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Aktuell

Pro Bahn Sektion Ostschweiz       (05.10.2018)

Ein grosser Tag für die Rhätische Bahn

Am Montag, 1. Oktober 2018 machte sich eine grosse Delegation aus dem Kanton Graubünden auf den Weg nach Altenrhein SG, um im dortigen STADLER Werk die Fertigung der neuen CAPRICORN-Züge unter kundiger Leitung anzuschauen. Mehr als 100 Leute aus Politik, Kunden und nicht zuletzt Mitarbeitende der Rhätischen Bahn begleiteten den RhB-Direktor Renato Fasciati nach Altenrhein.

Die RhB hat bei STADLER 36 Flügeltriebzüge bestellt, die den Namen CAPRICORN, rätoromanisch für Steinbock, tragen sollen. Diese Züge werden im Moment bei STADLER Altenrhein gefertigt, die ersten Züge sollen schon Ende Jahr die ersten Testfahrten in Landquart absolvieren und beim Fahrplanwechsel 2019 in Betrieb gehen.

Eine Besonderheit wird sein, dass nicht die ganze Serie in Altenrhein gefertigt werden wird. Die Bauarbeiten für die neue STADLER-Fabrik in St. Margrethen SG haben diesen Sommer begonnen. Schon im Jahr 2020 soll der zweite Teil der Serie des CAPRICORN in St. Margrethen gefertigt werden.

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Ein stolzer RhB-Direktor in einem noch unfertigen CAPRICORN-Wagen
(Text+Bild: B. Eberle)


Skandalöser Entscheid des Stadtrates

Der Stadtrat von St. Gallen hat entschieden, die Anzeigetafel mit den Abfahrtszeiten von VBSG, Postauto und AB wieder zu entfernen, weil sie angeblich die Sicht auf die Binäre Uhr verdecke. Dabei ist diese Anzeigetafel vom Bahnhofplatz aus gar nicht sichtbar.

Offenbar sind dem Stadtrat die Interessen von 80‘000 Personen, die tagtäglich den Hauptbahnhof und die städtischen Verkehrsbetriebe benutzen, völlig egal. Dieser Entscheid reiht sich schön mit dem Fehlentscheid des damaligen Stadtrates ein, die Rathausunterführung nicht bis südlich des Bahnhofplatzes zu verlängern. Wir werden diese Unterführung noch schmerzlich vermissen.

Statt Informationsmöglichkeiten zu beseitigen würde sich der Stadtrat besser dafür einsetzen, dass auch in der immer noch völlig unternutzten Schalterhalle eine Anzeigetafel mit den Abfahrtszeiten von VBSG, Postauto und AB aufgestellt wird. Es ist wirklich nicht verständlich, warum der Stadtrat CHF 400‘000 für eine Binäre Uhr ausgibt, – übrigens: eine Uhr ist eine Uhr und kein Kunstwerk – aber die Interessen der öV-Kunden mit Füssen tritt.
(Text: B.Eberle, Präsident Pro Bahn Sektion Ostschweiz, 15.08.2018)


Oeffentlicher Verkehr im Kanton St. Gallen

Das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen hat ihren jährlichen Bericht zum öV im Kanton veröffentlicht.
Es finden sich eine Fülle von Informationen und Statistiken. Ganz besonders interessant sind nach der Meinung von Pro Bahn Ostschweiz die Zukunftsschritte, die vorgesehen sind. Es wird wohl noch die eine oder andere Knacknuss bei der Finanzierung geben, aber es gibt doch erfreuliche Aussichten. Ganz besonders gut sind die Zukunftsaussichten für den EC Zürich – St. Gallen – München, wenn in 1 ½ Jahren die Elektrifizierung abgeschlossen sein wird.
Bei den Statistiken sind die Aufschlüsselungen von Zugs- und Postautolinien nach Deckungsgrad, bei den Bahnhöfen nach Frequenzen aufschlussreich. Auch eine Interessenvertretung wie Pro Bahn hat kein Interesse daran, dass leere Fahrzeuge herumfahren oder Millionen-Investitionen in kaum frequentierten Bahnhöfen erfolgen.
Der Bericht öffentlicher Verkehr 2018 ist im Internet einsehbar und wird jährlich aktualisiert.
(Text: B. Eberle 13.07.2018)

Stadtparlament beschäftigt sich mit dem öffentlichen Verkehr

Im Stadtparlament St. Gallen wurden gleich zwei Vorstösse zum öffentlichen Verkehr eingereicht. Während der den Viertelstundentakt für alle Bahnhöfe auf dem Gebiet der Stadt fordert, beschäftigt sich der zweite mit der neuen Digitaluhr am HB St. Gallen.
Der Viertelstundentakt ist ohne Zweifel ein berechtigtes Anliegen. Vom Bahnhof St. Gallen Bruggen fahren heute zwei Züge innerhalb von 6 Minuten nach St. Gallen HB, dann ist wieder Pause bis zur nächsten Stunde. Hier ist wenigstens ein Halbstundentakt in Aussicht und das Quartier ist mit der VBSG einigermassen gut erschlossen.
Beim Bahnhof St. Gallen St. Fiden mit deutlich höheren Frequenzen ist im Moment eine Taktlücke von fast einer halben Stunde da, die allerdings beim nächsten Fahrplanwechsel geschlossen werden soll. Aber es ist in der Tat zu begrüssen, dass das Parlament die Stadtregierung auffordert, sich beim Kanton für einen besseren öV auf dem SBB-Netz innerhalb der Stadt einzusetzen.

