fehlende Sitzgelegenheiten bemängelt.
Nachtrag zum Bericht B. Eberle, 23.11.2017  "Umbau Hauptbahnhof St. Gallen"
St. Galler TAGBLATT
(B. Eberle, 19.12.2017)


Pro Bahn Ostschweiz gratuliert Toni Häne

Der St. Galler Toni Häne wurde von der SBB zum neuen Leiter Personenverkehr und damit Mitglied der Konzernleitung ernannt. Pro Bahn Ostschweiz gratuliert Toni Häne herzlich zu dieser Beförderung.
Toni Häne stammt aus Berneck SG und begann seine Lehre bei der SBB in Au SG. Damit kennt er die Situation in der Ostschweiz sehr gut. Wir sind glücklich, dass damit jemand in die Konzernspitze aufgerückt ist, der unsere Verhältnisse sehr gut kennt.
Wir sind zuversichtlich, dass wir auch weiterhin mit Toni Häne sehr gut zusammenarbeiten werden. Wir wünschen ihm nur das Beste bei dieser neuen Herausforderung!

Bruno Eberle
Präsident Pro Bahn Ostschweiz


SBB GmbH übernimmt den ganzen Regionalverkehr
im Klettgau


Die SBB GmbH, die deutsche Tochter der Schweizerischen Bundesbahnen, hat mit dem Fahrplanwechsel vom 10. Dez. 2017 den gesamten Regionalverkehr von Schaffhausen nach Erzingen (Baden) übernommen. Diese Strecke wird aufgrund eines Staatsvertrages zwischen dem Grossherzogtum Baden und der Schweiz durch die DB betrieben, obwohl sie zum grössten Teil auf Schweizer Boden verläuft. Umso mehr freut sich die SBB GmbH, den Zuschlag der DB erhalten zu haben. Für den Betrieb hat die SBB GmbH die bekannten Fahrzeuge GTW von Thurbo bestellt.

Diese relativ kurze Strecke wäre vielleicht nicht so bedeutsam, würde nicht in mittlerer Zukunft die Fortsetzung bis nach Waldshut und Basel, der Hochrheinstrecke in Aussicht stehen. Pro Bahn hat auf ihrer homepage schon darüber berichtet. Allerdings wurde bekannt, dass mit der Elektrifizierung dieser Strecke eher 2026 anstelle dem bisher angenommenen Jahr 2023 gerechnet werden muss. Dannzumal wird diese Strecke wieder ausgeschrieben und es steht fest, dass sich die SBB GmbH darum bewerben wird. Ob dann GA und Halbtax auf dieser Strecke gültig sein werden, wird viel später entschieden. Bis dahin fliesst noch viel Wasser den Rhein hinunter!

(Text: B.Eberle, 10.12.2017)


Bessere Verbindungen der Ostschweiz nach Vorarlberg

Die diesjährige Herbsttagung der IgöV fand in Bregenz statt und widmete sich den Verbindungen zwischen der Schweiz und Vorarlberg. Bei diesem Thema liegt noch einiges im Argen, Verbesserungen sind möglich und erwünscht.
Karlheinz Rüdisser, Landesstatthalter (Vizeregierungschef) von Vorarlberg, Regierungsrat Bruno Damann, St. Gallen und Prof. Max Eberle legten ihre Sicht des grenzüberschreitenden Verkehrs bzw. allgemein der Mobilität dar.
Rüdisser stellte für die kommenden Jahre grosse Fortschritte in Aussicht. Zweistündlich Zürich – Bregenz – München nach Abschluss der Elektrifizierung Lindau – Geltendorf  und des Baus des Bahnhofs Reutin (Wegfall der Fahrt auf die Insel Lindau). Damit sollen statt vier neu 8 Zugspaare von Zürich nach München verkehren; Bregenz Stuttgart stündlich, sobald die Südbahn über Ulm elektrifiziert ist. Leider liegt das Projekt FLACH, also die Verbindung von Oesterreich durch das Fürstentum Liechtenstein in die Schweiz wegen Finanzierungsproblemen auf Eis. Oesterreich erwartet von Liechtenstein einen grösseren Beitrag. Ziel wäre es, für die vielen Pendler nach Liechtenstein einen Halbstundentakt herzustellen.

