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Aktuell

Pro Bahn Sektion Ostschweiz       (15.04.2019)


Ein weiterer Freudentag für die RhB

Bei schönstem Wetter konnte heute in Altenrhein SG eine grosse Schar aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Verkehr, vor allem aber viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zum Direktor und Verwaltungsrats-
präsidenten der Rhätischen Bahn, den ersten neuen Zug der RhB, den „Capricorn“ beim roll-out in Empfang nehmen.

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Der Zug zeichnet sich aussen durch eine schlichte Gestaltung und innen durch eine gediegene Schönheit auf. Die Plätze in der 1. wie der 2. Klasse sind mit dem heute üblichen Konfort ausgestattet, so dass eine Reise durch die Naturschönheiten Graubündens zu einem besonderen Vergnügen wird. Eine ganz spezielle Besonderheit: Einzelne Fenster lassen sich trotz Klimaanlage zum Fotografieren öffnen. Man kann gespannt sein, zu welchen Diskussionen dies führen wird.

(Text: B.Eberle, 15.04.2019, Bild: RhB)

Mitgliederversammlung Pro Bahn Ostschweiz in Chur

In Chur fand vor kurzem die gutbesuchte Mitgliederversammlung von Pro Bahn Ostschweiz statt. Diese fand im repräsentativen Verwaltungsratssaal der Rhätischen Bahn statt, was dem Anlass auch eine gewisse Würde verlieh.

Im statutarischen Teil wurden der gesamte Vorstand, der Präsident Bruno Eberle und die Revisoren wiedergewählt. Ebenso wurde der vom Präsidenten erläuterte Jahresbericht und die vom Vizepräsidenten Jürg Ehrbar erläuterte Jahresrechnung einstimmig genehmigt. Ebenso nahm die Mitglieder-
versammlung eine kleine Statutenänderung an.
Die Mitgliederversammlung beschloss einstimmig eine Resolution an den Tarifverbund OSTWIND. Diese fordert den Tarifverbund auf, die einzelnen Zonen zwecks Einnahmenerhöhung nicht immer kleiner zu machen. Im Gegenteil sollten die Tarifverbünde möglichst gleich grosse Zonen machen und überdies bei verschiedenen Regeln einheitlich auftreten.

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Im Anschluss gab der Direktor der RhB, Dr. Renato Fasciati, einen äusserst interessanten und informativen Einblick in den Ursprung, die Geschichte und die aktuelle Entwicklung der Rhätischen Bahn. Diese stellt das Rückgrat der Infrastruktur des Kantons Graubünden dar, was bei der topographischen Lage des Kantons auch immer eine Herausforderung darstellt. Die RhB ist gleichzeitig eine Pendler-, Erschliessungs-, Güter- und Tourismusbahn, was nicht immer gut unter einen Hut zu bringen ist. Bisher ist es aber ganz gut gelungen. Momentan ist die Herausforderung die Erneuerung des Rollmaterials. In diesem Frühling erfolgt das roll-out des neuen Capricorn-Zuges, der in den nächsten drei Jahren ausgeliefert wird. Eventuell muss die Bestellung sogar noch aufgestockt werden, weil neue Bedürfnisse entstehen könnten.

Die sehr informativen Ausführungen des Direktors der RhB, Dr. Renato Fasciati, haben sicher bei vielen Mitgliedern den Wunsch geweckt, dieses Jahr dem Bündnerland und auch dem neuen Rollmaterial der RhB einen Besuch abzustatten. Diese Idee kann nur unterstützt werden.

(Text: B. Eberle, 14.04.2019; Foto: HR, Verwaltungsratssaal, rechts stehend Direktor RhB, Dr. Renato Fasciati, links stehend Präsident Pro Bahn Ostschweiz, Bruno Eberle)


Erfolgreiches 2018 auf dem Bodensee

Die Schifffahrtsunternehmen von Bodensee und Rhein, u.a. die Schweizerische Bodensee Schifffahrt AG, bei der Pro Bahn Ostschweiz vor einem Jahr zu Gast war,  können auf ein insgesamt erfreuliches Jahr 2018 zurückblicken. Auf dem Bodensee konnten mehr Gäste begrüsst werden, auf dem Rhein wegen tiefem Wasserstand im Hitzesommer leider etwas weniger. Die URh konnte an rund der Hälfte der Fahrtage nicht zwischen Stein am Rhein und Diessenhofen fahren. Das wird hoffentlich dieses Jahr besser werden. Die Saison hat an diesem Wochenende begonnen. Neu in den Fahrplan wurde eine direkte Verbindung von Romanshorn, Arbon nach Langenargen, retour nach Rorschach. Dieses Schiff verkehrt in der Hauptsaison Montag – Mittwoch. Ebenfalls in der Hauptsaison verkehrt ein früheres Schiff von Kreuzlingen Hafen zur Blumeninsel Mainau und nach Meersburg.

150 Jahre Seelinie und Trajekt

Ein grosser Höhepunkt wird dieses Jahr das Jubiläum 150 Jahre Seelinie und Trajekt am Wochenende des 4./5. Mai 2019 sein. An den Festorten rund um den See (Kreuzlingen/Konstanz, Romanshorn, Rorschach, Bregenz, Lindau und Friedrichshafen) gibt es so viel anzuschauen, dass dieses Wochenende allein eigentlich nicht genügt. Ueberall sind viele Ausstellungen, Sonderfahrten und Anlässe geplant. Es lohnt sich, die homepage für diesen Anlass genau anzuschauen: zur Homepage

Besonders in Romanshorn und Rorschach wird viel geboten! Reservieren Sie sich dieses Wochenende! Wir sehen uns am 4. und 5. Mai 2019 am Bodensee!

(Texte: B.Eberle, 14.4.2019)


Jahresbericht 2018 Pro Bahn, Sektion Ostschweiz 

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(Text: B. Eberle 16.03.2019)

 
Sanierung des Sitter-Viaduktes

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Vielleicht erinnert sich noch jemand an diese Briefmarke aus dem Jahr 1949, die allerdings ziemlich lange im Gebrauch war. Die Brücke im Vordergrund ist das 1907 – 1910 für die Bodensee-Toggenburg-Bahn (jetzt SOB) erbaute Sitter-Viadukt. Mit 99 Metern Höhe ist sie immer noch die höchste Brücke der Schweiz und ohne Zweifel eine der schönsten Brücken der Region. Sie ist aus Natursteinen und im Mittelstück mit einem 1000 Tonnen schweren Stahlstück. Natürlich muss die Brücke das sehr unterschiedliche Wetter in Winter und Sommer ertragen können, was ja auch mehr als 100 Jahre gut funktioniert hat.