Der andere Vorstoss ist eher fragwürdig. Bekanntlich hat St. Gallen mit der digitalen Uhr am Glaskubus am Hauptbahnhof eine neue Sehenswürdigkeit. Kaum jemand kann die Uhr lesen (der Verfasser gibt gerne Unterricht), aber sie eignet sich vorzüglich für grosse Diskussionen. Zwei Stadtparlamentarier haben diese Uhr flugs zum Kunstwerk erhoben und fordern die Demontage einer grossen Anzeigetafel im Kubus. Während man mit der Rolltreppe hochfährt, kann man sehr gut die nächsten Abfahrten der VBSG und vom Postauto lesen. Vom Bahnhofplatz sieht man diese Tafel gar nicht. Pro Bahn Ostschweiz wehrt sich vehement dagegen, dass die Information der Reisenden im HB St. Gallen verschlechtert wird.
Ein Bahnhof ist ein Bahnhof und eine Uhr ist eine Uhr. Und zum Bahnhof gehören Informationen.
(Bild zVfg, Text:  B. Eberle 13.07.2018)


Flexible Appenzeller Bahnen

Vor kurzem hat sich eine über 80jährige Dame aus dem Appenzellerland an Pro Bahn gewandt, weil sie in Teufen beim Umsteigen vom Bahnersatzbus auf die Appenzellerbahn ohne fremde Hilfe kaum die Stufen hochkomme. Wir haben uns deshalb an die Direktion der AB gewandt und in der Tat waren innerhalb von drei Wochen Stufen für den besseren Einstieg gebaut.

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Das zeigt nicht nur, dass Pro Bahn für die Kunden des öffentlichen Verkehrs da ist, sondern dass kleine Transportunternehmen sehr schnell und flexibel reagieren können. Ein grosser Dank an die Appenzeller Bahnen!
(Text und Bild B. Eberle 13.07.2018)


Fahrbahnerneuerung St. Gallen West

In der ganzen Schweiz finden diesen Sommer grosse Bauarbeiten an der Bahninfrastruktur statt, so auch zwischen St. Gallen und Gossau SG. Es werden 6 km Gleise total erneuert, neue Weichen installiert und verschiedene technische Installationen erneuert. Die wichtigste davon ist ein neues Zugsfolgesystem, das einen dichteren Fahrplan ermöglicht. Dieser ist auch notwendig, um die immer mehr Züge auch auf dieser Linie zu bewältigen. So sind diese für die Zugskundschaft wie auch für die Anwohner manchmal etwas mühsamen Bauarbeiten langfristig doch von grossem Nutzen.

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Spektakulär ist der Bauzug PM 1000 der zum Einsatz kommt. Dieser ist mit den Materialwagen 1‘100 Meter lang und kann in einem Arbeitsgang das Gleis anheben, den Schotter entfernen, recyceln, verbrauchten Schotter und Sand entfernen und dafür mit neuem ergänzen und schliesslich das neue Gleis in die richtige Lage bringen.  Die Bauarbeiten dauern noch bis 12. August 2018 an, nachher finden bis zum Fahrplanwechsel im Dezember noch Nacharbeiten statt.
Text und Bild B. Eberle 13.07.2018


Fahrplanbegehren Fahrplan 2019


720 Zürich – Thalwil – Ziegelbrücke

Aus der Regionalpresse in Obermarch haben wir erfahren, dass in Siebnen-Wangen die Ueberholgleise für die S 2 bis 2024 gebaut werden. Damit kann die S 2 wieder halbstündlich mit allen Halten in der March und direkt nach Zürich verkehren. Durch die Kürzung des Angebots der S27 seit dem Fahrplan 2018 besteht die Gefahr, dass die Kunden auf das Auto umsteigen. Aus diesem Grund fordern wir den Kanton Schwyz auf, auf diesen Entschied zurückzukommen und das Angebot wie im Fahrplan 2017 als Übergangslösung bis zur Inbetriebnahme der Ueberholgleise zu ermöglichen.

Aus dem gleichen Grund fordern wir den Kanton Glarus auf, auf den Entscheid zurückzukommen und den Halt in Bilten ab diesem Zeitpunkt wieder zu ermöglichen. Ein positives Signal zum jetzigen Zeitpunkt ist wichtig, damit der Umbau des Bahnhofs gemäss dem Behindertengleichstellungsgesetz jetzt in die Wege geleitet werden kann. Damit ist er bei der Einführung der neuen S 2 bereit.

736 Ziegelbrücke - Linthtal
Nieder-Oberurnen verfügt zur halben Stunde aus Richtung Ziegelbrücke ein gutes Busangebot. Deshalb kann der Halt der S 25 entfallen. Der Fahrzeitgewinn soll dazu genutzt werden um den Anschluss an die S 4 nach Sargans - Buchs SG herzustellen.

820 Schaffhausen – Kreuzlingen – Romanshorn
Die «Seehas» Züge Engen – Konstanz sollen stündlich ab Konstanz zur Minute ab xx.37 an xx.23 nach Kreuzlingen Hafen verlängert werden. Dort sollen sie den Anschluss an die S8 nach Schaffhausen und Romanshorn herstellen. Damit behalten die Orte an der Seelinie den schlanken Anschluss nach Konstanz.

830 Konstanz - Weinfelden
Leider können die heutigen halbstündlichen Anschlüsse von der Seelinie nach Weinfelden und weiter Richtung Zürich nicht mehr angeboten werden. Als Übergangslösung bis zur Einführung der S 44 soll eine Schnellbuslösung via Autobahn mit Anschluss in Frauenfeld geprüft werden. Insbesonders ist abzuklären, ob diese Strecke in etwa 25 Minuten gefahren werden kann, um die Anschlüsse in Kreuzlingen und Frauenfeld herzustellen.

840 Zürich – Winterthur – Romanshorn
Anschluss in Effretikon zwischen S19 aus Dietikon–Wallisellen an die S24 nach Schaffhausen und Weinfelden sicherstellen, damit die Arbeitsplätze in Wallisellen und Dietikon weiter gute Verbindungen in den Kanton Thurgau haben (bisherige S8).

850 Zürich – Winterthur – St. Gallen
Um den Vollknoten in Wil wenigstens einmal stündlich sicherzustellen, sollen die IC 15xx gemäss nachfolgendem Fahrplan in St. Gallen 4 Minuten früher abfahren.

xx.03    ab    St. Gallen  an    xx.57
xx.11    an    Gossau      ab    xx.49
xx.12    ab    Gossau      an    xx.48
xx.17    ab    Flawil         an    xx.43
xx.22    ab    Uzwil         an    xx.39
xx.29    an    Wil             ab    xx.31
xx.32    ab    Wil             an    xx.28
xx.52    an    Winterthur  ab    xx.08

Weiter in Richtung Zürich gemäss Fahrplanentwurf

Dieser Fahrplanvorschlag bringt den Nachteil eines Hinketaktes sowie längere Fahrzeiten nach Zürich mit sich, jedoch überwiegen die Vorteile mit den stündlichen Vollknoten deutlich. Damit bestehen für das Umland von Wil, sowie die Strecken nach Weinfelden und Wattwil weiterhin stündliche attraktive Anschlüsse nach St. Gallen.