Regierungsrat Bruno Damann, St. Gallen bekräftigte, dass die bessere Eurocity-Verbindung auch für St. Gallen sehr wichtig ist. Weiter soll die S 7 in absehbarer Zeit von St. Margrethen bis Bregenz, allenfalls Lindau weitergezogen werden. Diese würde in der gleichen Fahrlage wie der EC, in der Zwischenstunde verkehren. In St. Margrethen würde dann ein schlanker Anschluss an den Rheintal-Express hergestellt, der heute von Chur über St. Gallen nach Wil verkehrt, ab 2019 bis Zürich weitergezogen wird. Damit würden auch sehr gute Verbindungen aus Vorarlberg und dem St. Galler Rheintal zum Flughafen erstellt. Ab 2026 soll der REX mit einem Halbstundentakt verkehren. Mit diesen besseren Verbindungen bzw. schlanken Anschlüssen soll beispielsweise die Fahrzeit von Bregenz nach St. Gallen von 45 auf 37, von Bregenz nach Romanshorn von 69 auf 46 Minuten reduziert werden. Auch die Busverbindungen in die Schweiz sollen verbessert werden, beispielsweise ein Halbstundentakt von Hohenems nach Heerbrugg.
Allerdings gibt es baulich noch einiges zu tun. Bei der einzigen eingleisigen Stelle zwischen Rorschach und Genf gibt es noch eine Beschwerde, bevor gebaut werden kann. Im Rheintal sind noch drei Doppelstrecken oder Kreuzungsstellen nötig und die Reisezeit von St. Gallen nach Zürich muss unter eine Stunde gedrückt werden. Entsprechende Vorstösse sind im St. Galler Kantonsrat eingereicht.

Prof. Dietmar Eberle rundete die Tagung schliesslich mit ein paar ebenso geistreichen wie witzigen Gedanken über die Mobilität im Allgemeinen ab.
Alle Referenten waren sich einig, dass mit all diesen Vorhaben wieder ein paar Schritte zu einem besseren öV rund um den Bodensee geleistet werden. Weiter soll der Anschluss St. Margrethen sichergestellt werden, was sowohl für Vorarlberg wie auch die Schweiz sehr wichtig ist. Schliesslich soll das grenzüberschreitende Busangebot deutlich ausgebaut werden.
Das Bundesland Vorarlberg ist inzwischen wirtschaftlich zu einem wohlhabenden Staat, durchaus vergleichbar mit der Schweiz aufgestiegen. Trotzdem sind tariflich noch Unterschiede, die schwindelerregend sind: Ein Jahresabo für ganz Vorarlberg kostet Euro 365.--, eines für den Ostwind für 12 Zonen oder mehr (Maximum, soviel braucht man für die Kantone St. Gallen und beide Appenzell) CHF 3015.--!

(Text: B.Eberle, 10.12.2017)


Umbau Hauptbahnhof St. Gallen

Wie von Pro Bahn schon im Vorfeld befürchtet, ist der Umbau des Hauptbahnhofs St. Gallen nur zum Teil gelungen. Die grosse Schalterhalle ist zwar schön und gelungen renoviert, aber mit dem Einbau von zwei Gastronomiebetrieben völlig unternutzt. Nebst der Gastronomie ist in diesem grössten Raum des Bahnhofes gar nichts für die Reisenden! Es fehlen hier mindestens einige Sitzgelegenheiten und Abfahrtsinformationen von Bussen und Appenzeller Bahn.

Das wichtigste Argument für das Reisezentrum war immer, dass dann dort alle Dienstleistungen angeboten werden können. Das trifft aber nur beschränkt zu. Der Warteraum ist viel zu klein mit zwölf Sitzplätzen und die Leute sitzen eng beieinander. Für Gepäck ist kaum Platz. Ueberdies wird er noch von Nicht-Reisenden genutzt.
Im Reisezentrum kann auch Fluggepäck abgegeben werden, aber es besteht kaum eine Möglichkeit, mit schwerem Gepäck vorzufahren. Die beiden dafür vorgesehenen Parkplätze sind in der Regel durch Leute belegt, die auf Reisende warten oder im HB einkaufen. Dann bleibt nur noch die Möglichkeit, im Parking der Fachhochschule zu parkieren, was wiederum lange Wege bedeutet.

Pro Bahn Ostschweiz erwartet, dass SBB Immobilien diese Probleme angeht und den Hauptbahnhof St. Gallen auch wieder zu einem praktischen Bahnhof die die Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs zu machen

(Text: B.Eberle, 23.11.2017)