Nach 1979/80 ist jetzt wieder eine grosse Sanierung fällig. Das erfordert eine Erneuerung des Korrosionsschutzes an den Stahlteilen. Dafür müssen vier alte Anstriche entfernt und 25 Tonnen (!) neue Farbe aufgetragen werden. Weiter wird auf der ganzen Länge der Brücke das Gleisbett samt Schienen und Fahrleitungen erneuert. Bei den Vorlandbrücken werden einzelne Steine und Mauerwerk ersetzt. Der angrenzende Sturzeneggtunnel wird ebenfalls saniert und die Sohle um 25 cm abgesenkt, damit dereinst hier auch Doppelstockzüge verkehren können. Die ganzen Arbeiten kommen auf rund 20 Mio. Franken zu stehen, dafür sind aber Brücke und Tunnel wieder für 40 – 60 Jahre fit!

Die Bauarbeiten beginnen im Februar 2019 und dauern bis in den Frühling 2021. Der Grossteil der Arbeiten erfolgt von April bis Ende September dieses Jahres. Vom 28. April bis 5. Juli und erneut vom 15. – 27. September ist der Zugsverkehr am Abend eingeschränkt. Vom 6. Juli bis 9. August, also während den Sommerferien, fällt der Zugsverkehr ganz aus. In diesen Zeiten verkehren Bahnersatzbusse zwischen St. Gallen und Haggen nach Herisau. Diese benötigen allerdings rund eine Viertelstunde länger. Die Züge zwischen Haggen und St. Gallen HB verkehren normal nach Fahrplan. 

Es ist allen Bahnfreunden empfohlen, vor oder nach der Sanierung über diese Brücke zu fahren und den wirklich atemberaubenden Blick runter auf die beiden Holzbrücken über die Sitter bzw. die Urnäsch zu geniessen.

(Text: B. Eberle 24.01.2019)


Drei Linien der Appenzeller Bahn auf dem Prüfstand


Die Kantone Appenzell Ausserhoden und St. Gallen haben beschlossen, drei Linien der Appenzeller Bahnen (Rorschach – Heiden, Rheineck – Walzenhausen und Altstätten Stadt – Gais) einer genauen Prüfung zu unterziehen. Der Grund dafür liegt einerseits bei langfristig sinkenden Frequenzen und anderseits anstehenden grösseren Investitionen. Die Ueberprüfung hat gerade erst begonnen, die Studie soll Ende Juni 2019 vorliegen.

Die Situation ist bei jeder Linie ein wenig anders:
Die Linie Rorschach – Heiden lebt klar vom Sommertourismus. Viele Gäste, die mit dem Schiff ankommen, zieht es mit dem „Heidlerbähnli“ hinauf zum Kurort Heiden, dem letzten Wohnort von Rotkreuz-Gründer Henri Dunant. Attraktiv sind im Sommer die offenen Wagen, die nicht nur Kinderherzen erfreuen.

Die Linie von Altstätten Stadt hinauf zum Stoss und dann nach Gais ist eindeutig eine Freizeitlinie. Im Winter beliebt um sich bequem hinauf befördern zu lassen und dann mit dem Schlitten nach Altstätten runter zu fahren, ist die Bahn im Sommer eher ein Hilfsmittel, um Wanderer und Radfahrer bequem in die Höhe zu bringen. Um als Pendlerlinie nach St. Gallen eine Rolle zu spielen, müssten die Anschlüsse in Gais deutlich verbessert werden.

Die Strecke von Rheineck nach Walzenhausen leidet darunter, dass das Hotel Walzenhausen bei der Bergstation immer noch geschlossen ist. Aber bei Ausflüglern ist diese Linie nach wie vor beliebt, um sich bequem in die Höhe bringen zu lassen. Walzenhausen kann wie Heiden mit einer wunderschönen Aussicht auf Rheintal und Teile des Bodensees aufwarten.

Inzwischen melden sich Tourismus, Politik und Anrainer-Gemeinden zu Wort. Alle verweisen darauf, dass diese Linien für die Einwohner wie für den Tourismus enorm wichtig sind. Aber es bleibt die Tatsache, dass der Kostendeckungsgrad mit rund 30 % niedrig ist und mit den anstehenden Investitionen noch weiter sinken würde.

Nach Meinung von Pro Bahn Ostschweiz hilft nur eine Vorwärtsstrategie. Dies würde neue Frequenzen bringen und den Tourismus weiter fördern. Woraus könnte diese Strategie bestehen?
- Beim Walzenhausen-Bähnli ist denkbar, den 60 Jahre alten Triebwagen (2014 aufgefrischt) durch eine automatische Bahn analog dem Mühlegg-Bähnli in St. Gallen zu ersetzen. Damit wäre das gleiche Angebot mit weniger Personalaufwand möglich.

- Die Rorschach – Heiden-Bahn ist touristisch enorm wichtig. Dazu wäre es nötig, diese Bahn und die schöne Aussicht in Heiden am deutschen Bodenseeufer besser bekannt zu machen. Mit Kombitickets Schiff und Bahn würde hier noch viel drinliegen. Die Beliebtheit von Fahrten mit Dampflok und Sommerwagen liesse sich bestimmt noch steigern.
- Schliesslich müssten bei der Linie Altstätten – Gais die Anschlüsse in Gais deutlich verbessert werden. Dem Freizeit-Reisenden ist es egal, wenn er in Gais 16 Minuten auf den Zug nach St. Gallen warten muss. Für den Pendler ist dies Grund genug, eine andere Variante zu wählen.

Pro Bahn Ostschweiz erhofft sich von den beiden Kantonen, den Gemeinden und der Appenzeller Bahn kreative Ideen, wie diese drei traditionellen und beliebten Linien auch in Zukunft betrieben werden können.

(Text: B. Eberle, 24.01.2019)


Baubeginn Doppelspur in Rorschach


Am 14. Januar 2019 sollen die Bauarbeiten für die Schaffung einer Doppelspur in Rorschach beginnen. Dafür sind umfangreiche Vorarbeiten, die Sanierung von verschiedenen Bahnübergängen und nicht zuletzt die Schaffung des benötigten Raumes für die zweite Spur notwendig. Ausserdem soll der Stadtbahnhof Rorschach saniert und behindertengerecht ausgebaut werden.

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SBB Rorschach-Stadt                                                            Foto: B. Eberle, 08.01.2019


Die Strecke zwischen Goldach und Rorschach ist die letzte verbliebene einspurige Strecke zwischen Boden- und Genfersee. Damit stellt diese Strecke ein grosses Nadelöhr dar, verkehren doch hier Eurocity-, Schnell- und S-Bahnzüge und natürlich auch Güterzüge. Es ist schon längst überfällig, hier eine Doppelspur zu schaffen. Der Bau kann nun begonnen werden, nachdem eine letzte Beschwerde erledigt werden konnte.

Leider brauchen die umfangreichen Arbeiten viel Zeit, nämlich genau 905 Tage! Bis zum Mai 2020 soll die zweite Spur Tatsache sein. Anschliessend wird noch das alte Gleis saniert, so dass die Doppelspur auf den Fahrplanwechsel 2021 fertig gestellt sein soll. Bis dahin soll auch der Bahnhof Rorschach Stadt saniert sein.

Dieser Ausbau wird nicht nur Rorschach, sondern die ganze Verkehrssituation in der Ostschweiz verändern!