Als Ersatz für den entfallenen EC St. Gallen ab 10.19, an 19.41 sollen die als Ersatz angegebenen IC-Busse in St. Gallen oder in St. Margrethen anhalten. Ohne Ersatz wird das jetzt schon spärliche Angebot nach München noch unattraktiver.

EC 197 soll für Reisende nach St. Gallen freigeben werden. Die Abfahrtzeit in Zürich deckt die meisten Arbeitsschlusszeiten ab. Der Begriff „Halt nur zum Einsteigen“ ist bei den Kunden heute so gut wie unbekannt. Aus diesem Grund gehen wir davon aus, dass die Kunden dies ignorieren und den Zug trotzdem benützen. Dass abhängen von allfälligen Zusatzwagen sollte in St. Gallen möglich sein. Bei diesem Zug wird das heute bereits innert zwei Minuten erfolgreich gemacht.

EC Zürich–München verlieren in Zürich HB zahlreiche Anschlüsse (Biel, Bern, Luzern, Basel), obwohl die Reisezeit länger wird
1.    Abfahrt .. 03/Ankunft ..57 damit wenigstens der Anschluss aus Biel
       sichergestellt ist (oder diesen Anschluss mit 6 Min. Übergangszeit
       sicherstellen),

2.    Optimaler Fall: Abfahrt/Ankunft im Bahnhofteil Löwenstrasse mit
       Anschluss auch aus und nach Bern, unter Verzicht auf Durchbindung
       von Basel–Aarau–Flughafen–St. Gallen, diese wenigen Durchbindungen
       sind nicht wirklich nützlich


Die Linie S 1 sollen in St. Gallen Bruggen halten. Aufgrund der Standzeit in St. Gallen bis zur Weiterfahrt nach Schaffhausen ist eine spätere Ankunft um 1-2 Minuten möglich.

852 Weinfelden – St. Gallen
Die S 5 wird mit der S 3 nach St. Margrethen durchgebunden. Aus Kundensicht soll die Durchbindung als eine Linie Weinfelden – St. Gallen – St. Margrethen dargestellt werden.

870 Rapperswil – St. Gallen – Romanshorn
Da die Bauarbeiten in Rapperswil nun abgeschlossen sind, sollen die Anschlüsse zwischen der S 6 Rapperswil – Linthtal sowie dem «Voralpen Express» aus St. Gallen und der der S 5 nach Uster – Zürich wie im Fahrplan 2016 am selben Perron hergestellt werden.

Das Naherholungsgebiet Gübsensee soll weiterhin mindestens stündlich mit der Bahn bedient werden. Dieses Gebiet ist sonst nicht mehr mit dem öv erreichbar.

Die Linie S 8 wird mit der Linie S 1 durchgebunden. Aus Kundensicht soll die Durchbindung als eine Linie Schaffhausen – St. Gallen – Wil dargestellt werden.

880 St. Gallen – Rorschach – Buchs – Chur
Wir haben Kundenreaktionen erhalten, dass der Anschluss in Sargans vom IC 5xx aus Zürich an den IR 32xx bei Verspätungen des IC nicht gewährleistet ist. Aus diesem Grund soll der IR 1-2 Minuten in Sargans später abfahren.

Die Züge der S4 sollen in Sargans den Anschluss an die IC nach Zürich herstellen. Heute werden sie knapp nicht erreicht.

80.151 Gossau – Arena - St. Gallen
Die Abfahrtszeiten dieser Linie sollen an die Ankunft/Abfahrt in Gossau der Fernverkehrszüge nach Zürich ausgerichtet werden. Gemäss Fahrplanentwurf gibt es Wartezeiten von 10 Minuten, oder die Busse kommen in Gossau an, wenn der Zug nach Zürich abfährt. Dieser Anschluss ist wichtig, da die Bahnhöfe St. Gallen Winkeln und Bruggen den Anschluss aus Zürich in Gossau an die S5 sowie der S 1 mit dem neuen Fahrplan verlieren.

80.226 Heiden – Heerbrugg/Altstätten
Am Morgen besteht auf dieser Linie teilweise ein Hinketakt mit unterschiedlichen Verkehrstagen und Verkehrszeiten. Aus Kundensicht sollte hier ein einheitlicher Takt eingeführt werden.

80.825 Frauenfeld – Stein am Rhein
Der Anschluss nach Schaffhausen soll in Eschenz hergestellt werden. Gemäss Fahrplanentwurf beträgt er in Stein am Rhein unattraktive 29 Minuten.
(Text: M. Streuli, 11.07.2018)

Ein grosser Fahrplanwechsel für den Kanton Thurgau

Die umfangreichen Bauarbeiten der letzten Jahre im Eisenbahnnetz des Kantons Thurgau wirken sich beim kommenden Fahrplanwechsel gross aus. Für einmal ist eine Randregion grosse Nutzniesserin eines Fahrplanwechsels.

Die Linie Weinfelden – Winterthur wird dank den umfangreichen Bauarbeiten um 4 Minuten auf 20 Minuten beschleunigt. Darum ist dort der Fernverkehr der grosse Träger der Pendlerströme in Richtung Zürich. Der Bahnhof Weinfelden wurde ausgebaut und erhielt eine zweite Unterführung. Weinfelden stellt nun ebenfalls ein Knoten im Netz dar.

Die Strecke zwischen Weinfelden und Kreuzlingen wurde an verschiedenen Stellen verbessert. Zwischen Weinfelden und Kehlhof entsteht eine Doppelspur, in Berg TG und Lengwil entstehen neue Kreuzungsstellen. Dies ermöglicht schlankere Anschlüsse in Kreuzlingen. Die verkürzte Reisezeit von Winterthur her ermöglicht auch in Romanshorn bessere Anschlüsse.