Ausbau Doppelspur Uznach–Schmerikon

Angebotsausbau im Linthgebiet verzögert sich

Aufgrund von Einsprachen verzögert sich der Bau des zweiten Gleises zwischen Uznach und Schmerikon um mindestens ein Jahr. Damit kann das verbesserte Bahnangebot im Linthgebiet nicht wie geplant auf Dezember 2019 eingeführt werden.
Gegen das Auflageprojekt für die Doppelspur Uznach–Schmerikon sind beim Bundesamt für Verkehr Einsprachen eingegangen. Aus diesem Grund kann die SBB nicht wie geplant mit dem Ausbau der Doppelspur zwischen Uznach und Schmerikon beginnen.
Das zweite Gleis ist notwendig, um die Kapazitätsengpässe auf der Strecke Uznach–Rapperswil zu entschärfen, den Halbstundentakt Ziegelbrücke–Rapperswil einzuführen und die Züge zwischen St.Gallen und Rapperswil zu beschleunigen.
Trotz diesen Verzögerungen ersetzt die SOB ihre alten Fahrzeuge des Voralpen-Express auf Dezember 2019 mit modernen, kundenfreundlichen Niederflurfahrzeugen.
Sobald eine rechtskräftige Plangenehmigung vorliegt, wird die SBB zusammen mit dem Bundesamt für Verkehr den neuen Bautermin und den Einführungszeitpunkt der Angebotsverbesserungen festlegen.Diese Termine sind abhängig von der Verfahrensdauer.

(Quelle: Staatskanzlei St. Gallen/ B.Eberle, 30.10.2017)


Wirkungsanalyse öffentlicher Verkehr Kanton Glarus

Der Regierungsrat des Kantons Glarus hat als Antwort auf einen Auftrag der Landsgemeinde und ein Postulat aus dem Kantonsrat seine Antwort zur Wirkungsanalyse veröffentlicht. Darin werden die Ergebnisse des dreijährigen Betriebs nach Anpassungen im öffentlichen Verkehr im Kanton Glarus dargestellt.
Verhandlungen des Regierungsrates   /  Gesamtbericht
 

(Text: B.Eberle, 30.10.2017)


Rechenschaftsberichte öV in den Kantonen Thurgau
und St. Gallen


In diesen Tagen haben sowohl der Kanton Thurgau wie St. Gallen Rechenschaftsberichte über den öV in diesen Kantonen veröffentlicht. Dabei werden auch umfangreiche Statistiken publiziert die beweisen, wie sehr der öV in den letzten Jahren ausgebaut und – mit einer kleinen Verzögerung – vom Markt, d.h. der Kundschaft auch angenommen wurde. Grosse Sensationen fehlen, aber das beständig bessere Angebot ist doch für die Kundinnen und Kunden des öV in der Ostschweiz sehr erfreulich.

Kanton Thurgau
Im Thurgau konnte die Anzahl der beförderten Passagiere von unter 30 Mio. im Jahre 2007auf über 39 Mio. im Jahre 2016 gesteigert werden. Dies durch das bessere Angebot auf der Schiene, besonders aber auch im dünnbesiedelten Kanton mit dem verbesserten Busangebot. Im Fernverkehr konnten die Frequenzen ebenfalls stark gesteigert werden. Hier wirkt sich aus, dass im Kanton Thurgau aktiv gebaut wurde und hier noch Wohnraum zu vernünftigen Preisen vorhanden ist. Dies bewirkt mehr Frequenzen in Richtung Winterthur und Zürich. Sehr gut aufgenommen wurde der neue Schnellzug St. Gallen – Konstanz.

Kanton St. Gallen
Im „Standbericht 2017, Der öffentliche Verkehr im Kanton St. Gallen“ wird nicht nur umfangreiches statistisches Material, sondern auch ein ein Rück- und Ausblick zum öV in der Ostschweiz gegeben. Besondere Beachtung aus aktuellem Anlass verdient der Abschnitt über Drittverkaufsstellen, die in der Ostschweiz besonders verbreitet sind. Hier haben National- und Ständerat der SBB den Auftrag gegeben, diese wenigstens bis 2020 aufrecht zu erhalten. Es kann nicht hingenommen werden, dass grosse Gemeinden wie Altstätten SG keinen bedienten Schalter zum Kauf von Abonnement und Billetten mehr haben.

Bei den Ausbauplänen fällt besonders auf, dass die elektrifizierte Eurocity-Linie Zürich – St. Gallen nicht 2018, sondern erst im Dezember 2020 in Betrieb gehen soll. Immerhin dann soll eine schnelle und zeitgemässe Verbindung zwischen den beiden Metropolen bestehen. Damit wurde dann auch das Unding wegfallen, dass ein Eurocity zwischen Zürich und der Landesgrenze fünfmal hält. Ab 2019 soll der vierte Schnellzug Zürich – St. Gallen folgen. Diese Züge werden eine unterschiedliche Haltestellenpolitik haben, der EC soll wieder ohne Halt von Winterthur nach St. Gallen verkehren.

Ab 2019 soll der direkte Schnellzug St. Gallen – Konstanz stündlich verkehren. In ferner Zukunft vielleicht über die Hochrheinstrecke bis Basel!
Weiter ist bis auf weiteres nicht mehr die Rede von der S-Bahn Fl.A.CH und Vorarlberg. Des aufgrund Finanzierungsproblemen. 

Hier die links zu den beiden Berichten:    Kanton Thurgau         Kanton St. Gallen

(Texte: B. Eberle, 15.09.2017)


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