(Text: B. Eberle, 08.01.2019)


Erfolgreiche Rhätische Bahn

Die Rhätische Bahn konnte im Jubiläumsjahr „10 Jahre UNESCO Welterbe“ ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 verzeichnen. Es konnten mehr als 3 % mehr Gäste als im Vorjahr begrüsst werden. Den grössten Anstieg konnte die RhB auf der Linie Landquart – St. Moritz verzeichnen, auf der Strecke zwischen Chur und Arosa waren es auch beachtliche 12,4 % plus. Hier spielte sicher die Eröffnung des Bärenlandes in Arosa eine grosse Rolle.

Guten Anklang bei den Gästen fanden auch die nostalgischen Zugskompositionen auf der Strecke Davos Platz – Filisur. Hier verbuchte die RhB ein Plus von 9,5 %. Bei den Gütern war ein leichtes Plus von 0,5 % zu verzeichnen. Beim Vereina Tunnel war ein Minus von rund 3 % zu verzeichnen. Dies ist wohl auf den langen und schönen Sommer zurückzuführen. Manch ein Autofahrer hat bei schönem Wetter wohl die Fahrt über den Pass vorgezogen.

Bei der RhB sind grosse Modernisierungsschritte im Gange oder abgeschlossen. Die Hinterrheinbrücke bei Reichenau konnte in Betrieb genommen werden, beim neuen Albulatunnel erfolgte der Durchstich. Diverse Doppelspur-Projekte werden angegangen, ebenso der umfassende Umbau des Bahnhofs Landquart und der dortigen RhB-Hauptwerkstatt. Diese umfangreichen Arbeiten werden sich über rund 10 Jahre erstrecken.

Auch bei der RhB ist die Digitalisierung ein grosses Projekt. So wird viel in eine neue Vertriebsplattform und 97 neue Billettautomaten investiert.

Pro Bahn Ostschweiz freut sich, dass wir 16. März 2019 bei den Rhätischen Bahnen in Chur zu Gast sein dürfen. Am Morgen wird die ordentliche Generalversammlung abgehalten, am Nachmittag wird uns der Direktor Dr. Renato Fasciati die RhB vorstellen und uns einen Blick in die Zukunft der RhB ermöglichen.

(Text: B. Eberle, 21.12.2018)


Ausbau der Bahnlinie zwischen St. Gallen und St. Margrethen
Eisenbahn-Doppelspurausbau zwischen Goldach und Rorschach Stadt

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 14. Dezember 2018 eine Finanzierungsvereinbarung im Umfang von 23,3 Millionen Franken gutgeheissen. Sie ermöglicht den Eisenbahn-Doppelspurausbau zwischen Goldach und Rorschach Stadt auf der Linie St. Gallen – St. Margrethen. 
Mit der Vereinbarung zwischen dem Bund und der SBB werden Projektierung und Realisierung des Doppelspurausbaus zwischen Goldach und Rorschach Stadt und des behindertengerechten Ausbaus des Bahnhofes Rorschach Stadt finanziert. Das Geld stammt aus dem Kredit zum Anschluss der Schweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz, den das Parlament 2005 beschlossen hatte.
Die Plangenehmigungsverfügung (Baubewilligung) für den Ausbau ist nach der Abweisung einer Beschwerde durch das Bundesgericht seit Anfang September 2018 rechtskräftig. Der Baubeginn soll spätestens im März 2019 erfolgen.

(Text: BAV, 14.12.2018)



Gesamtperspektive – Die Bahnzukunft in der Ostschweiz

Kürzlich haben in St. Gallen vier Regierungsvertreter der Ostschweizer Kantone Graubünden, Schaffhausen, Thurgau und St. Gallen sowie der CEO der SBB, Andreas Meyer, die „Gesamtperspektive“ für die Ostschweiz vorgestellt. Dieser soll der Leitfaden für die mittelfristige Zukunft der Entwicklung des Personen- und Güterverkehrs darstellen. Ebenso werden Entwicklungsmöglichkeiten für eine ganze Anzahl Bahnhöfe in der Ostschweiz aufgezeigt.

Andreas Meyer zeigte auf, dass man keine langfristige Planung machen könne, wenn man nicht wisse, in welche Richtung die Reise geht und was die Ziele sind. Dafür wurde diese Gesamtperspektive erarbeitet. Darin gibt es bereits Bekanntes, aber es werden auch Aussagen gemacht, die in dieser Klarheit noch nie gemacht wurden. So spricht man sich klar für den Brüttenertunnel aus, der der Ostschweiz wertvolle Minuten bringen wird.  Ebenso soll ab 2026 im St. Galler Rheintal auf Doppelspur ausgebaut sein, was deutlich bessere Verbindungen ermöglicht. Und es gibt erstaunlicherweise ein klares Bekenntnis für den Viertelstundentakt für alle Stadt-St. Galler Bahnhöfe.

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Mit diversen Ausbauten, die gegenwärtig erfolgen, wird die Ostschweiz direkt und schnell an Europa angebunden. Schon jetzt verkehrt ein railjet von Zürich über Buchs SG nach Wien und Bratislava. Ab Fahrplanwechsel 2020 ist die Strecke nach München elektrifiziert, was eine Reisezeit von St. Gallen nach München in 2 ½ Std. ermöglicht. Die Hochrheinstrecke von Schaffhausen rechtsrheinig nach Basel, die bisher jeweils als interessante Möglichkeit angesehen wurde, wird ziemlich definitiv für das Jahr 2027 in Aussicht gestellt. Besonders interessant wäre diese Strecke, wenn sie von der deutschen Tochter der SBB gefahren würde und Halbtax und GA in diesen Zügen gültig wären. Eine besonders interessante Perspektive für die Ostschweiz, speziell für Schaffhausen.

Ebenso interessant sind die Ausführungen über die Mobilität der Zukunft und die Entwicklungsmöglichkeiten bei grossen Ostschweizer Bahnhöfen. Glücklicherweise verfügen diese Bahnhöfe noch über entsprechende Gebiete. Jetzt gilt es, diese wertvollen Gelände sinnvoll zu nutzen. Die Städte und Kantone sind gefordert.

Allen Interessierten in der Ostschweiz ist die Lektüre dieser Studie sehr empfohlen > Broschüre

(Text: B. Eberle, 12 12.2018)



Grosser Fahrplanwechsel im Kanton Thurgau

In Romanshorn wurde in Anwesenheit von Regierungsrat Walter Schönholzer, Peter Füglistaler vom BAV und Toni Häne, Leiter Personenverkehr der SBB und vielen Exponenten aus Politik und öffentlichem Verkehr der Auftakt zum Fahrplanwechsel 2018 gefeiert. Dieser ist für den Kanton Thurgau ein riesiger Meilenstein und verdient es, gefeiert zu werden.