Schliesslich entstehen auch auf der Linie Sulgen – Gossau neue Kreuzungsstellen in Kradolf und Hauptwil. Die Züge von St. Gallen nach Weinfelden werden in Zukunft nicht mehr in Bischofszell, sondern an diesen Stellen kreuzen. Der vor einigen Jahren eingeführte Halbstundentakt am Nachmittag wird auf den ganzen Tag ausgeweitet.

Die Seelinie von Romanshorn – Schaffhausen und der RE St. Gallen – Konstanz werden um eine Viertelstunde gedreht. Das ermöglicht die erwähnten besseren Anschlüsse in Romanshorn und Kreuzlingen, hingegen entsteht ein Problem in Stein am Rhein (in Richtung Winterthur). Hoffentlich lässt sich dafür eine Lösung finden.

Für den Kanton St. Gallen liegt bei diesem Fahrplanwechsel etwas weniger drin. St. Gallen bekommt den vierten Schnellzug nach Zürich, der wieder ohne Halt von St. Gallen nach Winterthur durchfährt. Dieser Zug verkehrt in den Hauptverkehrszeiten bzw. weiter als EC nach München. Der ehemalige Rheintalexpress, der bisher von Chur über St. Gallen nach Wil fährt, wird bis Zürich weitergezogen. Es ist vorgesehen, dafür die neuen Fernverkehrs-Doppelstöcker (Bombardier) einzusetzen.

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Bild: SBB; zwei neue 825 Meter lange Überholgleise Scheit bei Elgg 


Bahntechnisch interessant ist die neue Ueberholanlage Scheit bei Elgg. Dort entstanden zwei neue Gleise, womit die schnellen Fernverkehrszüge die Güterzüge überholen können. Der Güterverkehr aus dem Mittelland zu den Betriebszentralen in Gossau SG wird immer wichtiger und beansprucht auch Trassen auf dieser stark beanspruchten Linie. Das ermöglicht dann in feinster Planung, bis zu 50 Züge pro Stunde durch den Bahnhof Winterthur zu schleusen.

Für St. Gallen wird dann der Fahrplanwechsel 2020 wichtiger. Ab dann sollen 6 Zugspaare als EC von Zürich über St. Gallen nach München fahren. Während den Bauarbeiten allerdings nur 3 Paare. Aber die Passagiere freuen sich schon heute auf eine Stunde weniger Reisezeit mit dem ETR 610 nach München.

Über Neuerungen bei der S-Bahn informieren die Kantone Thurgau und St. Gallen am 28. Mai. Ab diesem Datum kann man sich auf www.fahrplanentwurf.ch über den neuen Fahrplan informieren.
(Bild: SBB; Text: B.Eberle, 17.05.2018)


RhB feiert 10-jähriges Jubiläum des UNESCO Welterbes

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Am 7. Juli 2008 wurden die Albula- und Berninalinie der Rhätischen Bahn in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen. Das Jahr 2018 bietet daher die Gelegenheit das 10-jährige Jubiläum des UNESCO Welterbes RhB zu feiern.
Die Feierlichkeiten finden anlässlich der UNESCO Welterbetage 2018 am Wochenende vom 9. und 10. Juni 2018 mit dem RhB Bahnfestival und erste ersten TrainGames in Samedan und Pontresina statt.
                                                            Mehr   -  Bahnfestival
                                                                       TrainGames

(Text+Bild RhB zVfg, 28.04.2018)

Spatenstich zur Elektrifizierung  (Zürich-) Lindau – München

Die Schweiz beteiligt sich mit 50 Mio. Euro am Bauvorhaben


Vor zahlreichem Publikum wurde am Freitag 23. März 2018 im Memmingen der erste Spatenstich für die Elektrifizierung der Linie Lindau – München gemacht. Der DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und die Verkehrsminister von Bayern und Baden-Württemberg würdigten dieses grosse Bauvorhaben und auch die Tatsache, dass die Schweiz 50 Mio. Euro daran beiträgt. Mehrfach wurde gesagt, dass ohne diesen Beitrag und das dauernde Drängen der Schweiz nach Baubeginn dieser Spatenstich wohl noch in weiter Ferne liegen würde.

Die Schweiz wurde vertreten durch den Konsul der Schweiz in München, Markus Thür, den St. Galler Regierungsrat Dr. Bruno Damann und den Chef des Regionalverkehrs der SBB, Werner Schurter. Auch war eine Delegation von Pro Bahn Schweiz und Deutschland vor Ort.

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Das technisch und organisatorisch sehr anspruchsvolle Werk, das gegen Euro 500 Mio. kosten wird, erfordert viele bauliche Massnahmen zwischen Geltendorf und Lindau. Nicht nur, dass 3560 Oberleitungsmasten gesetzt werden müssen, es müssen auch viele Über- und Unterführungen angepasst oder erneuert werden. Bei dieser Gelegenheit werden auch bei vielen Bahnhöfen Renovationen oder Neubauten gemacht. Die neue Linie soll beim Fahrplanwechsel im Dezember 2020 in Betrieb gehen. Dannzumal soll die SBB-Komposition ETR 610 zum Einsatz kommen.
Der grösste Nutzen wird die neue, attraktive Reisezeit sein. Statt 4 ½ benötigt man von Zürich nach München noch 3 ½ Stunden. Allein der Wegfall des Lokwechsels auf der Insel Lindau  bringt einen erheblichen Zeitgewinn. Die Züge werden in Lindau-Reutin halten, damit ist die Insel weiterhin am internationalen Verkehr angeschlossen. Die Neigetechnik ermöglicht höhere Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h. Heute fahren die Dieselloks zeitweise mit gerade 85 km/h durchs Allgäu.

Ab dem Fahrplanwechsel sollen wieder 6 Zugspaare zwischen Zürich und München zum Einsatz kommen, wo heute nur gerade 4 unterwegs sind. Die DB-Fernbusse nützen vielleicht den Direktreisenden dieser beider Städte etwas, den Reisenden dazwischen nützen sie nichts. Es ist zu hoffen, dass später noch mehr Zugspaare unterwegs sind. Nicht nur der Fernverkehr soll von der Elektrifizierung profitieren, es sollen auch mehr Züge der S-Bahn auf dieser Strecke unterwegs sein. So wird das ganze Allgäu etwas von dieser neuen Infrastruktur haben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Tourismus in dieser landschaftlichen sehr schönen Gegend des Allgäus dadurch einen Aufschwung erfahren wird. Dies gilt ganz besonders für die Mittelalterstadt Memmingen, die einen Besuch verdient.

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Foto:  DB-Vorstand Ronald Pofalla und dem neuen deutschen Verkehrsminister Andreas Scheuer. Mit auf dem Bild der Memminger OB Manfred Schilder.

Der Star ist aber aus Schweizer Sicht der ETR 610, der auf diese noch nicht elektrifizierte Strecke geschleppt wurde.

  
Aktuelle Infos der DB  "Ausbaustrecke 48"

 (Text / Bild: B. Eberle, 23.03.2018)


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 (Text: B. Eberle, 22.03.2018)


Pro Bahn Ostschweiz zu Gast bei der Bodensee-Schifffahrt


Die Mitgliederversammlung 2018 fand am 17. März 2018 in den Räumen der SBS Schweiz. Bodensee Schifffahrt in Romanshorn statt. Es war naheliegend, sich anschliessend an die statutarischen Geschäfte über die Geschichte, den Erfolg und die Zukunftspläne der Gesellschaft informieren zu lassen.

Erfreulicherweise gab sich der Verwaltungsratspräsident, Herr Herrmann Hess, persönlich die Ehre, Pro Bahn Ostschweiz über die SBS Schweiz. Bodensee Schifffahrt zu informieren. 2007 erfolgte der Verkauf der ehemaligen SBB-Tochter an eine Investorengruppe aus der Ostschweiz unter seiner Leitung. Diese Gruppe wollte es nicht zulassen, dass die traditionsreiche Schifffahrt auf dem Bodensee ähnlich wie die SWISS ins Ausland verkauft wird.

Die Familie Hess war seit Generationen im Textilgeschäft mit Sitz in Amriswil und Niederlassungen in der ganzen Deutschschweiz tätig. Beim Umbruch in der Bekleidungsbranche in den 90er Jahren wurde beschlossen, aus dieser Branche auszusteigen. Die verbliebenen Immobilien waren der Grundstock für den Einstieg in die Immobilienbranche in der Schweiz und in Deutschland. Dies war so erfolgreich, dass Herr Hess es sich leisten konnte, ohne kommerzielle Absichten in die Bodensee-Schifffahrt einzusteigen. Ziel war es, die Firma zu erhalten und mindestens selbsttragend zu machen, nachdem sie früher regelmässig Defizite geschrieben hatte. Dies war am Anfang nicht immer ganz einfach, galt es doch auch unpopuläre Entscheide zu fällen.

In den letzten Jahren wurden Millionenbeträge investiert. In die Verlängerung der Werft, so dass nun auch die grössten Bodenseeschiffe dort gewartet werden können. Der Hafen von Romanshorn wurde renoviert, modernisiert, erweitert und eine zeitgemässe und attraktive Gastronomie eingerichtet. Wer den Hafen von Romanshorn besucht, kann sich selber davon ein Bild machen. Die MS Säntis wurde in ein zeitgemässes und modernes „Event-Schiff“ umgebaut und dabei vollständig überholt. Dies wirkte sich auch sofort aus, indem die Buchungen und Erträge sprunghaft angestiegen sind. Heutzutage erwirtschaftet die Gesellschaft die Erträge ungefähr hälftig in der Schifffahrt und der Gastronomie. Sie ist so erfolgreich, dass ein beachtlicher cash flow erwirtschaftet wird, der aber vollständig wieder investiert wird.
Für die Zukunft sind weitere Investitionen in mehrfacher Millionenhöhe vorgesehen. Einmal in ein Hotel am Hafen, das 100 Zimmer aufweisen soll. Die Bürgerschaft von Romanshorn hat einem Verkauf der notwendigen Parzelle bereits zugestimmt. Später sollen ebenfalls Millionen in neue Fähren mit ökologischen Antrieb investiert werden, so dass in einigen Jahren ein Halbstundentakt über den See möglich sein wird.

Die SBS Schweiz. Bodensee Schifffahrt erweist sich als grosser Antrieb für einen modernen und umweltgerechten Tourismus auf der schweizerischen Seite des Bodensees. Er könnte auf der Südseite des Bodensees ebenso erfolgreich werden, wie er auf der Nordseite bereits ist. Dies verdient Unterstützung, am besten mit einem Besuch am und auf dem Bodensee!

(Text: B. Eberle, 19.03.2018)


Mitfahrnetzwerk Häggenschwil eingestellt

Im Sommer 2016 wurde in Häggenschwil SG mit Unterstützung der Postauto Ostschweiz ein Mitfahrnetz „PubliRide“ lanciert. In dieser weitläufigen Gemeinde mit verhältnismässig wenig Einwohnern würde sich ein Ortsbus nicht lohnen. Aus diesem Grund wurde ein Mitfahrsystem entwickelt. Erfreulicherweise registrierten sich verhältnismässig viele Leute, aber viele davon nutzten es später dann nicht aktiv. So sei es dann nicht zu den erhofften Fahrgemeinschaften gekommen.  In den letzten Monaten sei „PubliRide“ kaum mehr genutzt worden.
Aus diesem Grund wird der Versuchsbetrieb, der eigentlich bis Ende 2018 laufen sollte, jetzt schon eingestellt. Dies ist ein schönes Beispiel, nicht nur beim öV: Es genügt nicht, nach Angeboten zu rufen. Nein, man muss diese auch nutzen.