Bund und Kanton Thurgau haben CHF 300 Mio. investiert, um den öV in diesem Kanton voranzubringen. Grosse und teure Ausbauten wurden getätigt, die alle besseren und schnelleren Verbindungen, mehr Zügen und verbesserte Vernetzung dienen. Herauszuheben sind die neue, 4,7 km lange Doppelspur Weinfelden – Berg in Richtung Kreuzlingen und der Ausbau der Bahnhöfe Lengwil, Kradolf und Hauptwil zu Kreuzungsstationen. Auf der Seelinie Rorschach – Romanshorn – Kreuzlingen – Schaffhausen verbessern sich die Anschlüsse auf den Fernverkehr.

Eine unvollständige Aufzählung:
- Beschleunigung Fernverkehr Zürich – Romanshorn und Zürich – Konstanz
- Weinfelden – Bischofszell durchgängig Halbstundentakt, in der HVZ
   und nachmittags Halbstundentakt bis St. Gallen

- RE St. Gallen – Romanshorn – Konstanz neu im Stundentakt
- S 12 Zürich – Winterthur – neu bis Wil SG (wichtig für den Hinterthurgau
   bzw. neu Thurgau Süd)

- Bus St. Gallen – Arbon neu auch sonntags Halbstundentakt
- Bus Amriswil – Romanshorn – Arbon durchgehenden Halbstundentakt
- Bus Amriswil – Arbon neu Halt in Steinebrunn mit Anschluss an die S 8
   nach St. Gallen

Dies ist nur eine kleine Aufzählung. Besonders bei den Postautokursen lohnt es sich, neue Strecken oder Verdichtung des Fahrplanes zu studieren, um für sich neue Möglichkeiten herauszufinden.

Nicht immer können alle Wünsche erfüllt werden. So sind gewisse Anschlüsse wie in Stein am Rhein nicht schlank. Aber wie an diesem Anlass gesagt wurde, es muss ja auch noch Potential bei zukünftigen Fahrplanwechseln bleiben. Oder wie es BAV-Chef Füglistaler sagte: Wenn ein Regierungsrat total glücklich ist, haben wir ihm zuviel gegeben.

In der Summe bringt aber dieser Fahrplanwechsel dem Kanton Thurgau sehr viel. Die Bevölkerung ist jetzt eingeladen, dieses verbesserte Angebot zu nutzen und die übrige Schweiz soll den verbesserten öV nutzen, um dem wunderschönen Kanton Thurgau inklusive Bodensee gelegentlich einen Besuch abzustatten.

Ergänzende Infos "ruckzuck-tg"  " Die Kampagne"

(Text:
B. Eberle, 04.12.2018)


Neues zum Projekt FLACH:
Fürstentum Liechtenstein – Vorarlberg – Schweiz


Die diesjährige Herbsttagung der IgöV widmete sich wie in den Vorjahren dem grenzüberschreitenden Verkehr. Diskutierte man vor zwei Jahren in Konstanz über die Verbindungen aus der Schweiz nach Baden-Württemberg und vor einem Jahr in Bregenz die Entwicklung zwischen dem St. Galler Rheintal und Vorarlberg, so standen dieses Jahr die Verkehrsprobleme zwischen Vorarlberg einerseits und dem Kanton St. Gallen anderseits ins Fürstentum Liechtenstein im Mittelpunkt.

Durch den wirtschaftlichen Erfolg von Liechtenstein weist das Fürstentum mit fast 39'000 Arbeitsplätzen mehr Stellen als Einwohner auf! Täglich pendeln rund 21‘000 Leute ins Fürstentum, was auf den Rheinbrücken und den wenigen Strassen aus Vorarlberg regelmässig zu Staus führt. Es ist daher dringend, dass der öffentliche Verkehr ausgebaut wird. Eigentlich waren sich Oesterreich und das Fürstentum vor vier Jahren einig über die Massnahmen und die Finanzierung, bis das Finanzierungspaket wieder aufgeschnürt wurde. Seither wird um die Finanzierung gerungen.

Landesrat Johannes Rauch zeigte die Erfolge der Verkehrspolitik Vorarlbergs auf. Die Einführung einer verbilligten Jahreskarte für Vorarlberg zum Preis von EUR 365 führte zu einem sprunghaften Anstieg der verkauften Abos von 20‘000 auf 70‘000. Weiter werde viel in das Erscheinungsbild der Bahnhöfe und neues Rollmaterial investiert. Dies sei für Vorarlberg wichtig, aber auch für die rund 8‘000 Leute, die täglich ins Fürstentum pendeln. Er hoffe sehr, dass bis 2019 eine Einigung des zuständigen Bundesministeriums in Wien mit dem Fürstentum möglich sei. Die Umsetzung der S-Bahn Feldkirch – Schaan - Buchs SG dauere dann immer noch 6 – 7 Jahre.

FL-Landesrat Daniel Oehry verwies ebenfalls auf die Wichtigkeit dieser S-Bahn. Diese bildet das Rückgrat des öV im Fürstentum. Ziel sei die Doppelspur zwischen der Staatsgrenze zu Oesterreich und Nendeln. Es müssen mehr Pendler auch aus der Schweiz auf den öV gebracht werden, kommen doch von dort täglich 11‘000 Leute. Eine Hilfe könnte auch die Förderung des Fahrradverkehrs sein. Neue Strecken, die auf e-Bikes ausgerichtet wären, könnten einen grossen Beitrag leisten.

Im Fürstentum findet voraussichtlich 2019 eine Volksabstimmung über einen Kredit von rund CHF 100 Mio. zur Finanzierung des Ausbaus des öffentlichen Verkehrs statt.
Der St. Galler Regierungsrat Bruno Damann verwies auf die Tatsache, dass heute 95 % der Pendler mit dem Auto ins Fürstentum fahren. Es müssen eindeutig mehr Leute auf den öV gebracht werden. Eine Hilfe könnte sein, dass der Erwerb grenzüberschreitender Abos und Tickets vereinfacht würde. Dies ist immer noch zu kompliziert.

Die Doppelspur Buchs SG – Weite sei in Planung. Diese könnte für die S-Bahn FLACH wichtig sein.
Beim Fernverkehr Schweiz-München fehle noch eine Potenzialabklärung. Die Vollkosten des Betriebs werden auf 3 Mio. CH pro Jahr geschätzt. Der Kostendeckungsgrad liege bei 35%. Der Rest müsse über Zuschüsse finanziert werden, wobei die Schweiz etwa 50% übernehmen müsse. Der Knackpunkt sei die Finanzierung.

In der Diskussion wurden verschiedene Projekte oder Wünsche geäussert, die allerdings noch weit in der Zukunft liegen. Beispielsweise mehr direkte Züge Zürich – Feldkirch, bauliche Massnahmen südlich von Feldkirch, die direkte Züge von Feldkirch in die Schweiz ermöglichen würden.
Zuerst müssen aber die Verhandlungen über die Finanzierung der S-Bahn möglichst bald erfolgreich abgeschlossen werden, damit diese für das Fürstentum so wichtige Bahnstrecke bald modernisiert werden kann.