(Text: B. Eberle, 18.03.2018)



Jahresbericht 2017
Mitglieder / Öffentliche und politische Aktivitäten im Jahr 2017 / Fahrplan / Dank / Genehmigung
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(Text: B.Eberle, 17.03.2018)


Schlag auf Schlag -
                          Modernisierung der Appenzeller Bahnen (AB)

Die Bevölkerung konnte sich am «Tag des offenen Tunnels» der Appenzeller Bahnen (AB) vom eindrücklichen Bauwerk des 700 m langen Ruckhaldetunnels im Rohbau, dessen Durchstich am 20. Juli 2017 erfolgte, bei einem geführten Spaziergang beeindrucken lassen. Bereits am 6. Oktober 2018 finden im Rahmen der Eröffnungsfeier Bahnfahrten für das Publikum statt, bevor ab Sonntag, 7. Oktober 2018, fahrplanmässig der Tunnel befahren wird.
(Bildergalerie)

Bahnkunden müssen sich vor in Anspruchnahme des neuen Angebotes in Geduld üben. Infrastrukturen die ein optimales Fahrplanangebot mit dem neuen kundenfreundlichen Rollmaterial garantieren sollen, verlangen erneuert und den Anforderungen angepasst zu werden.
Zwischen Gontenbad und Appenzell werden dafür die Gleise erneuert und Fahrleitungsarbeiten ausgeführt. Dies bedingt im März 2018 und Mai 2018 Nachtarbeiten. Auch wird die Strecke Jakobsbad- Wasserauen im April 2018 und Mai 2018 während sieben Wochen gesperrt. Es verkehren Bahnersatzbusse. Entschädigt werden die Unannehmlichkeiten ab Juli 2018 mit dem Einsatz der neuen Züge auf der Linie Gossau-Appenzell-Wasserauen.
(Flyer „Modernisierung Appenzeller Bahnen“)

Neues Rollmaterial
Für die Linie Gossau-Appenzell-Wasserauen beschafft die AB fünf neue Züge (Gelenktriebwagen). Der erste Zug wird Ende März 2018 eintreffen und während der ersten Monate für Testfahrten auf der Strecke unterwegs sein. Ab Juli 2018 wird der erste Zug für den Fahrgastbetrieb im Einsatz stehen. Die Züge verfügen über 138 Sitzplätze in der 2. Klasse und 15 Sitzplätze in der 1. Klasse sowie über 200 Stehplätze. Die Züge können an Tagen mit erhöhten Frequenzen mit heutigen Wagen verstärkt werden.
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Zwischen Trogen und Appenzell werden nach Abschluss der Bauarbeiten 11 neue Züge eingesetzt. Diese Tango-Züge von Stadler Rail werden einen hohen Niederfluranteil aufweisen und somit sehr bequem zugänglich sein. Auch ein 1.Klasse-Angebot wird neu für die Linie St.Gallen-Trogen möglich. Jedoch müssen Reisende in den tramähnlichen Zügen auf eine Toilette verzichten. Der erste Zug wird Ende März 2018 geliefert und bis im Sommer für Testfahrten unterwegs sein.
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(Text + Bilder: H.R. + AB, 11.03.2018)


Fahrplanbegehren 2018 - 2019
Aus dem beigelegten Dokument ist ersichtlich welche Forderungen die Sektion Ostschweiz für den laufenden Fahrplan 2018-2019 gestellt hat.
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(Text: M. Streuli, 27.01.2018)


Provisorische Konzession im Fürstentum Liechtenstein

Eine kuriose Situation herrscht bei der Konzession der Bahnlinie Feldkirch – Buchs SG, die durch das Fürstentum Liechtenstein führt. Weil sich Oesterreich und das Fürstentum nicht einig über die Finanzierung der Bahnausbauten für eine S-Bahn sind, konnte auch noch keine Einigung über die Erneuerung der Konzession, die per Ende 2017 ausläuft, erzielt werden. Das Fürstentum stellt sich auf den Standpunkt, dass diese beiden Sachen nichts miteinander zu tun haben. Die Züge fahren nun bis auf weiteres mit einer provisorischen Konzession.

Dabei wäre das Fürstentum dringend auf die Schaffung einer S-Bahn angewiesen. Täglich strömen fast gleich viele Pendlerinnen und Pendler aus Vorarlberg und der Schweiz (rund 37‘000) ins Ländle. Aus diesem Grund muss der öffentliche Verkehr auf der Strasse und dem Gleise dringend ausgebaut werden. Die privaten PWs stauen sich schon jetzt werktags auf den Rheinbrücken.
Es ist zu hoffen, dass sich die beiden Länder im eigenen Interesse schon bald wieder auf eine langfristige Konzession, aber auch in der Finanzierungsfrage, einigen können. Die Schweiz hat ebenfalls ein grosses Interesse, führen doch fast alle internationalen Züge aus der Schweiz nach Oesterreich durch das Fürstentum.

(Text: B. Eberle, 29.12.2017)



WARTEN
In der renovierten Halle und in der Ladenpassage des Hauptbahnhofs sind Sitzbänke aufgestellt worden. Pro Bahn hatte fehlende Sitzgelegenheiten bemängelt.
Nachtrag zum Bericht B. Eberle, 23.11.2017  "Umbau Hauptbahnhof St. Gallen"
St. Galler TAGBLATT
(B. Eberle, 19.12.2017)


Pro Bahn Ostschweiz gratuliert Toni Häne

Der St. Galler Toni Häne wurde von der SBB zum neuen Leiter Personenverkehr und damit Mitglied der Konzernleitung ernannt. Pro Bahn Ostschweiz gratuliert Toni Häne herzlich zu dieser Beförderung.
Toni Häne stammt aus Berneck SG und begann seine Lehre bei der SBB in Au SG. Damit kennt er die Situation in der Ostschweiz sehr gut. Wir sind glücklich, dass damit jemand in die Konzernspitze aufgerückt ist, der unsere Verhältnisse sehr gut kennt.
Wir sind zuversichtlich, dass wir auch weiterhin mit Toni Häne sehr gut zusammenarbeiten werden. Wir wünschen ihm nur das Beste bei dieser neuen Herausforderung!

Bruno Eberle
Präsident Pro Bahn Ostschweiz


SBB GmbH übernimmt den ganzen Regionalverkehr
im Klettgau


Die SBB GmbH, die deutsche Tochter der Schweizerischen Bundesbahnen, hat mit dem Fahrplanwechsel vom 10. Dez. 2017 den gesamten Regionalverkehr von Schaffhausen nach Erzingen (Baden) übernommen. Diese Strecke wird aufgrund eines Staatsvertrages zwischen dem Grossherzogtum Baden und der Schweiz durch die DB betrieben, obwohl sie zum grössten Teil auf Schweizer Boden verläuft. Umso mehr freut sich die SBB GmbH, den Zuschlag der DB erhalten zu haben. Für den Betrieb hat die SBB GmbH die bekannten Fahrzeuge GTW von Thurbo bestellt.

Diese relativ kurze Strecke wäre vielleicht nicht so bedeutsam, würde nicht in mittlerer Zukunft die Fortsetzung bis nach Waldshut und Basel, der Hochrheinstrecke in Aussicht stehen. Pro Bahn hat auf ihrer homepage schon darüber berichtet. Allerdings wurde bekannt, dass mit der Elektrifizierung dieser Strecke eher 2026 anstelle dem bisher angenommenen Jahr 2023 gerechnet werden muss. Dannzumal wird diese Strecke wieder ausgeschrieben und es steht fest, dass sich die SBB GmbH darum bewerben wird. Ob dann GA und Halbtax auf dieser Strecke gültig sein werden, wird viel später entschieden. Bis dahin fliesst noch viel Wasser den Rhein hinunter!

(Text: B.Eberle, 10.12.2017)


Bessere Verbindungen der Ostschweiz nach Vorarlberg

Die diesjährige Herbsttagung der IgöV fand in Bregenz statt und widmete sich den Verbindungen zwischen der Schweiz und Vorarlberg. Bei diesem Thema liegt noch einiges im Argen, Verbesserungen sind möglich und erwünscht.
Karlheinz Rüdisser, Landesstatthalter (Vizeregierungschef) von Vorarlberg, Regierungsrat Bruno Damann, St. Gallen und Prof. Max Eberle legten ihre Sicht des grenzüberschreitenden Verkehrs bzw. allgemein der Mobilität dar.
Rüdisser stellte für die kommenden Jahre grosse Fortschritte in Aussicht. Zweistündlich Zürich – Bregenz – München nach Abschluss der Elektrifizierung Lindau – Geltendorf  und des Baus des Bahnhofs Reutin (Wegfall der Fahrt auf die Insel Lindau). Damit sollen statt vier neu 8 Zugspaare von Zürich nach München verkehren; Bregenz Stuttgart stündlich, sobald die Südbahn über Ulm elektrifiziert ist. Leider liegt das Projekt FLACH, also die Verbindung von Oesterreich durch das Fürstentum Liechtenstein in die Schweiz wegen Finanzierungsproblemen auf Eis. Oesterreich erwartet von Liechtenstein einen grösseren Beitrag. Ziel wäre es, für die vielen Pendler nach Liechtenstein einen Halbstundentakt herzustellen.

Regierungsrat Bruno Damann, St. Gallen bekräftigte, dass die bessere Eurocity-Verbindung auch für St. Gallen sehr wichtig ist. Weiter soll die S 7 in absehbarer Zeit von St. Margrethen bis Bregenz, allenfalls Lindau weitergezogen werden. Diese würde in der gleichen Fahrlage wie der EC, in der Zwischenstunde verkehren. In St. Margrethen würde dann ein schlanker Anschluss an den Rheintal-Express hergestellt, der heute von Chur über St. Gallen nach Wil verkehrt, ab 2019 bis Zürich weitergezogen wird. Damit würden auch sehr gute Verbindungen aus Vorarlberg und dem St. Galler Rheintal zum Flughafen erstellt. Ab 2026 soll der REX mit einem Halbstundentakt verkehren. Mit diesen besseren Verbindungen bzw. schlanken Anschlüssen soll beispielsweise die Fahrzeit von Bregenz nach St. Gallen von 45 auf 37, von Bregenz nach Romanshorn von 69 auf 46 Minuten reduziert werden. Auch die Busverbindungen in die Schweiz sollen verbessert werden, beispielsweise ein Halbstundentakt von Hohenems nach Heerbrugg.
Allerdings gibt es baulich noch einiges zu tun. Bei der einzigen eingleisigen Stelle zwischen Rorschach und Genf gibt es noch eine Beschwerde, bevor gebaut werden kann. Im Rheintal sind noch drei Doppelstrecken oder Kreuzungsstellen nötig und die Reisezeit von St. Gallen nach Zürich muss unter eine Stunde gedrückt werden. Entsprechende Vorstösse sind im St. Galler Kantonsrat eingereicht.

Prof. Dietmar Eberle rundete die Tagung schliesslich mit ein paar ebenso geistreichen wie witzigen Gedanken über die Mobilität im Allgemeinen ab.
Alle Referenten waren sich einig, dass mit all diesen Vorhaben wieder ein paar Schritte zu einem besseren öV rund um den Bodensee geleistet werden. Weiter soll der Anschluss St. Margrethen sichergestellt werden, was sowohl für Vorarlberg wie auch die Schweiz sehr wichtig ist. Schliesslich soll das grenzüberschreitende Busangebot deutlich ausgebaut werden.
Das Bundesland Vorarlberg ist inzwischen wirtschaftlich zu einem wohlhabenden Staat, durchaus vergleichbar mit der Schweiz aufgestiegen. Trotzdem sind tariflich noch Unterschiede, die schwindelerregend sind: Ein Jahresabo für ganz Vorarlberg kostet Euro 365.--, eines für den Ostwind für 12 Zonen oder mehr (Maximum, soviel braucht man für die Kantone St. Gallen und beide Appenzell) CHF 3015.--!

(Text: B.Eberle, 10.12.2017)


Umbau Hauptbahnhof St. Gallen

Wie von Pro Bahn schon im Vorfeld befürchtet, ist der Umbau des Hauptbahnhofs St. Gallen nur zum Teil gelungen. Die grosse Schalterhalle ist zwar schön und gelungen renoviert, aber mit dem Einbau von zwei Gastronomiebetrieben völlig unternutzt. Nebst der Gastronomie ist in diesem grössten Raum des Bahnhofes gar nichts für die Reisenden! Es fehlen hier mindestens einige Sitzgelegenheiten und Abfahrtsinformationen von Bussen und Appenzeller Bahn.