S-Bahn Lichtenstein (2015)

(Text: M. Ehrbar + B. Eberle, 24.10.2018)


Ein grosser Tag für die Rhätische Bahn

Am Montag, 1. Oktober 2018 machte sich eine grosse Delegation aus dem Kanton Graubünden auf den Weg nach Altenrhein SG, um im dortigen STADLER Werk die Fertigung der neuen CAPRICORN-Züge unter kundiger Leitung anzuschauen. Mehr als 100 Leute aus Politik, Kunden und nicht zuletzt Mitarbeitende der Rhätischen Bahn begleiteten den RhB-Direktor Renato Fasciati nach Altenrhein.

Die RhB hat bei STADLER 36 Flügeltriebzüge bestellt, die den Namen CAPRICORN, rätoromanisch für Steinbock, tragen sollen. Diese Züge werden im Moment bei STADLER Altenrhein gefertigt, die ersten Züge sollen schon Ende Jahr die ersten Testfahrten in Landquart absolvieren und beim Fahrplanwechsel 2019 in Betrieb gehen.

Eine Besonderheit wird sein, dass nicht die ganze Serie in Altenrhein gefertigt werden wird. Die Bauarbeiten für die neue STADLER-Fabrik in St. Margrethen SG haben diesen Sommer begonnen. Schon im Jahr 2020 soll der zweite Teil der Serie des CAPRICORN in St. Margrethen gefertigt werden.

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Ein stolzer RhB-Direktor in einem noch unfertigen CAPRICORN-Wagen
(Text+Bild: B. Eberle, 05.10.2018)


Skandalöser Entscheid des Stadtrates

Der Stadtrat von St. Gallen hat entschieden, die Anzeigetafel mit den Abfahrtszeiten von VBSG, Postauto und AB wieder zu entfernen, weil sie angeblich die Sicht auf die Binäre Uhr verdecke. Dabei ist diese Anzeigetafel vom Bahnhofplatz aus gar nicht sichtbar.

Offenbar sind dem Stadtrat die Interessen von 80‘000 Personen, die tagtäglich den Hauptbahnhof und die städtischen Verkehrsbetriebe benutzen, völlig egal. Dieser Entscheid reiht sich schön mit dem Fehlentscheid des damaligen Stadtrates ein, die Rathausunterführung nicht bis südlich des Bahnhofplatzes zu verlängern. Wir werden diese Unterführung noch schmerzlich vermissen.

Statt Informationsmöglichkeiten zu beseitigen würde sich der Stadtrat besser dafür einsetzen, dass auch in der immer noch völlig unternutzten Schalterhalle eine Anzeigetafel mit den Abfahrtszeiten von VBSG, Postauto und AB aufgestellt wird. Es ist wirklich nicht verständlich, warum der Stadtrat CHF 400‘000 für eine Binäre Uhr ausgibt, – übrigens: eine Uhr ist eine Uhr und kein Kunstwerk – aber die Interessen der öV-Kunden mit Füssen tritt.
(Text: B.Eberle, Präsident Pro Bahn Sektion Ostschweiz, 15.08.2018)


Oeffentlicher Verkehr im Kanton St. Gallen

Das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen hat ihren jährlichen Bericht zum öV im Kanton veröffentlicht.
Es finden sich eine Fülle von Informationen und Statistiken. Ganz besonders interessant sind nach der Meinung von Pro Bahn Ostschweiz die Zukunftsschritte, die vorgesehen sind. Es wird wohl noch die eine oder andere Knacknuss bei der Finanzierung geben, aber es gibt doch erfreuliche Aussichten. Ganz besonders gut sind die Zukunftsaussichten für den EC Zürich – St. Gallen – München, wenn in 1 ½ Jahren die Elektrifizierung abgeschlossen sein wird.
Bei den Statistiken sind die Aufschlüsselungen von Zugs- und Postautolinien nach Deckungsgrad, bei den Bahnhöfen nach Frequenzen aufschlussreich. Auch eine Interessenvertretung wie Pro Bahn hat kein Interesse daran, dass leere Fahrzeuge herumfahren oder Millionen-Investitionen in kaum frequentierten Bahnhöfen erfolgen.
Der Bericht öffentlicher Verkehr 2018 ist im Internet einsehbar und wird jährlich aktualisiert.
(Text: B. Eberle 13.07.2018)

Stadtparlament beschäftigt sich mit dem öffentlichen Verkehr

Im Stadtparlament St. Gallen wurden gleich zwei Vorstösse zum öffentlichen Verkehr eingereicht. Während der den Viertelstundentakt für alle Bahnhöfe auf dem Gebiet der Stadt fordert, beschäftigt sich der zweite mit der neuen Digitaluhr am HB St. Gallen.
Der Viertelstundentakt ist ohne Zweifel ein berechtigtes Anliegen. Vom Bahnhof St. Gallen Bruggen fahren heute zwei Züge innerhalb von 6 Minuten nach St. Gallen HB, dann ist wieder Pause bis zur nächsten Stunde. Hier ist wenigstens ein Halbstundentakt in Aussicht und das Quartier ist mit der VBSG einigermassen gut erschlossen.
Beim Bahnhof St. Gallen St. Fiden mit deutlich höheren Frequenzen ist im Moment eine Taktlücke von fast einer halben Stunde da, die allerdings beim nächsten Fahrplanwechsel geschlossen werden soll. Aber es ist in der Tat zu begrüssen, dass das Parlament die Stadtregierung auffordert, sich beim Kanton für einen besseren öV auf dem SBB-Netz innerhalb der Stadt einzusetzen.

Der andere Vorstoss ist eher fragwürdig. Bekanntlich hat St. Gallen mit der digitalen Uhr am Glaskubus am Hauptbahnhof eine neue Sehenswürdigkeit. Kaum jemand kann die Uhr lesen (der Verfasser gibt gerne Unterricht), aber sie eignet sich vorzüglich für grosse Diskussionen. Zwei Stadtparlamentarier haben diese Uhr flugs zum Kunstwerk erhoben und fordern die Demontage einer grossen Anzeigetafel im Kubus. Während man mit der Rolltreppe hochfährt, kann man sehr gut die nächsten Abfahrten der VBSG und vom Postauto lesen. Vom Bahnhofplatz sieht man diese Tafel gar nicht. Pro Bahn Ostschweiz wehrt sich vehement dagegen, dass die Information der Reisenden im HB St. Gallen verschlechtert wird.
Ein Bahnhof ist ein Bahnhof und eine Uhr ist eine Uhr. Und zum Bahnhof gehören Informationen.
(Bild zVfg, Text:  B. Eberle 13.07.2018)


Flexible Appenzeller Bahnen

Vor kurzem hat sich eine über 80jährige Dame aus dem Appenzellerland an Pro Bahn gewandt, weil sie in Teufen beim Umsteigen vom Bahnersatzbus auf die Appenzellerbahn ohne fremde Hilfe kaum die Stufen hochkomme. Wir haben uns deshalb an die Direktion der AB gewandt und in der Tat waren innerhalb von drei Wochen Stufen für den besseren Einstieg gebaut.

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Das zeigt nicht nur, dass Pro Bahn für die Kunden des öffentlichen Verkehrs da ist, sondern dass kleine Transportunternehmen sehr schnell und flexibel reagieren können. Ein grosser Dank an die Appenzeller Bahnen!
(Text und Bild B. Eberle 13.07.2018)


Fahrbahnerneuerung St. Gallen West

In der ganzen Schweiz finden diesen Sommer grosse Bauarbeiten an der Bahninfrastruktur statt, so auch zwischen St. Gallen und Gossau SG. Es werden 6 km Gleise total erneuert, neue Weichen installiert und verschiedene technische Installationen erneuert. Die wichtigste davon ist ein neues Zugsfolgesystem, das einen dichteren Fahrplan ermöglicht. Dieser ist auch notwendig, um die immer mehr Züge auch auf dieser Linie zu bewältigen. So sind diese für die Zugskundschaft wie auch für die Anwohner manchmal etwas mühsamen Bauarbeiten langfristig doch von grossem Nutzen.

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Spektakulär ist der Bauzug PM 1000 der zum Einsatz kommt. Dieser ist mit den Materialwagen 1‘100 Meter lang und kann in einem Arbeitsgang das Gleis anheben, den Schotter entfernen, recyceln, verbrauchten Schotter und Sand entfernen und dafür mit neuem ergänzen und schliesslich das neue Gleis in die richtige Lage bringen.  Die Bauarbeiten dauern noch bis 12. August 2018 an, nachher finden bis zum Fahrplanwechsel im Dezember noch Nacharbeiten statt.
Text und Bild B. Eberle 13.07.2018


Fahrplanbegehren Fahrplan 2019


720 Zürich – Thalwil – Ziegelbrücke

Aus der Regionalpresse in Obermarch haben wir erfahren, dass in Siebnen-Wangen die Ueberholgleise für die S 2 bis 2024 gebaut werden. Damit kann die S 2 wieder halbstündlich mit allen Halten in der March und direkt nach Zürich verkehren. Durch die Kürzung des Angebots der S27 seit dem Fahrplan 2018 besteht die Gefahr, dass die Kunden auf das Auto umsteigen. Aus diesem Grund fordern wir den Kanton Schwyz auf, auf diesen Entschied zurückzukommen und das Angebot wie im Fahrplan 2017 als Übergangslösung bis zur Inbetriebnahme der Ueberholgleise zu ermöglichen.

Aus dem gleichen Grund fordern wir den Kanton Glarus auf, auf den Entscheid zurückzukommen und den Halt in Bilten ab diesem Zeitpunkt wieder zu ermöglichen. Ein positives Signal zum jetzigen Zeitpunkt ist wichtig, damit der Umbau des Bahnhofs gemäss dem Behindertengleichstellungsgesetz jetzt in die Wege geleitet werden kann. Damit ist er bei der Einführung der neuen S 2 bereit.

736 Ziegelbrücke - Linthtal
Nieder-Oberurnen verfügt zur halben Stunde aus Richtung Ziegelbrücke ein gutes Busangebot. Deshalb kann der Halt der S 25 entfallen. Der Fahrzeitgewinn soll dazu genutzt werden um den Anschluss an die S 4 nach Sargans - Buchs SG herzustellen.

820 Schaffhausen – Kreuzlingen – Romanshorn
Die «Seehas» Züge Engen – Konstanz sollen stündlich ab Konstanz zur Minute ab xx.37 an xx.23 nach Kreuzlingen Hafen verlängert werden. Dort sollen sie den Anschluss an die S8 nach Schaffhausen und Romanshorn herstellen. Damit behalten die Orte an der Seelinie den schlanken Anschluss nach Konstanz.

830 Konstanz - Weinfelden
Leider können die heutigen halbstündlichen Anschlüsse von der Seelinie nach Weinfelden und weiter Richtung Zürich nicht mehr angeboten werden. Als Übergangslösung bis zur Einführung der S 44 soll eine Schnellbuslösung via Autobahn mit Anschluss in Frauenfeld geprüft werden. Insbesonders ist abzuklären, ob diese Strecke in etwa 25 Minuten gefahren werden kann, um die Anschlüsse in Kreuzlingen und Frauenfeld herzustellen.

840 Zürich – Winterthur – Romanshorn
Anschluss in Effretikon zwischen S19 aus Dietikon–Wallisellen an die S24 nach Schaffhausen und Weinfelden sicherstellen, damit die Arbeitsplätze in Wallisellen und Dietikon weiter gute Verbindungen in den Kanton Thurgau haben (bisherige S8).

850 Zürich – Winterthur – St. Gallen
Um den Vollknoten in Wil wenigstens einmal stündlich sicherzustellen, sollen die IC 15xx gemäss nachfolgendem Fahrplan in St. Gallen 4 Minuten früher abfahren.

xx.03    ab    St. Gallen  an    xx.57
xx.11    an    Gossau      ab    xx.49
xx.12    ab    Gossau      an    xx.48
xx.17    ab    Flawil         an    xx.43
xx.22    ab    Uzwil         an    xx.39
xx.29    an    Wil             ab    xx.31
xx.32    ab    Wil             an    xx.28
xx.52    an    Winterthur  ab    xx.08

Weiter in Richtung Zürich gemäss Fahrplanentwurf

Dieser Fahrplanvorschlag bringt den Nachteil eines Hinketaktes sowie längere Fahrzeiten nach Zürich mit sich, jedoch überwiegen die Vorteile mit den stündlichen Vollknoten deutlich. Damit bestehen für das Umland von Wil, sowie die Strecken nach Weinfelden und Wattwil weiterhin stündliche attraktive Anschlüsse nach St. Gallen.

Als Ersatz für den entfallenen EC St. Gallen ab 10.19, an 19.41 sollen die als Ersatz angegebenen IC-Busse in St. Gallen oder in St. Margrethen anhalten. Ohne Ersatz wird das jetzt schon spärliche Angebot nach München noch unattraktiver.

EC 197 soll für Reisende nach St. Gallen freigeben werden. Die Abfahrtzeit in Zürich deckt die meisten Arbeitsschlusszeiten ab. Der Begriff „Halt nur zum Einsteigen“ ist bei den Kunden heute so gut wie unbekannt. Aus diesem Grund gehen wir davon aus, dass die Kunden dies ignorieren und den Zug trotzdem benützen. Dass abhängen von allfälligen Zusatzwagen sollte in St. Gallen möglich sein. Bei diesem Zug wird das heute bereits innert zwei Minuten erfolgreich gemacht.

EC Zürich–München verlieren in Zürich HB zahlreiche Anschlüsse (Biel, Bern, Luzern, Basel), obwohl die Reisezeit länger wird
1.    Abfahrt .. 03/Ankunft ..57 damit wenigstens der Anschluss aus Biel
       sichergestellt ist (oder diesen Anschluss mit 6 Min. Übergangszeit
       sicherstellen),

2.    Optimaler Fall: Abfahrt/Ankunft im Bahnhofteil Löwenstrasse mit
       Anschluss auch aus und nach Bern, unter Verzicht auf Durchbindung
       von Basel–Aarau–Flughafen–St. Gallen, diese wenigen Durchbindungen
       sind nicht wirklich nützlich


Die Linie S 1 sollen in St. Gallen Bruggen halten. Aufgrund der Standzeit in St. Gallen bis zur Weiterfahrt nach Schaffhausen ist eine spätere Ankunft um 1-2 Minuten möglich.