Das wichtigste Argument für das Reisezentrum war immer, dass dann dort alle Dienstleistungen angeboten werden können. Das trifft aber nur beschränkt zu. Der Warteraum ist viel zu klein mit zwölf Sitzplätzen und die Leute sitzen eng beieinander. Für Gepäck ist kaum Platz. Ueberdies wird er noch von Nicht-Reisenden genutzt.
Im Reisezentrum kann auch Fluggepäck abgegeben werden, aber es besteht kaum eine Möglichkeit, mit schwerem Gepäck vorzufahren. Die beiden dafür vorgesehenen Parkplätze sind in der Regel durch Leute belegt, die auf Reisende warten oder im HB einkaufen. Dann bleibt nur noch die Möglichkeit, im Parking der Fachhochschule zu parkieren, was wiederum lange Wege bedeutet.

Pro Bahn Ostschweiz erwartet, dass SBB Immobilien diese Probleme angeht und den Hauptbahnhof St. Gallen auch wieder zu einem praktischen Bahnhof die die Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs zu machen

(Text: B.Eberle, 23.11.2017)


Ausbau Doppelspur Uznach–Schmerikon

Angebotsausbau im Linthgebiet verzögert sich

Aufgrund von Einsprachen verzögert sich der Bau des zweiten Gleises zwischen Uznach und Schmerikon um mindestens ein Jahr. Damit kann das verbesserte Bahnangebot im Linthgebiet nicht wie geplant auf Dezember 2019 eingeführt werden.
Gegen das Auflageprojekt für die Doppelspur Uznach–Schmerikon sind beim Bundesamt für Verkehr Einsprachen eingegangen. Aus diesem Grund kann die SBB nicht wie geplant mit dem Ausbau der Doppelspur zwischen Uznach und Schmerikon beginnen.
Das zweite Gleis ist notwendig, um die Kapazitätsengpässe auf der Strecke Uznach–Rapperswil zu entschärfen, den Halbstundentakt Ziegelbrücke–Rapperswil einzuführen und die Züge zwischen St.Gallen und Rapperswil zu beschleunigen.
Trotz diesen Verzögerungen ersetzt die SOB ihre alten Fahrzeuge des Voralpen-Express auf Dezember 2019 mit modernen, kundenfreundlichen Niederflurfahrzeugen.
Sobald eine rechtskräftige Plangenehmigung vorliegt, wird die SBB zusammen mit dem Bundesamt für Verkehr den neuen Bautermin und den Einführungszeitpunkt der Angebotsverbesserungen festlegen.Diese Termine sind abhängig von der Verfahrensdauer.

(Quelle: Staatskanzlei St. Gallen/ B.Eberle, 30.10.2017)


Wirkungsanalyse öffentlicher Verkehr Kanton Glarus

Der Regierungsrat des Kantons Glarus hat als Antwort auf einen Auftrag der Landsgemeinde und ein Postulat aus dem Kantonsrat seine Antwort zur Wirkungsanalyse veröffentlicht. Darin werden die Ergebnisse des dreijährigen Betriebs nach Anpassungen im öffentlichen Verkehr im Kanton Glarus dargestellt.
Verhandlungen des Regierungsrates   /  Gesamtbericht
 

(Text: B.Eberle, 30.10.2017)


Rechenschaftsberichte öV in den Kantonen Thurgau
und St. Gallen


In diesen Tagen haben sowohl der Kanton Thurgau wie St. Gallen Rechenschaftsberichte über den öV in diesen Kantonen veröffentlicht. Dabei werden auch umfangreiche Statistiken publiziert die beweisen, wie sehr der öV in den letzten Jahren ausgebaut und – mit einer kleinen Verzögerung – vom Markt, d.h. der Kundschaft auch angenommen wurde. Grosse Sensationen fehlen, aber das beständig bessere Angebot ist doch für die Kundinnen und Kunden des öV in der Ostschweiz sehr erfreulich.

Kanton Thurgau
Im Thurgau konnte die Anzahl der beförderten Passagiere von unter 30 Mio. im Jahre 2007auf über 39 Mio. im Jahre 2016 gesteigert werden. Dies durch das bessere Angebot auf der Schiene, besonders aber auch im dünnbesiedelten Kanton mit dem verbesserten Busangebot. Im Fernverkehr konnten die Frequenzen ebenfalls stark gesteigert werden. Hier wirkt sich aus, dass im Kanton Thurgau aktiv gebaut wurde und hier noch Wohnraum zu vernünftigen Preisen vorhanden ist. Dies bewirkt mehr Frequenzen in Richtung Winterthur und Zürich. Sehr gut aufgenommen wurde der neue Schnellzug St. Gallen – Konstanz.

Kanton St. Gallen
Im „Standbericht 2017, Der öffentliche Verkehr im Kanton St. Gallen“ wird nicht nur umfangreiches statistisches Material, sondern auch ein ein Rück- und Ausblick zum öV in der Ostschweiz gegeben. Besondere Beachtung aus aktuellem Anlass verdient der Abschnitt über Drittverkaufsstellen, die in der Ostschweiz besonders verbreitet sind. Hier haben National- und Ständerat der SBB den Auftrag gegeben, diese wenigstens bis 2020 aufrecht zu erhalten. Es kann nicht hingenommen werden, dass grosse Gemeinden wie Altstätten SG keinen bedienten Schalter zum Kauf von Abonnement und Billetten mehr haben.

Bei den Ausbauplänen fällt besonders auf, dass die elektrifizierte Eurocity-Linie Zürich – St. Gallen nicht 2018, sondern erst im Dezember 2020 in Betrieb gehen soll. Immerhin dann soll eine schnelle und zeitgemässe Verbindung zwischen den beiden Metropolen bestehen. Damit wurde dann auch das Unding wegfallen, dass ein Eurocity zwischen Zürich und der Landesgrenze fünfmal hält. Ab 2019 soll der vierte Schnellzug Zürich – St. Gallen folgen. Diese Züge werden eine unterschiedliche Haltestellenpolitik haben, der EC soll wieder ohne Halt von Winterthur nach St. Gallen verkehren.

Ab 2019 soll der direkte Schnellzug St. Gallen – Konstanz stündlich verkehren. In ferner Zukunft vielleicht über die Hochrheinstrecke bis Basel!
Weiter ist bis auf weiteres nicht mehr die Rede von der S-Bahn Fl.A.CH und Vorarlberg. Des aufgrund Finanzierungsproblemen. 

Hier die links zu den beiden Berichten:    Kanton Thurgau         Kanton St. Gallen

(Texte: B. Eberle, 15.09.2017)


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