852 Weinfelden – St. Gallen
Die S 5 wird mit der S 3 nach St. Margrethen durchgebunden. Aus Kundensicht soll die Durchbindung als eine Linie Weinfelden – St. Gallen – St. Margrethen dargestellt werden.

870 Rapperswil – St. Gallen – Romanshorn
Da die Bauarbeiten in Rapperswil nun abgeschlossen sind, sollen die Anschlüsse zwischen der S 6 Rapperswil – Linthtal sowie dem «Voralpen Express» aus St. Gallen und der der S 5 nach Uster – Zürich wie im Fahrplan 2016 am selben Perron hergestellt werden.

Das Naherholungsgebiet Gübsensee soll weiterhin mindestens stündlich mit der Bahn bedient werden. Dieses Gebiet ist sonst nicht mehr mit dem öv erreichbar.

Die Linie S 8 wird mit der Linie S 1 durchgebunden. Aus Kundensicht soll die Durchbindung als eine Linie Schaffhausen – St. Gallen – Wil dargestellt werden.

880 St. Gallen – Rorschach – Buchs – Chur
Wir haben Kundenreaktionen erhalten, dass der Anschluss in Sargans vom IC 5xx aus Zürich an den IR 32xx bei Verspätungen des IC nicht gewährleistet ist. Aus diesem Grund soll der IR 1-2 Minuten in Sargans später abfahren.

Die Züge der S4 sollen in Sargans den Anschluss an die IC nach Zürich herstellen. Heute werden sie knapp nicht erreicht.

80.151 Gossau – Arena - St. Gallen
Die Abfahrtszeiten dieser Linie sollen an die Ankunft/Abfahrt in Gossau der Fernverkehrszüge nach Zürich ausgerichtet werden. Gemäss Fahrplanentwurf gibt es Wartezeiten von 10 Minuten, oder die Busse kommen in Gossau an, wenn der Zug nach Zürich abfährt. Dieser Anschluss ist wichtig, da die Bahnhöfe St. Gallen Winkeln und Bruggen den Anschluss aus Zürich in Gossau an die S5 sowie der S 1 mit dem neuen Fahrplan verlieren.

80.226 Heiden – Heerbrugg/Altstätten
Am Morgen besteht auf dieser Linie teilweise ein Hinketakt mit unterschiedlichen Verkehrstagen und Verkehrszeiten. Aus Kundensicht sollte hier ein einheitlicher Takt eingeführt werden.

80.825 Frauenfeld – Stein am Rhein
Der Anschluss nach Schaffhausen soll in Eschenz hergestellt werden. Gemäss Fahrplanentwurf beträgt er in Stein am Rhein unattraktive 29 Minuten.
(Text: M. Streuli, 11.07.2018)

Ein grosser Fahrplanwechsel für den Kanton Thurgau

Die umfangreichen Bauarbeiten der letzten Jahre im Eisenbahnnetz des Kantons Thurgau wirken sich beim kommenden Fahrplanwechsel gross aus. Für einmal ist eine Randregion grosse Nutzniesserin eines Fahrplanwechsels.

Die Linie Weinfelden – Winterthur wird dank den umfangreichen Bauarbeiten um 4 Minuten auf 20 Minuten beschleunigt. Darum ist dort der Fernverkehr der grosse Träger der Pendlerströme in Richtung Zürich. Der Bahnhof Weinfelden wurde ausgebaut und erhielt eine zweite Unterführung. Weinfelden stellt nun ebenfalls ein Knoten im Netz dar.

Die Strecke zwischen Weinfelden und Kreuzlingen wurde an verschiedenen Stellen verbessert. Zwischen Weinfelden und Kehlhof entsteht eine Doppelspur, in Berg TG und Lengwil entstehen neue Kreuzungsstellen. Dies ermöglicht schlankere Anschlüsse in Kreuzlingen. Die verkürzte Reisezeit von Winterthur her ermöglicht auch in Romanshorn bessere Anschlüsse.

Schliesslich entstehen auch auf der Linie Sulgen – Gossau neue Kreuzungsstellen in Kradolf und Hauptwil. Die Züge von St. Gallen nach Weinfelden werden in Zukunft nicht mehr in Bischofszell, sondern an diesen Stellen kreuzen. Der vor einigen Jahren eingeführte Halbstundentakt am Nachmittag wird auf den ganzen Tag ausgeweitet.

Die Seelinie von Romanshorn – Schaffhausen und der RE St. Gallen – Konstanz werden um eine Viertelstunde gedreht. Das ermöglicht die erwähnten besseren Anschlüsse in Romanshorn und Kreuzlingen, hingegen entsteht ein Problem in Stein am Rhein (in Richtung Winterthur). Hoffentlich lässt sich dafür eine Lösung finden.

Für den Kanton St. Gallen liegt bei diesem Fahrplanwechsel etwas weniger drin. St. Gallen bekommt den vierten Schnellzug nach Zürich, der wieder ohne Halt von St. Gallen nach Winterthur durchfährt. Dieser Zug verkehrt in den Hauptverkehrszeiten bzw. weiter als EC nach München. Der ehemalige Rheintalexpress, der bisher von Chur über St. Gallen nach Wil fährt, wird bis Zürich weitergezogen. Es ist vorgesehen, dafür die neuen Fernverkehrs-Doppelstöcker (Bombardier) einzusetzen.

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Bild: SBB; zwei neue 825 Meter lange Überholgleise Scheit bei Elgg 


Bahntechnisch interessant ist die neue Ueberholanlage Scheit bei Elgg. Dort entstanden zwei neue Gleise, womit die schnellen Fernverkehrszüge die Güterzüge überholen können. Der Güterverkehr aus dem Mittelland zu den Betriebszentralen in Gossau SG wird immer wichtiger und beansprucht auch Trassen auf dieser stark beanspruchten Linie. Das ermöglicht dann in feinster Planung, bis zu 50 Züge pro Stunde durch den Bahnhof Winterthur zu schleusen.

Für St. Gallen wird dann der Fahrplanwechsel 2020 wichtiger. Ab dann sollen 6 Zugspaare als EC von Zürich über St. Gallen nach München fahren. Während den Bauarbeiten allerdings nur 3 Paare. Aber die Passagiere freuen sich schon heute auf eine Stunde weniger Reisezeit mit dem ETR 610 nach München.

Über Neuerungen bei der S-Bahn informieren die Kantone Thurgau und St. Gallen am 28. Mai. Ab diesem Datum kann man sich auf www.fahrplanentwurf.ch über den neuen Fahrplan informieren.
(Bild: SBB; Text: B.Eberle, 17.05.2018)


RhB feiert 10-jähriges Jubiläum des UNESCO Welterbes

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Am 7. Juli 2008 wurden die Albula- und Berninalinie der Rhätischen Bahn in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen. Das Jahr 2018 bietet daher die Gelegenheit das 10-jährige Jubiläum des UNESCO Welterbes RhB zu feiern.
Die Feierlichkeiten finden anlässlich der UNESCO Welterbetage 2018 am Wochenende vom 9. und 10. Juni 2018 mit dem RhB Bahnfestival und erste ersten TrainGames in Samedan und Pontresina statt.
                                                            Mehr   -  Bahnfestival
                                                                       TrainGames

(Text+Bild RhB zVfg, 28.04.2018)

Spatenstich zur Elektrifizierung  (Zürich-) Lindau – München

Die Schweiz beteiligt sich mit 50 Mio. Euro am Bauvorhaben


Vor zahlreichem Publikum wurde am Freitag 23. März 2018 im Memmingen der erste Spatenstich für die Elektrifizierung der Linie Lindau – München gemacht. Der DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und die Verkehrsminister von Bayern und Baden-Württemberg würdigten dieses grosse Bauvorhaben und auch die Tatsache, dass die Schweiz 50 Mio. Euro daran beiträgt. Mehrfach wurde gesagt, dass ohne diesen Beitrag und das dauernde Drängen der Schweiz nach Baubeginn dieser Spatenstich wohl noch in weiter Ferne liegen würde.

Die Schweiz wurde vertreten durch den Konsul der Schweiz in München, Markus Thür, den St. Galler Regierungsrat Dr. Bruno Damann und den Chef des Regionalverkehrs der SBB, Werner Schurter. Auch war eine Delegation von Pro Bahn Schweiz und Deutschland vor Ort.

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Das technisch und organisatorisch sehr anspruchsvolle Werk, das gegen Euro 500 Mio. kosten wird, erfordert viele bauliche Massnahmen zwischen Geltendorf und Lindau. Nicht nur, dass 3560 Oberleitungsmasten gesetzt werden müssen, es müssen auch viele Über- und Unterführungen angepasst oder erneuert werden. Bei dieser Gelegenheit werden auch bei vielen Bahnhöfen Renovationen oder Neubauten gemacht. Die neue Linie soll beim Fahrplanwechsel im Dezember 2020 in Betrieb gehen. Dannzumal soll die SBB-Komposition ETR 610 zum Einsatz kommen.
Der grösste Nutzen wird die neue, attraktive Reisezeit sein. Statt 4 ½ benötigt man von Zürich nach München noch 3 ½ Stunden. Allein der Wegfall des Lokwechsels auf der Insel Lindau  bringt einen erheblichen Zeitgewinn. Die Züge werden in Lindau-Reutin halten, damit ist die Insel weiterhin am internationalen Verkehr angeschlossen. Die Neigetechnik ermöglicht höhere Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h. Heute fahren die Dieselloks zeitweise mit gerade 85 km/h durchs Allgäu.

Ab dem Fahrplanwechsel sollen wieder 6 Zugspaare zwischen Zürich und München zum Einsatz kommen, wo heute nur gerade 4 unterwegs sind. Die DB-Fernbusse nützen vielleicht den Direktreisenden dieser beider Städte etwas, den Reisenden dazwischen nützen sie nichts. Es ist zu hoffen, dass später noch mehr Zugspaare unterwegs sind. Nicht nur der Fernverkehr soll von der Elektrifizierung profitieren, es sollen auch mehr Züge der S-Bahn auf dieser Strecke unterwegs sein. So wird das ganze Allgäu etwas von dieser neuen Infrastruktur haben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Tourismus in dieser landschaftlichen sehr schönen Gegend des Allgäus dadurch einen Aufschwung erfahren wird. Dies gilt ganz besonders für die Mittelalterstadt Memmingen, die einen Besuch verdient.

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Foto:  DB-Vorstand Ronald Pofalla und dem neuen deutschen Verkehrsminister Andreas Scheuer. Mit auf dem Bild der Memminger OB Manfred Schilder.

Der Star ist aber aus Schweizer Sicht der ETR 610, der auf diese noch nicht elektrifizierte Strecke geschleppt wurde.

  
Aktuelle Infos der DB  "Ausbaustrecke 48"

 (Text / Bild: B. Eberle, 23.03.2018)


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 (Text: B. Eberle, 22.03.2018)


Pro Bahn Ostschweiz zu Gast bei der Bodensee-Schifffahrt


Die Mitgliederversammlung 2018 fand am 17. März 2018 in den Räumen der SBS Schweiz. Bodensee Schifffahrt in Romanshorn statt. Es war naheliegend, sich anschliessend an die statutarischen Geschäfte über die Geschichte, den Erfolg und die Zukunftspläne der Gesellschaft informieren zu lassen.

Erfreulicherweise gab sich der Verwaltungsratspräsident, Herr Herrmann Hess, persönlich die Ehre, Pro Bahn Ostschweiz über die SBS Schweiz. Bodensee Schifffahrt zu informieren. 2007 erfolgte der Verkauf der ehemaligen SBB-Tochter an eine Investorengruppe aus der Ostschweiz unter seiner Leitung. Diese Gruppe wollte es nicht zulassen, dass die traditionsreiche Schifffahrt auf dem Bodensee ähnlich wie die SWISS ins Ausland verkauft wird.

Die Familie Hess war seit Generationen im Textilgeschäft mit Sitz in Amriswil und Niederlassungen in der ganzen Deutschschweiz tätig. Beim Umbruch in der Bekleidungsbranche in den 90er Jahren wurde beschlossen, aus dieser Branche auszusteigen. Die verbliebenen Immobilien waren der Grundstock für den Einstieg in die Immobilienbranche in der Schweiz und in Deutschland. Dies war so erfolgreich, dass Herr Hess es sich leisten konnte, ohne kommerzielle Absichten in die Bodensee-Schifffahrt einzusteigen. Ziel war es, die Firma zu erhalten und mindestens selbsttragend zu machen, nachdem sie früher regelmässig Defizite geschrieben hatte. Dies war am Anfang nicht immer ganz einfach, galt es doch auch unpopuläre Entscheide zu fällen.

In den letzten Jahren wurden Millionenbeträge investiert. In die Verlängerung der Werft, so dass nun auch die grössten Bodenseeschiffe dort gewartet werden können. Der Hafen von Romanshorn wurde renoviert, modernisiert, erweitert und eine zeitgemässe und attraktive Gastronomie eingerichtet. Wer den Hafen von Romanshorn besucht, kann sich selber davon ein Bild machen. Die MS Säntis wurde in ein zeitgemässes und modernes „Event-Schiff“ umgebaut und dabei vollständig überholt. Dies wirkte sich auch sofort aus, indem die Buchungen und Erträge sprunghaft angestiegen sind. Heutzutage erwirtschaftet die Gesellschaft die Erträge ungefähr hälftig in der Schifffahrt und der Gastronomie. Sie ist so erfolgreich